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    Kugelfrittiersicherung  116 von 234eine Seite zurückeine Seite vor

    Kugelfrittiersicherung
    Kugelfrittiersicherung

    Eine besondere Art von Spannungssicherungen waren die Frittiersicherungen. Sie dienten dem Gehörschutz der Vermittlungsbeamtinen gegen zu lauten Knack- und Störungsgeräusche. Diese konnten bei Gewitter oder auch durch die Beeinflussung durch Hochspannungsanlagen entstehen.

    Die Gefahr bestand dadurch, das sich in dem Sprechstromkreis, besonders bei Fernleitungen sich ein plötzlicher Spannungsausgleich durch starke Knack- und Knallgeräusche erzeugt wurden. Es konnten dadurch Schreckwirkungen und bei empfindlichen Personen auch Gesundheitsstörungen auftreten.

    Bei der Frittiersicherung machte man sich Eigenschaft zunutze, das hochglänzend poliert Metallkörper auf den Oberflachen ein dünne Luftschicht binden, die bei einer losen Berührung mit nur geringem Druck als Isolator wirkt.

    Bei einem Anstieg der Spannung auf mehr als 2 Volt, wurde die isolierende Schickt durchschlagen und die beiden Metallteile wurden zueinander leitfähig.

    Es entsteht dadurch eine bleibende elektrische Verbindung zwischen den Metallteilen, die jedoch durch eine geringe Erschütterung sofort wieder aufgehoben wird und die Isolation ist wieder vorhanden.

    Schaltet man eine einzelne, oder mehrere solcher losen Kontakte parallel zum Fernhörer, so wird dieser beim Auftreten von höheren Spannung überbrückt.
    Die Störspannung wird dadurch von Fernhörer ferngehalten.

    Die ersten Frittiersicherungen sind in Deutschland bei der bayerischen Telegraphenverwaltung entwickelt und eingesetzt worden. Es wurde in der Anfangszeit aus der Funk Telegraphie gebräuchlichen Frittierröhren verwendet.

    Es wurden aber bald darauf die sogenannten Kugelfritter verwendet. Diese waren einzeln auf jedem Fernplatz aufgestellt.


    Umlaufende Spannungssicherung
    Bei größeren Fernämtern mit mehr als 50 Arbeitsplätzen wurden Spannungssicherungen mit umlaufenden Metalscheiben verwendet. Diese wurden in Sätzen zu je 25 Stück an einer zentralen Stelle angebracht. Ein Antriebsmotor konnte bis zu 250 Einheiten antreiben.

    In dem Kugelfritter (Bild rechts) wird der Nebenschluss zum Fernhörer durch eine Kette loser gelagerten Stahlkugel realisiert.

    Das Uhrwerk  erzeugte jede Sekunde eine kleine Erschütterung und löste dadurch eine leitfähige Verbindung zwischen den Stahlkugeln nach einer Überspannung.

    Die umlaufenden Spannungssicherungen bestanden aus einem hochglanzpoliertem Stahlkörper oder Stahlscheibe die in einer laufenden schnellen Umdrehung gehalten wurden.

    An den beiden Seitenflächen waren kleine Metallfedern angebracht, die einen kleinen schwachen Druck auf die Metallscheibe ausübten. Die Scheibe durchlief eine kleine Wanne aus Öl, sie dient dazu die Reibung zu verringern. Der Ölfilm bildete zusätzlich eine Isolation. Bei einem Durchschlag bei Überspannung wurde durch das weiterlaufen der Scheibe, die Isolation sofort wieder hergestellt.

     


    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Glimmschutzgerät Weitere Informationen verfuegbar Glimmschutzgerät Weitere Informationen : Umlaufende Spannungssicherung Weitere Informationen verfuegbar Umlaufende Spannungssicherung

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