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    Phantomschaltung  146 von 234eine Seite zurückeine Seite vor

    Phantomschaltung
    Phantomschaltung  Stromlaufplan

    Unter der Phantomschaltung versteht man in der Telefontechnik ein Verfahren zur Erhöhung der Anzahl von Sprechkanälen in Fernkabeln ohne dazu zusätzliche Adern zu verlegen.

     

    Hierzu werden die Sprechströme der Phantomkreise zusätzlich in den Doppeladern, den so genannten Stämmen, übertragen. Die Trennung der Sprechkreise erfolgt durch den Einsatz von hochwertigen Fernleitungübertragern an den beiden Enden der Kabelstrecke.

     

    Es wird je ein Phantomkreis (genannt Vierer) aus zwei Stämmen (= zwei Doppeladern) gewonnen, aus vier Stämmen wird dann ein Achter erzeugt.

     

    Wegen des geringen Gewinns an weiteren Fernsprechwegen (ein Achter schafft nur einen weiteren möglichen Kanal) werden für Sprechkanäle nur Stamm und Vierer verwendet. Hinzu kommt, dass ein vollkommen symmetrischer Aufbau bei mehreren Stämmen immer schwieriger wird.

     

    Die  Phantomschaltung wurde meist zwischen  zwei Vermittlungsstellen des Telefonnetzes angewandt um mehr Gespräche auf der gleichen Leitung zu schalten zu können.

     

    Heutzutage wird das Verfahren nicht mehr verwendet. Es ist durch das Trägerfrequenz-Verfahren abgelöst worden.

     

     

    Funktion:

    Durch die Einspeisung der Phantomsprechströme in die Sekundär Mittelanzapfungen in den Leitungsübertragern wird erreicht, dass sich die magnetischen Wirkungen aufheben und die Phantomströme auf den Primärseiten der Stämme keine Spannung induzieren. Eine hohe Symmetrie der Anordnung ist vorausgesetzt, kommt es zu keiner gegenseitigen Beeinflussung der Sprechkanäle.

     

    Somit können beim Achter mit nur vier Leitungspaaren sieben Sprechkanäle übertragen werden, wobei die Symmetrie und die Potentialtrennung voneinander und vom Erdpotential erhalten bleiben.

     

    Die Übertragerwicklungen haben einen Wickelsinn, so dass:

     

    die Kanäle 1, 3, 5 und 7 symmetrisch über die beiden Leitungen der vier Stämme übertragen werden

    und die Kanäle 2 und 6 symmetrisch über je beide Leitungen von Stamm 1 und 2 bzw. 3 und 4 übertragen werden, der Kanal 4 symmetrisch über je alle vier Leitungen von Stamm 1, 2 und 3, 4 übertragen

     


    Phantomschaltung 2 leitungen 3 Gespräche

    Der rechte Schaltplan zeigt eine Phantomschaltung mit 3 Gesprächsleitungen über 2 Fernleitungen. Die ersten Laborexperimente wurden dazu im Jahr 1882 in Berlin durchgeführt.


    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Fernleitungsübertrager Gestell - FLÜ Weitere Informationen verfuegbar Fernleitungsübertrager Gestell - FLÜ Weitere Informationen : Baubeginn des Rheinlandkabels Weitere Informationen verfuegbar Baubeginn des Rheinlandkabels
    Weitere Informationen : Viererverseilung Weitere Informationen verfuegbar Viererverseilung Weitere Informationen : 1882 *** Kurznachrichten *** Weitere Informationen verfuegbar 1882 *** Kurznachrichten ***

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