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    Fernsprechtechnik - Niederfrequenzv....  5 von 16eine Seite zurückeine Seite vor

    von 1951-1956
    Quelle: wayback.archive.org

    Fernsprechtechnik - Niederfrequenzverstärkeramt
    Fernmeldehochhaus - Niederfrequenzverstärkeramt

    Die Einrichtungen des Niederfrequenzverstärkeramtes im 2. Obergeschoß dienen in erster Linie der Entdämpfung und Entzerrung von ankommenden Fernsprechleitungen und der Rufübertragung.

    Wir finden hier den universell einsetzbaren Allverstärker II, Tonfrequenzrufumsetzer 500/20 Hz, 2.280 Hz und 3.000 Hz.

    Der Betriebsraum umfasst etwa 900 qm Nutzfläche und kann im Endausbau bis zu 1.600 Allverstärker und 3.000 Tonfrequenzrufumsetzer aufnehmen.

    Zur Zeit sind rund 800 Allverstärker II und 1450 Tonfrequenzrufumsetzer in Betrieb, außerdem noch etwa 120 Zweibandendsatzverstärker sowie 20 Zweibandzwischenverstärker. Der Gestell Abstand beträgt hier 1,40 m/1,20 m(Mitte bis Mitte) bei einer Bodenbelastbarkeit von 600 kg/qm.

    Rechtes Bild: NF-Verstärkeramt, zweites OG
    Foto:Fmtz Darmstadt

    Der Aufbau der Einrichtungen und die Überleitung von den alten Räumen in das Fernmeldehochhaus vollzog sich mit Hilfe einer Umschalte Einheit in ähnlicher Weise wie im Trägerfrequenzverstärkeramt.

    Einer reiflichen Überlegung bedurfte es bei der Vorplanung hinsichtlich der Kabelführung, der Anordnung von Hauptverteilern und Amtskabelrosten. Einmal galt es, die umfangreiche, mannigfaltige Schaltlast in übersichtlicher Weise zu bewältigen, und zum anderen durfte man im Hinblick auf künftige Erweiterungen sich die Wege nicht verbauen und musste daher zweckmäßige Reserven schaffen.

    Das Problem wurde zunächst durch die Aufstellung und Beschaltung zweier Hauptverteiler neuerer Bauart mit je 17 Verteilergestellen gelöst. Während der eine (Vh Tf) mit den Kanalein- und Ausgängen aller Tf-Systeme beschaltet ist, nimmt der andere (Vh Nf 1) sämtliche Amtseinrichtungen des Niederfrequenzverstärkeramtes auf.

    Der Tf-Hauptverteiler und der Nf-Hauptverteiler befinden sich also Front an Front in gleichen Betriebsräumen. Die Aufstellung eines weiteren Hauptverteilers (Vh Nf 2) ist geplant.

    Selbst die Angaben, dass hier an Ort und Stelle etwa 250.000 Lötstellen gefertigt und im Erstausbau an die 25 km Systemkabel verlegt wurden, können kaum ein Bild von den ungeheuren Schaltarbeiten vermitteln.

    Mit Blech verkleidete Gestell Füße, in denen sich die Netzanschlüsse für Handlampe oder Lötkolben befinden und verkleidete Amtskabelroste zeigen auch hier eine sehr moderne Amtsbautechnik.

    Die Systemkabel werden nicht mehr gebunden, sie liegen lose, von Abstandstiften zu einem Paket gehalten, in den Amtsrosten. Die Wechselstrommeßstelle wird mit neuzeitlichen, hufeisenförmig abgewinkelten Messtischen ausgerüstet, die ein Pegelbildgerät und einen Pegelschreibzusatz enthalten.

    Für die Abwicklung des Fernkabeldienstleitungsverkehrs wird eine Vermittlung mit 5 Schränken F 36 aufgebaut, deren Vielfachfeld mit rund 4oo Klinken beschaltet wird.



    Quelle: wayback.archive.org


    Zeitraum  1951
    Land:  D

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