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    Ortsansage  143 von 234eine Seite zurückeine Seite vor

    Ortsansage
    Häufigkeitsverteilung der Wahlpause

    In der Landesfernwahl wird dem Teilnehmer die Vermittlungsarbeit aufgebürdet, die bisher vom Fernamt geleistet wurde.

    Für die Verwaltung entsteht damit die Verpflichtung, alle Möglichkeiten auszuschöpfen um diese Arbeit zu erleichtern. Als besonders glücklich erweist sich ein Vorschlag, nach der Wahl der Kennzahl den Namen des Ortes zu übertragen und so den erfolgreichen Verbindungsaufbau auf der Fernnetzebene zu bestätigen.

    Die Ortsansage ist sozusagen der Wegweiser, der dem Teilnehmer besagt, dass er sich auf dem richtigen Wege befindet. Ein Betriebsverfahren dieser Art dürfte zum technischen Verständnis der Landesfernwahl erheblich beitragen und diese populär machen. Auch für den Entstörungsdienst bedeutet die Ortsansage ein großes Hilfsmittel.

    Die Störung kann genauer beschrieben und die Verbindung leichter eingegrenzt werden. Betriebs Erfahrungen in einigen Städtewahlbeziehungen haben diese Erfolge bestätigt.

    Der Vorgang spielt sich folgendermaßen ab. Der Teilnehmer nimmt den Hörer an das Ohr und wählt anschließend die Kennzahl. War die Verbindung erfolgreich, dann ertönt der Name des gewünschten Ortes in ständiger Wiederholung z. B. »Hamburg«, »Hamburg«. Der Teilnehmer weiß also, dass der Verbindungsaufbau bis dahin richtig war. Beruhigt wählt er die Rufnummer.

    Hat das Anhören der Ortsansage eine Verlustzeit zur Folge?

    Erfahrungsgemäß macht der Teilnehmer nach der Wahl der Kennzahl ohnedies eine längere Pause. Er wählt die einzelnen Ziffern nicht zügig hintereinander, sondern in Gruppen.

    Der natürliche Einschnitt in der Ziffernfolge liegt dabei zwischen der Kennzahl und der Rufnummer.
    Häufigkeitskurven über die Pausendauer bestätigen dieses Verhalten. Die Pause ist dabei definiert als der zeitliche Abstand zwischen dem Ende einer Impulsreihe und dem Beginn der nächsten. Die Zeitdauer für den Aufzug der Nummernscheibe ist darin eingeschlossen. Sie beträgt im Mittel 500 ms, wenn die Ziffer 5 als Durchschnitt betrachtet wird. 

    Das Bild zeigt, dass die Pause, die der Teilnehmer nach der Wahl der Kennzahl einlegt (Kurve a), sichtlich aus dem Rahmen aller übrigen Pausenzeiten (Kurve b) heraus fällt. Während der arithmetische Mittelwert im Allgemeinen 1.000 ms beträgt, weist die Pause nach der Wahl der Kennzahl die doppelte Länge auf (2.000 ms). Hört also der Teilnehmer die Ortsansage nicht länger als 2.000 – 500 = 1500ms an, dann entsteht keine zusätzliche Verlustzeit.

    Mit großer Wahrscheinlichkeit ist anderseits anzunehmen, dass die Ortsansage als Bestätigung der richtigen Wahl der Kennzahl den Teilnehmer ermuntert, die anschließende Rufnummer rascher und zügiger, d. h. mit der Unbekümmertheit zu wählen, die er im eigenen Ortsnetz gewohnt ist.

    Die Verhältnisse werden ungünstiger, wenn die Ansteuerung der Fernverkehrswege durch Speicher- und Umrechnung verzögert wird.

    Achtet der Teilnehmer in diesem Falle nach der Wahl der Kennzahl auf die Ortsansage, dann tritt die unvermeidbare Verzögerung als echter Verlust in der Form einer Wartezeit auf. Denn die Ortsansage ertönt erst, wenn die Verbindung bis zum Zielort aufgebaut ist. Wählt der Teilnehmer dagegen zügig weiter, dann kann der Speicher während der Rufnummernwahl den Zeitverlust durch raschere Ausspeicherung zum Teil wieder aufholen.


    Die Bedenken wären gerechtfertigt, wenn das Anhören der Ortsansage vorgeschrieben würde. Jede Verbindung wäre dann mit einer Zwangspause belastet. Bedeutet die Ortsansage aber nur ein fakultatives Hörzeichen. wie es in der Landesfernwahl vorgesehen ist, dann steht es dem Teilnehmer frei, die Ortsansage anzuhören oder durchzuwählen.

    Der geübte Teilnehmer oder der Angestellte, der die Fernsprechrechnung nicht bezahlen muss, wird sich um die Ortsansage wenig kümmern. Der ungeübte Teilnehmer, dessen Privatgespräche auf sein eigenes Konto gehen, wird dagegen dankbar auf die Ortsansage achten.

    Die Wartezeiten belasten daher kaum die Hauptverkehrsstunden, die durch den Geschäftsverkehr bestimmt werden, sondern die verkehrsschwachen Zeiten, in denen genügend Leitungen zur Verfügung stehen.


    OrtsansagegerätOrts Ansagegeräte sind auf der Grundlage des Lichtton- und des Magnettonverfahrens entwickelt worden. Für den beabsichtigten Zweck hat sich ein Magnettongerät  als besonders geeignet erwiesen (rechtes Bild).

    Ein Synchronmotor bewegt ein Tonrad, auf dessen Umfang das mit dem Ortsnamen besprochene Magnettonband aufgespannt ist. In einem Abstand von 0,05 mm tastet ein Hörkopf das Band ab und überträgt die induzierten Ströme auf einen Verstärker. Da der Hörkopf auf dem Bande nicht schleift, tritt praktisch keine Abnützung ein. Das hohe Trägheitsmoment des Tonrades verhindert Tonschwankungen durch plötzliche Netzspannungsänderungen.

    Als Sendepegel der Ortsansage, gemessen an den Sprechadern bei 600 Ohm Anschlüssen hat sich ein Wert von - 1 N bewährt. Das entspricht einer Sendespannung von etwa 300 mV. Lässt man äußersten Falles die Lautstärke 1 N unter den Normalpegel sinken, so können von einem Orts Ansagegerät bei einem Innenwiderstand von 3 Ohm und einer Leerlaufspannung von rund 1,5 V etwa 1.500 Leitungen gleichzeitig versorgt werden.

    Das Magnettonband wird jeweils in 2 Sekunden abgetastet. In der Regel wird das Band so besprochen, dass ein einsilbiger oder mehrsilbiger Ortsname bei einer Umdrehung zweimal wiederkehrt. Drei- oder mehrsilbige Namen können nur einmal aufgesprochen werden. Die Zwischenpause wird absichtlich kurz gehalten, um eine drängende Wirkung auszuüben. Das rasche Ansagetempo soll den Teilnehmer zu ebenso raschem Handeln veranlassen und die Weiterwahl beschleunigen.

    Die Ortsansage wird vom ersten Wähler der Ortsnetzebene, dem OGW, wie der Besetztton induktiv über Drossel- oder Relaiswicklungen auf die Sprechadern übertragen.

    Sobald der Wähler seine Ruhelage verlässt, öffnet der Kopfkontakt k oder der Nockenkontakt  nl den Anschaltkreis. Während des Gesprächs sind Drossel und Impulsrelais von den Sprechadern abgeschaltet.


    Wird der OGW durch einen Impulsunterdrücker (IU) ersetzt, so muss dieser die Ortsansage an- und abschalten.

    Die Kosten für die Einführung der Ortsansage sind gering. Sie fallen im Rahmen der Gesamtinvestitionen noch weniger ins Gewicht, wenn, wie beabsichtigt, die Ortsansage mit der Bescheidansage in einem Gerät vereinigt wird.

    Das Ansagegerät soll zu diesem Zweck mit einem zweiten Tonrad und einer Doppelspur auf jedem der beiden Bänder versehen werden, um neben der Ortsansage die Bescheidtexte zu übertragen: »Ohne Anschluss«, »Außer Betrieb«, »Neue Rufnummer«.


    Abkürzung:  OAns

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