Erste Fernsprechvermittlungsstelle in Österreich
Zeitraum  1881 1. Dezember
Land:  A
Telephonzentrale - Wien Friedrichstrasse um das Jahr 1885

Vergabe der ersten Konzessionen

Das Handelsministerium erteilte im Jahr 1881 der Wiener Privat-Telegrafengesellschaft die erste Konzession zum Betrieb von Telefonanlagen. Es handelt sich um einen Radius von 15 km rund um den Wiener Stephansdom. Weitere Konzessionen wurden laufend ausgegeben. 

Eröffnung der ersten Telefonzentrale in Wien

Am 1. Dezember im Jahr 1881 wurde in Wien im ersten Bezirk Friedrichstraße 6, die erste Fernsprechvermittlungsstelle mit Handvermittlung eröffnet.
Die österreichische Öffentlichkeit verhielt sich gegenüber dem neuen Medium noch sehr zurückhaltend.

Am Ende des Jahres 1881 betrug die Anzahl der „Telefonabonnenten“ 154. Als Teilnehmer gehörten fast alle großen Firmen, Banken und Zeitungen dazu.

Brand des Ringtheaters

Eine Woche nachdem das Wiener Telefonnetz in Betrieb gesetzt wurde, kam es am 8. Dezember 1881 zu einer Brandkatastrophe. Das Ringtheater brannte. Obwohl das Theater zum Kreis der „Telefonabonnenten“ gehörte, konnte niemand per Telefon eine Hilfe herbeirufen. Die Polizei und auch die Feuerwehr besaßen noch kein Telefon.


Das Bild zeigt die Telefonzentrale mit Handvermittlung in Wien, Friedrichstraße 6 um das Jahr 1885. Bildquelle: Fotoarchiv A1 Telekom Austria
Urheber: A1 Telekom Austria

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Umschalter Schäffler

Das rechte Bild zeigt den Umschalter von Schäffler.

Erster Telefonumschalter der Wiener Privat-Telegraphen-Gesellschaft. Er wurde 1881 von Otto Schäffler entwickelt. 

Bildquelle: "100 Jahre Telefonie in Österreich"

Weitere Information finden Sie unter:
  • Österreich   
  • halbautomatische Teilnehmerwahl durch Vermittlungskräfte in Wien   
  • Gründung des Postmuseums in Wien   
  • Gottlieb Dietl erste Versuche in Wien - 200 Teilnehmer   
  • Beginn der Teilnehmer-Selbstwahl in Wien   
  • Abschluss der halbautomatischen Teilnehmerwahl in Wien.