Fernmeldenotdienst
Abkürzung:  FND
Fernmeldecontainer für den Notdienst

Der Fernmeldenotdienst (FND) war innerhalb der Deutschen Bundespost (später auch innerhalb der Deutschen Telekom) verantwortlich für die Fernmeldeverbindungen im Katastrophen- und Verteidigungsfall.

Für diese Aufgabe verfügte der Fernmeldenotdienst über bundesweit verteilte Lager mit umfassendem Material wie Notstromgeneratoren, Lastkraftwagen und fernmeldetechnischem Gerät.

Jede Oberpostdirektion hatte mehrere Standorte in ihrem Direktionsbereich. In Nordrhein-Westfalen hatte die OPD Köln eine besondere Aufgabe: Sie musste die Handlungsfähigkeit der Bundesregierung im Notfall gewährleisten.

Zwei große Fernmeldenotdiensttrupps wurden deshalb im Bereich der Fernmeldeämter Düren und Aachen eingerichtet. Zum einen in der Ortschaft Baal, zum anderen in Jülich direkt neben der Deutschen Welle (inzwischen aufgelöst). Diese Ortschaften wurden gewählt, da sie abseits der im Verteidigungsfall gefährdeten Städte lagen.


Mit der Privatisierung des Fernmeldewesens und der Auflösung der Fernmeldeämter wurde der Fernmeldenotdienst in die Obhut der zuständigen Technikniederlassungen der Deutschen Telekom übergeben und unter dem Namen „Disaster Recovery Management“ (DRM) weitergeführt.

Das DRM kommt heute nicht ausschließlich bei Katastrophen und Notfällen zum Einsatz, sondern auch, wenn eine Vielzahl von Kommunikationsverbindungen bereitgestellt werden müssen, wie zum Beispiel bei einer Fußball-Weltmeisterschaftoder aber auch Live Übertragungen.

Fernmeldenotdienst Container Innenansicht

Die Bilder zeigen einen Container für den Notdienst der Telekom mit Außen- und Innenansicht.

Die Deutsche Telekom benutzte dazu Container die eine fest eingebaute Vermittlungstechnik beinhalten oder auch nur Container mit Infrastrukturausbau. In diesen wurden dann die zur Übertragung erforderlichen Geräte eingebaut.

Der Text und das Bild ist unter der Lizenz CC-by-sa-3.0 verfügbar

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  • Fernmeldenotvermittlung