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    Telefonanlage in Zürich  70 von 435eine Seite zurückeine Seite vor

    Telefonanlage in Zürich
    Die Telephonanlage in Zürich. V. Wietlisbach hat in der Zeitschrift für angewandte Elektricitätslehre, 1882. S. 339 eingehendere Mittheilungen über die Telefonanlage in Zürich gemacht, denen nachfolgende Angaben entnommen sind.


    Die erste Centralstation in Zürich wurde im Jahr 1880 gebaut und für 200 Theilnehmer eingerichtet; bis 400 wurden zur Not in sie eingeführt, dann wurde eine zweite Centralstation für 500 Theilnehmer im Süden der Stadt angelegt.

    Die Leitungen sind oberirdisch geführt. Die Gestänge wurden anfänglich von Holz gemacht, neuerdings aus Eisen; alle sind mit den Blitzableitern der Häuser verbunden bezieh. mit besonderen Blitzableitern versehen.

    Als Leiter nahm man anfänglich 2 mm Stahldraht, jetzt – namentlich über Plätze und Straßen hinweg – 1mm Phosphorbronzedraht, dessen Festigkeit Verfasser zu 70 bis 90k für 1 qmm fand und der bei seiner geringen Dicke und Schwere leichteres Gestänge zulässt und geringen Durchhang gestattet. Für ganz lange Linien wird der ausgezeichnete 2mm Bessemer-Stahldraht von Felten und Guilleaume mit 250k Festigkeit benutzt.

    Von den polizeilich erlaubten Spannungen von 100 m werden Ausnahmen bis zu 200 m gestattet. Zur Beseitigung des Singens der Drähte werden über alle Isolatoren Kautschukringe gestülpt und dann der Bindedraht um diese Kautschukhülle gewickelt; so wird zugleich die Isolation der Porzellanrollen-Isolatoren erhöht. Überdies ist der Leitungsdraht zu beiden Seiten des Isolators mit einem einige Decimeter langen, 4 mm dicken Bleidraht umwickelt und das Gestänge gegen das Haus durch Kissen von Schlackenwolle, Seidenabfällen u. dgl. in Bleiumhüllung getrennt.

    Die Centralstation hat einen Thurmaufbau von Holz mit Zinkbeschlag, 4m hoch, 1m im Durchmesser, mit Glasdach; durch die Wände werden die Drähte in Hartgummipfropfen eingeführt. Fig. 1., Bd. 247, S. 390 Fig. 2., Bd. 247, S. 390 Die Umschalter der Centralstation enthalten je 50 Verticalschienen für 50 Leitungen und 48 Horizontalschienen mit U-förmigen Ausbiegungen (vgl. Fig. 1) zwischen je 2 Verticalschienen, mit denen sie durch zangenförmige, an einem Stiel aus Hartgummi sitzende Messingfedern (Fig. 2) verbunden werden können. Am unteren Ende des Umschalters sind 50 Fallklappen in 2 Reihen angebracht. Je 5 horizontale Streifen eines Umschalters sind mit je 5 horizontalen Streifen der anderen Umschalter verbunden.

    Beide Centralstationen stehen ferner vorläufig durch 5 Drähte in Verbindung, welche nach 5 unter sich verbundenen Horizontalschienen sämtlicher 8 Umschalter geführt sind. Die Centralstation besitzt eine Bussole mit Taster und eine Batterie aus 4 Elementen, um jeden Morgen sämtliche Linien zu prüfen.

    Die Einführung vom Isolator zum Zimmer des Theilnehmers vermittelt ein 1mm Kupferdraht, der mit Theer und Guttapercha isoliert ist. Die Zimmerleitung bildet ein 1mm dicker, mit Paraffin und Baumwolle isolierter Kupferdraht. Als Erdleitung wird die Wasser- bezieh. Gasleitung benutzt und, wo dies nicht angeht, wird ein 1m,5 langer, 10 bis 20 mm dicker, zugespitzter Eisenstab in die feuchte Erde eingerammt. Wo der Draht nicht an die Wasserleitung angelöthet werden kann, legt man um dieselbe zangenartige eiserne Klemmen.

    An Apparaten erhält jeder Theilnehmer einen Blake-Geber (1881 241 236), ein Bell-Telephon und einen Inductionswecker, nebst einem selbstthätigen Hebelumschalter, an welchen man das Telephon aufhängt, so lange es nicht zum Hören gebraucht wird. Bezüglich der Schaltung, die weiter nichts Besonderes bietet, verweisen wir auf die Quelle.

    Erwähnt sei aber, daſs, wenn 2 Theilnehmer in dieselbe Linie eingeschaltet werden, der näher an der Centralstation liegende Theilnehmer einen kleinen Umschalter erhält, mittels dessen er die von dem ferner gelegenen Ort kommende Leitung isolirt, so lange er selbst mit der Centralstation bezieh. über diese hinaus verkehrt.

    In den Centralstationen versehen von 7 bis 9 Uhr Abends Mädchen, in der Nacht je 1 Mann den Dienst. Dabei reicht selbst während des regsten Verkehres eine Telephonistin für 100 Theilnehmer aus. Für die 500 Theilnehmer sind 8 Telephonistinnen und 2 Telephonisten angestellt. Die Zahl der täglichen Verbindungen beträgt etwa 1200; sie ist in stetem Steigen begriffen.

    In den verkehrsreichsten Gegenden der Stadt sind 12 öffentliche Sprechstationen errichtet, welche Jedermann gegen Bezahlung von 16 Pf. für ¼ Stunde verwenden darf.

    Die Benutzung derselben nimmt immer zu, ist aber noch schwach (etwa 1,5 Verbindungen für Station und Tag). Den Verkehr der Theilnehmer mit dem Telegraphenamte vermitteln 2 Stationen, von denen die eine aufzugebende Telegramme empfängt, die andere angekommene an die Theilnehmer übermittelt; die Zahl dieser sogen. Phonogramme betrug im letzten Jahre bei durchschnittlich 300 Theilnehmern 8.914.

    Bei Nacht werden die Drähte des Telephonnetzes dazu benutzt, um Sicherheitseinrichtungen gegen Einbruch in Verbindung mit der Centralstation zu setzen; dazu werden Kassaschränke, Fenster, Thüren mit Contactvorrichtungen versehen. Dieselben werden gewöhnlich mit Ruhestrom betrieben, damit sie nicht durch Zerschneiden des Leitungsdrahtes unwirksam gemacht werden können.

    Beim Theilnehmer befindet sich gewöhnlich eine Localbatterie mit Relais; nur bei kleinen Einrichtungen werden die Contacte unmittelbar an die Linie angeschlossen. Beim Fallen der Klappe in der Centralstation benachrichtigt diese rasch den nächsten Polizeiposten, oder verfährt sonst nach gegebener Vorschrift. Oft hat auch der Theilnehmer eine elektrische Klingel mit Relais und Localbatterie in seiner Wohnung.

    Die Centralstation besorgt ferner das Wecken der Theilnehmer zu beliebiger Nachtstunde mittels einer im Schlafzimmer aufgestellten elektrischen Klingel, welche mit Hilfe eines Umschalters eingeschaltet wird.

    Ein versuchsweise eingerichteter Commissionsdienst hat keine Bedeutung erlangt, scheint also kein Bedürfniſs zu sein.

    Die Verwaltungs- und Polizeibehörden der Stadt benutzen ungefähr 40 Stationen zu dienstlichen Zwecken.

    Die Theilnehmer haben 80, 120, 160 und 200 M. zu zahlen, je nach Ausdehnung und Wichtigkeit des Gebrauches der Einrichtung; der Durchschnittspreis ist 108 M.

    Von entfernteren Theilnehmern wird ein Zuschlag von 4 M. für 1 km erhoben. Die geringen Kosten und die Abstufung derselben veranlassten jedenfalls hauptsächlich die rasche Ausdehnung des Netzes; auf 160 Einwohner kommt 1 Station.

    In nächster Zeit sollen alle Ortschaften, die in unmittelbarem geschäftlichem Verkehr mit Zürich stehen, in das Netz einbezogen werden. So sollen in Winterthur, Wädensweil, Thalweit u.s.w. kleinere Centralstationen errichtet und mit Zürich verbunden werden.

    Verfasser gibt dann zum Schluſs noch einen Wink, wie die Inductionswirkung einander parallel laufender Drähte auf einander durch Vergrößerung der in sie eingeschalteten Instrumente vermindert werden könne.

    Text unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar

    Zeitraum  1882
    Land:  CH

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