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    Homepage > Telefontechnik > Geschichte Telekommunikation bis 1999
    1903 *** Kurznachrichten ***  124 von 436eine Seite zurückeine Seite vor

    1903 *** Kurznachrichten ***
    Berlin Nationaldenkmal
    • 12. Februar: Mit großem Interesse verfolgte der Kaiser Wilhelm II. die Vorführung des Schnelltelegrafen von Pollak und Virag in der Technischen Hochschule von Berlin.

    • Die ersten Fernsprechnetze mit ZB (Zentralbatterie Betrieb) wurden in Berlin, Kiel und Königsberg in Betrieb gesetzt. Für den Anruf zum Amt wurd der bei den Sprechstellen vorhandene Kurbelinduktor weiterhin beibehalten.

    • 27. Mai: In Berlin schlossen sich die funktechnischen Studiengruppen Professor Slaby Graf Arco AEG und Professor Braun Siemens & Halske zur Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m.b.H. (Telefunken) zusammen.

    • 4. August Berlin: Es wurde die erste internationale Konferenz für drahtlose Telegraphie eröffnet. Die deutsche Elektroindustrie als Veranstalter bemühte sich um internationale Absprachen für spätere Verträge über den Einsatz dieser für den Seeverkehr bedeutenden Funktechnik. Am 8. August endete die auch als Vorkonferenz bezeichnete Zusammenkunft jedoch noch ohne konkrete Absprachen.

    • 15. November: die zweite Versuchsanlage für Selbstwählbetrieb für 1.000 Anschlusseinheiten wurde mit Material aus der USA in Berlin aufgebaut. Die neue Anlage war nach dem 10.000 System aufgebaut und für 1.000 Anschlüsse ausgelegt. Eine Verbindung von dieser Versuchsanlage zum öffentlichen Fernsprechnetz in Berlin war nicht möglich.

    • 24. November: Das deutsche Reichspostamt lehnte den Antrag der Handelskammer vom niederrheinisch westfälischen Industriebezirks auf Verminderung der Fernsprechgebühren ab. Es wurde vor allem kritisiert, die Erhebung der vollen 3 Minuten Gebühr bei der Überziehung der normalen Gesprächszeit von drei Minuten. Für weitere drei Minuten müssen wiederholt die vollen Gebühren bezahlt werden.

    • Krarup Kabel: Die ersten Kabel nach diesem System wurden in der Nord- und Ostsee verlegt. Ein Kabel mit einer Länge von 75,5 km wurde zwischen Dühnen und Helgoland ausgelegt. Es hatte 2 Doppeladern, wovon eine für das Fernsprechen und die andere für das Telegraphieren verwendet wurde. Dieses System wurde später zugunsten der Pupinkabel aufgeben.

    • Dieselhorst Martin: Die Diesehort-Martin-Verseilung ensteht. Es konnte hier durch eine Phantom-Schaltung ein zusätzlicher Sprechkreis geschaffen werden.

    • Beschaffung: Die Beschaffung von Fernmeldebauzeug und Fernmeldebaugerät wurde in 8 sogenannten Beschaffungsoberpostdirektionen übertragen.

    • Österreich 17. August: Es wurde im Wiener Südbahnhof der erste Telefonautomat (Münzfernsprecher) in Betrieb genommen.

    • Ungarn: Budapest erhielt die erste Vermittlungsstelle mit Zentralbatterie Betrieb. Diese Anlage war für 10.000 Anschlusseinheiten ausgelegt.

    • Spanien 9. März: ein Dekret stellt die Einrichtung und Betrieb von Fernsprechanlagen als Staatsregal fest, gleichzeitig wird aber das Recht einer Konzessionsvergabe eingeräumt. Die Höchstdauer eine Konzession war mit 20 Jahren festgesetzt. Nach diesen 20 Jahren gehen die Netze ohne Entschädigungsanspruch an den Staat über.

       
    • Frankreich 28. März: Jean Maurice Emile Baudot starb mit 68 Jahren in Sceaux bei Paris.
      1869 trat er als Telegraphist bei der staatlichen Post- und Telegraphenverwaltung ein.

    • Schweden: Erster Fernsprechverkehr zwischen Schweden und Deutschland. 

    • Dänemark 1903 / 1907: Die neuen Krarup Seekabel zwischen Fehmarn – Laaland verbesserten die Übertragungsgüte.

    • Norwegen 1. Oktober: Eröffnung des Sprechverkehrs zwischen Norwegen und Deutschland wird über die Trasse durch Dänemark durchgeführt.



    Polytechn 1903 Figur 1

    Bericht aus dem Polytechnischen Journal 1903, Band 318 (S. 78–79)


    Die selbsttätigen (automatischen) Telefonapparate und Vermittlungsämter.

    Dieses weicht von dem vorgeschriebenen Strowger System ab und sei deshalb in kurzen Zügen angegeben. Die besonderen Eigenheiten bestehen darin, dass, so lange der Fernhörer des Anrufapparates abgehängt ist, durch eingetretene Verriegelung ein Anruf und Störung von außerhalb nicht möglich ist. Ferner kommen nur wenig Elektromagneten und Relais, dagegen ein Elektromotor zur Verwendung, und zum Einstellen der gewünschten Teilnehmernummer dienen bei einer Teilnehmerzahl bis zu 100 an dem Sprechapparat zwei Zifferblätter, von denen das eine die Einer-, das andere die Zehnernummern der Teilnehmer enthält.

    Die Teilnehmerapparate sind durch eine Doppelleitung mit dem automatischen Vermittlungsamt verbunden und führen daselbst zu zwei parallel verlaufenden, von einander isolierten Schienen. Diese stehen in Verbindung mit den ebenfalls von einander isolierten Federn eines beweglichen Schlittens, der auf den Schienen seine Führung erhält. In der Normalstellung stehen die Schlitten am Ende der zugehörigen Schienen, auf welchen sie sich bei einem Anruf fortbewegen, wobei sie mittels der vorgenannten Federn Kontaktstifte berühren, die paarweise gegenüberliegend, an den Schienen isoliert und rechtwinklig befestigt sind. Hierdurch wird der betreffende Stromkreis geschlossen.

    Ruft nun ein Teilnehmer an, dann wird die Sperrklinke des Schlittens ausgelöst und dieser gleitet auf der Schiene entlang, die mechanischen Vorrichtungen der auf den gewöhnlichen Aemtern verbindenden Personen automatisch erfüllend.

    Die Trennung der Gesprächs verbin düngen geschieht ebenfalls durch Anhängen des Hörers, wodurch die Schlitten wieder in ihre Ruhelage zurückkehren.

    Eine Verbesserung an dem System der Doppelschlitten und Auslösungen durch positive und negative Stromstösse hat wiederum Roger William Wallace dadurch getroffen, oder wenigstens zunächst versucht, dass die einzelnen Sprechapparate einer Teilnehmergruppe durch einen Draht mit Querschienen verbunden sind, deren Anzahl derjenigen der Teilnehmergruppen entspricht. Die Querschienen sind dann über Kontaktstifte mit einem Umschalter verbunden, welcher nach Passieren des nach allen Seiten beweglichen Schlittens die definitive Verbindung bewirken soll.

    Eine weitere Einzelkonstruktion an derartigen Einrichtungen ist von Anthong von Wagenen in Sioux City an den Schalt- und Sperrklinken zum Zwecke sicheren Eingreifens getroffen. Dieselbe ist derart, dass die eine Klinke beim Stromschluss direkt ausgelöst wird, dadurch der zweiten die Bewegung gibt und hierdurch nach Art eines Echappements wirkt. Hierbei sind die Klinken auf verschiedenen Zapfen einzeln einstellbar gelagert und gestatten von einander unabhängig ihre Einstellung zum Sperrrad.

    Der Vollständigkeit halber sei weiter das kürzlich bekannt gewordene, selbsttätige Fernsprechsystem von Albert W. Bullard in Sommerville nach dem amerikanischen Patent No. 709739 angeführt. Die Schaltungsanordnung ist in Figur 1 schematisch angegeben. Rechts und links befinden sich im oberen Teil des Schemas zwei Teilnehmerapparate, welche mit den Nummern No. III (linker Apparat) und No. 222 (rechter Apparat) bezeichnet seien. Es bedeutet d die Drucktaste, S das Relais mit dem Elektromagneten M und einem Kontakt A. Im Vermittelungsumschalter sind die Elektromagnete mit D und E bezeichnet, während F einen dritten Elektromagneten mit einem Schalterknopf N-H, J-O Relais, B Stromquellen bezeichnet. Die mit einem Index versehenen Buchstaben sind die entsprechenden, zur anderen Fernsprechstation gehörenden Apparatteile. Der Anruf und Stromverlauf gestaltet sich dann folgendermaßen:

    Wenn der Teilnehmer No. 111 einen anderen Teilnehmer z.B. No. 222 zu sprechen wünscht, so stellt er den Zeiger seines Schalters, bzw. Nummernscheibe, deren Konstruktionsart in D. p. J. 1902, S. 757 bereits genannt ist, zuerst auf die Zahl 2 und drückt dann den Druckknopf d für die Hundertzahl. Hierdurch schließt der Knopf den Kontakt A mit den Elektromagneten, indem ein Strom einer Wechselstromdynamo G über die Kontakte N, Relais S, Magnet D, Linienleitung Magnet M und Erde geschlossen wird. Ein Echappement bewegt dann auf dem Amte die Hundertscheibe, wobei die Einer- und Zehner-Schallscheiben noch in ihrer Ruhestellung verharren. Nach dieser Tätigkeit stellt der Teilnehmer No. 111 zur endgültigen Verbindung mit dem Teilnehmer No. 222 die Einer- und Zehnerzahl 22 ein und schaltet nach Niederdrückung des Druckknopfes über die zweite Linienleitung über den Elektromagneten E den weiteren Mechanismus des Amtes ein. Der Schluss der Verbindungsleitung auf dem Amte erfolgt dann durch Abheben des Hörers vom Haken der rufenden Station No. 111 und Einschaltung des Magneten F mit seinem Kontakt N. Die Relais H und J besorgen hierbei eine Kurzschließung der Magnete D und E. Das Relais 4 verbindet den Stromschluss über N1 und O1 und Erde die Linienleitung zum Teilnehmer No. 222, dessen Wecker so lange läutet, bis dieser seinen Hörer vom Haken nimmt.

    Sollte die Leitung zum Teilnehmer No. 222 besetzt sein, so kann, da gleiche Potentiale herrschen werden, das Relais 4 nicht in Wirkung kommen, was sich dem rufenden Teilnehmer No. 111 durch ein Summen in seinem Hörer bekannt gibt.

    Im Anschluss hieran hat Bullard mit Malcalm C. Barty in dem amerikanischen Patent No. 709740 noch andere Einrichtungen niedergelegt, durch welche für kleinere Vermittlungsämter, für alle Teilnehmer eine gemeinschaftliche Vorrichtung auf dem selbsttätigen Vermittelungsamte vorgesehen ist. Beide Einrichtungen, bezw. Patente befinden sich in Händen der American Bell Telephone Company.


    Zeitraum  1903

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