Bayern Online EDV Administration Internet Hosting Email Archivierung und Historische Fernmeldetechnik Bayern Online EDV Administration und Historische Fernmeldetechnik EDV Service | Historische Fernmeldetechnik | Bildersammlung
Suchen
info@bayern-online.com
Tel: 0160-6753587


 

Webseiten
  • Homepage
  • Was ist Neu
  • Suchen
  • Suchen - Neu
  • Spritkosten Berechnen
  • Impressum
  • AGB
  • Haftungsausschluss
  • Sitemap
  • Login
  • Marktplatz

  • Kategorien
     > Telefontechnik
       >> Geschichte Teleko..
       Lexikon
       Vorwort
       Chronik des Fernmeld..
       Abkürzungen
       Videos
       Hauptbauteile
       Landesfernwahl
       Systeme Liste
       Verbreitung in Europ..
       Bilder
       Stromversorgung
       Animationen
       Links
       2 Sprechstellen mit..
       Vorfeldeinrichtungen
       Rund um die Telefont..
       Schaltungen
       Zusatzeinrichtungen
       Verbindungen
       Fernsprechauskunft
       Biografien
       1909 bis 1922
       Reichspostsystem - B..
       System Dietl Wien
       System 22
       System 27
       System 29
       System 31
       System 34
       System 40
       Wählsystem 48
       Wählsystem 48M
       System 50
       System 55 (EMD)
       System EMK
       Endamt 57
       System 58
       Endämter mit Koordin..
       Technische Dokumenta..
       Fachbuch 40 Jahre Fe..
       Fachbuch Das Rheinla..
       Das Fernsprechkabel ..
       Fachbuch Feyerabend
       Cyclopedia Telephony..
     Bilder
     Webmail Zugang
     Netzwerk EDV Service
     Email-Hilfe
     Schaltpläne
     Rundfunk

     
    Homepage > Telefontechnik > Geschichte Telekommunikation bis 1999
    1889 *** Kurznachrichten ***  90 von 436eine Seite zurückeine Seite vor

    1889 *** Kurznachrichten ***
    Telegraphen Reliefschreiber Wien 1861
    • Freigabe der Telegrafenleitungen mit Fernsprechbetrieb für das die Allgemeinheit zum führen von Telefongesprächen.

    • 28. Februar: Das Deutsche Reichsgericht in Berlin  definiert Telegrafie als unkörperliche Nachrichtenübertragung. Im R.G.St. Bd 19 Seite 55 kann man lesen: „.....fällt jede Nachrichtenbeförderung, welche nicht durch den Transport des körperlichen Trägers der Nachricht von Ort zu Ort, sondern dadurch bewirkt wird, dass der an einem Ort zum anderen zum sinnlichen Ausdruck gebrachter Gedanke an einem andern Orte sinnlich wahrnehmbar wieder erzeugt wird, dem Wesen der Telegrafenstation anheim.
       
    • XP-Gespräch: Die Gespräche bei denen der Teilnehmer durch einen Boten erst an den Telefonapparat geholt werden muss, bekommen zu einem späteren Zeitpunkt die Beizeichnung XP - Gespräche

    • Das flache Land wird erschlossen: durch die Einbeziehung von circa 5.000 Postanstalten in das Fernsprechnetz hatte der Fernsprecher auf einen Schlag das flache Land erschlossen und brachte dadurch die Beziehungen zu den näheren Städten besser voran.

    • Erklärung von Stephan: Wir werden in der nächsten Zeit in den größeren Städten auf unterirdische Fernsprechleitungen übergehen müssen, die Dächer sind nicht mehr geeignet, die große Anzahl der Leitungen aufzunehmen.

    • 1889: konnte von Stephan den zehntausendsten Telefonanschluss verkünden.

    • Vielfachumschalter: Dieser Schalter mit 3 Arbeitsplätzen (A,B,C) wurde nach dem Zweischnursystem mit Abfrage- und Verbindungsstöpsel eingeführt.

    • Gesprächseinheit: Die Dauer für eine Einheit wurde von 5 auf 3 Minuten verkürzt.

    • Erste Fernsprechleitung zwischen Württemberg und Baden (Stuttgart -- Pforzheim und Heilbronn -- Mannheim) wird eröffnet.

    • Siemens: Der Mitarbeiter C. Frischen führte der Polytechnischen Gesellschaft in Berlin das elektrodynamische Telefon als Lautsprecher vor. Diese öffentliche Vorführung war sehr bemerkenswert. 

    • 26. November: Emil Berliner demonstrierte das Grammophon den staunenden Experten der Berliner Elektrotechnischen Gesellschaft, die ihn sofort als Mitglied aufnahmen.

    • Schweiz: Nur die Ortschaften Graubünden, Tessin und Wallis haben noch keine Fernsprechverbindung mit der übrigen Schweiz.

    • Schweden: Die Telegrafenverwaltung beginnt mit dem Bau von Fernleitungen und mit dem Aufkauf von den privaten Netzen.

    • Tschechoslowakei 18. Dezember: Eröffnung der Leitung Prag – Wien, Länge. 307 km.

    • Norwegen: Eröffnung der ersten staatlichen Fernleitung, die staatliche und private Netze verband.

    • USA:  Der Amerikaner A. B. Strowger erfindet mit A. C. Keith den Wähler (Strowger- Wähler). Dieser wurde auch im Jahr 1891 patentiert. Damit wird der Bau automatischer Telefon- Vermittlungsstellen möglich.

      Preece USA: Er machte den Vorschlag durch Drahtkreuzungen das Übersprechen in den Leitungen zu verhindern.

    • Budapest: Der ehemalige Mitarbeiter von Edison, Théodore Puskas, installiert in Budapest den ersten Telefonrundspruch. Er ließ zu bestimmten Zeiten Nachrichten und Musikdarbietungen über das Telefonnetz verbreiten. Diese Anlage wurde im Jahr 1890 vom Staat übernommen und  funktioniert bis in das Jahr 1936.

    Deutsch-Atlantische Telegraphengesellschaft

    Die Deutsch-Atlantische Telegraphengesellschaft (DAT) war eine Gesellschaft, die Seekabel verlegte, um Telegrafie zwischen dem Deutschen Reich und den Vereinigten Staaten zu ermöglichen. Sie wurde am 21. Februar 1889 gegründet, um ein von ausländischen Betreibern unabhängiges Überseekabel zwischen Emden über die Azoren nach New York zu verlegen.

    Den Auftrag erhielt eine Tochter der Kölner Firma Clouth Gummiwerke AG. Das erste Kabel ging am 1. September 1900 in Betrieb. Bereits 1904 wurde wegen wachsendem Verkehrsaufkommen ein zweites Kabel verlegt und in Betrieb genommen. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde das Kabel durch die Briten unterbrochen; erst im Jahre 1925 ging es wieder in Betrieb. Am 27. Januar 1926 nahm die DAT zwei weitere Kabel zwischen Emden und den Azoren in Betrieb.

    Beim Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden die Kabel der DAT wiederum unterbrochen. Erst im Jahre 1954 konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden. Der Firmensitz der DAT wurde bereits 1952 von Emden nach Köln (Hansaring) verlegt. In der Nachkriegszeit waren die Kabelkapazitäten der DAT langfristig vermietet.

    Die DAT war 100%ige Tochter des Gerling-Konzerns. Um 1970 wurde bereits in Köln eine Softwarefirma gegründet sowie ein Rechenzentrum in Koblenz übernommen (Gefa). Die Hauptkunden damals waren Gerling Versicherungen (IBM), die Herstatt-Bank (Honeywell Bull) sowie TUI in Hannover.

    Da in den 1980er Jahren absehbar war, dass das Kabelgeschäft bald enden würde, begann die Umstrukturierung der DAT. Es wurden verschiedene Firmen (Software-Produkte: rhv, Software-Projekte: AGS, COMPAC) aufgekauft oder neu gegründet (Beratung: INTELDAT, Electronic-Mail: MAXDAT), um eine neue Geschäftsgrundlage zu bilden. In den 1990er Jahren konzentrierte sich die DAT dann auf ihr neues Kerngeschäft Software-Projekte und trennte sich von den anderen Geschäftsbereichen.

    Text aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
     
    Bericht aus dem Polytechnischen Journal 1889, Band 271/Miszelle 2 (S. 478–479)

    Über die Entwickelung der Telegraphie und namentlich des Fernsprechwesens.

    machte in der Reichstags-Sitzung vom 18. Januar der Staatssekretär v. Stephan folgende Mitteilungen: „Der Umfang sämtlicher Telegraphenlinien auf der Erde beträgt gegenwärtig 966.900km, also etwa 26 mal der Umfang des Äquators.

    Die Leitungsdrähte haben eine Ausdehnung von 272.4000 km; das ist 80-mal der Umfang der Erde. Auf Europa fallen von der Gesamtlänge der Telegraphenlinien von 966.900 km 358.500 km, davon auf Deutschland 86.736km mit 283.907km Leitung. Auf Amerika fallen 28.4200 km, auf Asien 81.250 km, auf Australien 42.020 km, auf Afrika 20.940 km.

    Das sind die Landlinien. Im Meere haben wir augenblicklich einen Gesamtbestand von 950 Kabeln, von diesen waren durch die Staaten unterhalten und von den Staatsverwaltungen angelegt, namentlich in den Binnenmeeren Europas, 774 Kabel mit 12.132 Seemeilen. Von Privatgesellschaften werden betrieben – das sind die großen ozeanischen Kabel – 176 mit 100.569 Seemeilen. Endlich beträgt die Gesamtzahl der auf der Erde im Dienste befindlichen Telegraphenapparate 160.000.

    Auch das Fernsprechen hat einen großen Aufschwung genommen, und zwar ist das Fernsprechnetz in Berlin das weitaus größte der ganzen Welt. Es übertrifft diejenigen von London, Paris, selbst New-York bei Weitem.

    Im deutschen Reichstelegraphengebiete bestanden Ende 1887 164 Stadt-Fernsprech-Einrichtungen, welche im Ganzen 31.325 Sprechstellen mit 45198 km Leitungen umfassen.

    Diese Zahlen werden nur übertroffen durch die Vereinigten Staaten, weil das Stadt-Fernsprechwesen in einer großen Anzahl volkreicher Industriestädte und bei den Gewohnheiten der amerikanischen Gesellschaft dort eine viel größere Ausdehnung hat.

    Dort beträgt die Zahl der Fernsprechnetze 739, die Gesamtzahl der Fernsprechteilnehmer 158.712. Dagegen betrug in Berlin allein in der angegebenen Zeit – jetzt ist es viel mehr – die Zahl der Teilnehmer 8597. Jetzt haben wir etwa 10.000, so daſs also von 200 Einwohnern in Berlin immer einer an das Fernsprechnetz angeschlossen ist. New-York hat nur 6.902, Paris 5.330, London sogar nur 4.596, Wien 1.200 Teilnehmer. Während in ganz Deutschland die Zahl der Fernsprechstellen 33.000 beträgt, beläuft sie sich in Österreich-Ungarn nur auf 4.200, in Belgien auf 4.674, in Dänemark auf 1.837, in Spanien auf 2.218, wovon auf Madrid 1.242 entfallen. Frankreich hatte nur 28 Fernsprechanlagen, von denen zwei auf Algerien kamen. Im Ganzen zählen die Anlagen in Frankreich 9.487 Teilnehmer. Großbritannien besaß 122 Fernsprechnetze mit 20.426 Teilnehmern, Italien 28 Fernsprechnetze mit 9.183 Teilnehmern, wovon 1.835 auf Rom, 1.213 auf Neapel und 748 auf Florenz kommen. In Luxemburg beträgt die Zahl der Anlagen 15, die der Teilnehmer 483. Norwegen verfügt über 21 Fernsprechnetze mit 3.930 Teilnehmern. Die Niederlande besitzen neun Netze mit 2.872 Teilnehmern, Portugal nur zwei, in Lissabon und Oporto, mit 541 und 349 Teilnehmern. Selbst in Ruſsland hat sich das Fernsprechwesen entwickelt; dort bestehen 36 Fernsprechnetze mit 7.589 Teilnehmern, von denen 1.500 auf St. Petersburg, 840 auf Moskau, 700 auf Warschau und 700 auf Odessa kommen. Schweden ist in 137 Städten mit 12.864 Teilnehmern beteiligt. Die Schweiz endlich hatte 1888 71 Stadt-Fernsprechnetze mit 7.626 Teilnehmern; davon kommen auf Genf 1.533, auf Zürich 1.066, auf Basel 929 und auf Lausanne 544 Teilnehmer.

    Diese Entwicklung in Deutschland ist ja nicht möglich gewesen ohne Aufwendung sehr erheblicher Kosten. Diese Mittel sind aber, abgesehen von den im Vorjahre bewilligten 1½ Millionen Mark für Vervollständigung des Fernsprechnetzes, aus den laufenden Fonds entnommen worden.

    Der Fernsprecher ist bekanntlich eine Erfindung von Philipp Reis aus Gelnhausen, der zuerst einen Apparat konstruierte, mit welchem man Töne in die Ferne übertragen konnte.

    In der Wissenschaft ist allgemein anerkannt, daſs der grundlegende Gedanke von Deutschland ausgegangen ist, und der hochselige Kaiser Wilhelm hat das auch dadurch bestätigt, das er der Witwe Reis auf Antrag des Reichskanzlers ein Jahresgehalt ausgesetzt hat. Auch ist im in seiner Vaterstadt Gelnhausen ein Denkmal errichtet worden. Allerdings hat nach seinem Tode erst der Amerikaner Graham Bell den Apparat brauchbar gemacht.

    Vor acht Jahren kamen zuerst zwei Instrumente der beiden Erfinder hierher, und wir machten zuerst in der Französischenstraſse im Haupt-Telegraphengebäude Versuche damit, dann gingen wir bis Schöneberg, Potsdam und weiter bis nach Brandenburg a. H. In einer Denkschrift an den Reichskanzler stellte ich diesem Apparate eine groſse Zukunft für das Verkehrsleben in Aussicht, während er überall erst als ein Spielzeug betrachtet wurde. Ich habe darin von Anfang an ein neues Verkehrsmittel gesehen, welches den Briefwechsel und das lästige Schreiben, das beim Telegraphen noch notwendig ist, beseitigte.

    Ich schickte auch die Apparate dem Herrn Reichskanzler nach Varzin und ließ auch dort Versuche machen. Es ist kaum glaublich, wie man damals selbst in der gebildeten Gesellschaft diese Sache nur als amerikanischen Schwindel und Humbug ansah.

    Das ist wieder ein Beweis dafür, wie misstrauisch der Deutsche neuen Erfindungen gegenüber ist. fetzt aber haben wir das erste Fernsprechnetz der Welt in Berlin.

    Es werden in Deutschland täglich eine halbe Million Gespräche mit dem Fernsprecher geführt, in Berlin allein 162.000; da jedes Gespräch Rede und Gegenrede erfordert, macht das täglich eine Million, jährlich also 365 Millionen Nachrichten, die sonst durch Briefe und Telegramme befördert werden muteten, jetzt aber schneller ankommen.

    Es ist also ein ganz neuer Kraftfaktor, ein neues Machtelement in den Verkehr und das gesellschaftliche Leben eingetreten, ja auch in die Action des Staates. Diese großen Erfolge sind dem Umstände zu verdanken, daſs Bundesrat und Reichstag stets bereitwillig die nötigen Mittel zugestanden haben. Aber auch die Verwaltung muſs sich stets auf der Höhe der Zeit halten, denn wir sind noch lange nicht am Ende der Verbesserungen. Jedes Jahr hat bis jetzt Neuerungen in Instrumenten, bei der Leitung, im Materiale und in der Anlegung gebracht, die aber auch stets neue Ausgaben verlangten.

    Deshalb können wir auch auf eine Ermäßigung der Kosten noch nicht eingehen. Auch auf dem Gebiete der Telegraphie dürfen wir nicht stille stehen. Es kann dahin kommen, daſs hier eine Entdeckung gemacht wird, die es ermöglicht, mit anderen, als den bisherigen elektrischen und Leitungsmitteln zu arbeiten. Wir werden versuchen, uns auf der Höhe zu halten, wissenschaftlich, technisch, administrativ, aber auch finanziell; wir werden toujours en vedette allen kommenden Ereignissen gegenüber sein.

    Ich kann mit der dankbaren Anerkennung der Tatsachen schließen, daſs Bundesrat und Reichstag mir dazu stets bereitwilligste die Hand geboten haben, wie es zur Ehre und dem Wohle des Landes sich gebührt.“



    Zeitraum  1889
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Postminister Podbielski bringt  das Telefonnetzes auf dem flachen Lande voran Weitere Informationen verfuegbar Postminister Podbielski bringt das Telefonnetzes auf dem flachen Lande voran  

    1889 *** Kurznachrichten ***  90 von 436eine Seite zurückeine Seite vor
    Homepage > Telefontechnik > Geschichte Telekommunikation bis 1999