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    Homepage > Telefontechnik > Geschichte Telekommunikation bis 1999
    Karl Emil Krarup, entwickelt das Kr....  124 von 439eine Seite zurückeine Seite vor

    Karl Emil Krarup, entwickelt das Krarupkabel
    Karl Emil Krarup

    Am Ende des 19. Jahrhunderts dehnten sich die Telefonnetze auf immer größere Entfernungen aus. Dabei machte sich die große Dämpfung in den Leitungen durch eine sehr schnelle abfallende Lausstärke bemerkbar. Er hatte dieses Problem erkannt und verschiedene Möglichkeiten zur Erhöhung der Induktion vorgeschlagen. Das Krarupkabel stellt eine solche Lösung dar.  

    Karl Emil Krarup, entwickelt das nach ihm benannte Krarupkabel, bei dem durch die künstliche Erhöhung der Induktivität, die Sprechadern eines Kabels mit dünnen Eisendrähten umwickelt werden.

    Im Jahr 1893 hatte Oliver Heaviside durch Untersuchungen folgendes entdeckt, durch die künstliche Erhöhung der Induktivität der Fernsprechkabel wird die Dämpfung geringer.

     

    Der Franzose Vaschy war zu gleichen Ergebnissen gekommen.

     

    Etwa zeitgleich mit den Versuchen Pupins in Amerika, diese Ideen durch punktgenaues Einfügen von Induktivitäten in die Fernkabel zu realisieren, nahm man auch in Deutschland diese Gedanken auf.

     

    Der Anlass war die Verlegung eines Fernsprechkabels zwischen Schweden und Norwegen, um es mit dem deutschen Fernsprechnetz zu verbinden. Karl Strecker regte die Versuche an, die im Kabelwerk Rheydt durchgeführt wurden.

     

    Die Kupferdrähte wurden mit einem feinen Eisenband umwickelt. Die Versuche verliefen sehr erfolgreich, deshalb wurde der Plan gefasst, das neue Fernsprechkabel nach diesem Prinzip zu bauen.

     

    Die Postverwaltung in Dänen beteiligte sich an weiteren Versuchen, die an der Würzburger Universität durchgeführt wurden. Im Jahr 1902 entwickelte Karl Emil Krarup die endgültige Konstruktionsform des Kabels, die Kupferadern wurden dabei mit einen dünnen Eisendraht umwickelt.

     

    Ein Jahr später, 1903 wurde das nach Krarup benannte Kabel zwischen Fehmarn und Laaland ausgelegt, es erfüllte alle Erwartungen. Noch im selben Jahr wurde der Fernsprechverkehr aus Deutschland mit Schweden und Norwegen aufgenommen.

     

    Krarupkabel wurden auch in späterer Zeit  noch verwendet

    z. B. am 4. März 1927 Transatlantik Kabel zwischen Emden und New York

     

     

    Vorteile:

    Im Krarupkabel wirkte sich die Erhöhung der Induktivität völlig gleichmäßig verteilt über die gesamte Kabellänge aus. Das Krarupkabel hatte im Vergleich zum dem Pupinkabel keine ausgeprägte obere Grenzfrequenz.

     

    Eine spätere Verlängerung stellte im Gegensatz zum dem Pupinkabel kein  Problem dar. Das Kabel hat einen homogenen mechanischen Aufbau. Was bei  der Verlegung als Seekabel besonders nützlich ist.

     

    Nachteile:

    Die Induktivität wurde bei der Kabelherstellung festgelegt und kann nicht mehr verändert werden.

    Es konnten keine so hohen Induktivitätswerte wie bei einem Pupinkabel erreicht werden.


    Krarup Kabel AEG 1938

    Das Bild zeigt ein Krarup Fernmeldekabel, auf der rechten Seite sind die zwei mit dünnen Eisendrähten umwickelten Kupferdrähte zu erkennen.

    Typ: XPMzbc 10x2x1,4 DM
    Hersteller:  AEG 1938

    Bildquelle: kabelmuster.de


    Zeitraum  1902
    Land:  DK
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Carl Emil Krarup Weitere Informationen verfuegbar Carl Emil Krarup Weitere Informationen : Bespulte Leitung mit Pupinspulen Weitere Informationen verfuegbar Bespulte Leitung mit Pupinspulen

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