Oesterreichisches Elektronisches System
Abkürzung:  OES
OES-D Anlage

In Österreich begann die Digitalisierung im Jahr 1983 mit der Einführung des OES (Oesterreichisches Elektronisches System) durch die Post- und Telegraphenverwaltung (PTV).

Das rechte Bild zeigt eine OES-D Anlage.


  • 1981 23. Juli: Es fällt die Entscheidung für 2 vollelektronische digitale Vermittlungssysteme (OES-D von den österreichischen Firmen Kapsch/Schrack und OES-E von den österreichischen Firmen ITTA/Siemens).

  • 1983 Juli: Die digitalen "Feldversuchsanlagen A" werden im Fernmeldezentrum Wien-Arsenal in Betrieb genommen und sind unter der Kurzrufnummer 7809-... mit dreistelliger "Weiterwahl" erreichbar.

    Eine sinnvolle Einrichtung stellt sicher, dass - unter gleicher Rufnummer - wahlweise das von KAPSCH/SCHRACK weiterentwickelte Produkt der Nortel Telekom, also das aus dem System DMS100 abgeleitete OES-D bzw. alternativ das von Siemens angepasste Eigenprodukt EWSD, daraus ist dann das OES-E entstanden, angeschaltet werden kann.

  • 1985 November: Es wurden die beiden ersten digitalen Vermittlungsstellen ("Feldversuchsanlagen-B") Wien-Dreihufeisengasse ("Dr") nach dem System OES-D und Wien-Krugerstraße ("Kr"), System OES-E werden an das Netz geschaltet und übernehmen einen Teil des Verkehres im Knotenamtsbereich des Knotens 5 im Wiener Ortsnetz.

  • 1986 29. Januar: Es wurden die beiden ersten digitalen Vermittlungsstellen Wien-Dreihufeisengasse ("Dr") nach dem System OES-D und Wien-Krugerstraße ("Kr"), System OES-E werden offiziell eröffnet.

    In den folgenden Wochenenden werden etappenweise zunächst die Einzelanschlüsse, an den Wochentagen die Gesellschaftsanschlüsse umgeschaltet. Ab diesem Zeitpunkt wurde die OES-Technik flächendeckend eingesetzt.

  • 1992 Februar: Es wurde im Bereich der Wiener Ortsvermittlungsstelle „Dreihufeisengasse“ ein ISDN-Pilotversuch gestartet, an dem bis zum Jahresende bereits 200 Basisanschlüsse angeschlossen wurden.

  • 1999: Wurde das gesamte österreichische Telefonnetz digitalisiert,

 

OES-E Anlage

Das rechte Bild zeigt eine OES-E (EWS-D) Vermittlungsstelle (Wählamt Kopfstetten).

Man sieht allerdings, daß die OES-E-Technologie platzsparender und kompakter ausgeführt ist als die OES-D Technik

Es handelt sich dabei um eine Untervermittlungsstelle (UVSt), die von einer übergeordneten Vermittlungsstelle mitbetreut wird.

Quelle Bild und Text:
Archiv Dulosy + JH

Weitere Information finden Sie unter:
  • erste digitalen Vermittlungsstellen System OES-D und OES-E   
  • digitalen Vermittlungsstellen in Wien OES-D/OES-E offiziell eröffnet