1938 *** Kurznachrichten ***
Zeitraum  1938
Siemens Motorwähler aus dem Jahr 1936
  • 12. Juli:  Der Fernsprechdienst zwischen Berlin und München wird eröffnet.

  • Taxograph: Siemens entwickelt den Gesprächzetteldrucker für die schriftliche Gebührenverechnung. Der erste Einsatz war in Wien im Jahr 1939

  • Breitband: Es wurde versucht auf einer Breitbandleitung neben einem Fernsehbild noch 200 bis 300 Telefongespräche zu übertragen. Es sind cira 2.800 km Breitbandkabel verlegt.

  • Trägerfrequenz: Zwischen Berlin und Leipzig wurde das 12-Band (12 Kanäle) Fernsprechen erprobt.

  • Motorwähler: Das Versuchsamt in Eisenberg /Thüringen) wird eröffnet. Das rechte Bild zeigt den Motorwähler aus diesem Versuchsamt.

  • SA-Dichte: In Deutschland sind 88,5 % der Sprechstellen an automatischen Vermittlungsstellen angeschlossen.

  • Kennzeichnung: Männliche jüdische Bürger mussten ab sofort den Vornamen "Israel", weibliche jüdische Bürgerinnen den Namen "Sara" zusätzlich führen. Ab 1939 waren sie im Telefonbuch als Juden zu erkennen.


  • Österreich 19. März: Überleitung der österreichischen Post- und Telegrafenverwaltung auf das Deutsche Reich.

  • Hebdrehwähler: Für die Fernsprech-Amtstechnik wurde der Siemens-Viereck-Hebdrehwähler als verbindliches Schaltglied eingeführt. Alle ämterbauenden Firmen mussten diesen Wählertyp produzieren.

  • Blindenfühlzeichen von Siemens ermöglichte die Beschäftigung von sehbehinderter oder blinder Telefonisten.

  • Fernsprecher: Das Gewicht von Tischfernsprechern konnte auf 2 kg reduziert werden (1903: 8,5 kg).

  • Vermittlungsstelle: Verringerung der Stellfläche eines durchschnittlichen Fernsprechamtes von 365 m² auf 192 m².

  • Durchwahl: In der Fernsprechtechnik ist die Durchwahl bis zur Nebenstelle möglich.

  • Schweden Stockholm: Die vollständige Umstellung auf automatische Vermittlungsstellen im Ortsdienst wurde abgeschlossen. Stockholm hat jetzt 7 Vermittlungsstellen mit 136.000 Anschlusseinheiten. 

  • Niederlande 28. Februar: die SWFD (Selbstwählferndienst)  zwischen den Netzgruppen Amsterdam, Almaar, Haarlem und Utrecht wird eröffnet.

  • Belgien: hatte  300.000 Anschlüsse mit 400.000 Sprechstellen.

  • Polen: Baubeginn des Fernkabels Warschau – Lemberg. 

  • Griechenland 4. Juli: Herstellung einer dauerhaften Leitung von Deutschland nach Griechenland. Diese Leitung wird über Jugoslawien geführt. Sie lief auf großen Teilen der Strecke auf oberirdischen Leitungen mit Trägerfrequenz Technik.

  • Finnland: Bis zu diesem Jahr gab es in Finnland circa 950 private Konzessionsträger. Diese Anzahl ist immer weiter abgesunken. Die letzte bekannte Zahl stammt aus dem Jahr 1957 mit circa. 380 Konzessionsträgern.

  • Jugoslawien: Netzgruppe Split und Dubrovnik wird eingeschaltet.
    Eröffnung des Wählamts in Peterwardein.

  • Rumänien: Es sind 8 Orte mit automatischen Vermittlungsanlagen eingerichtet. An diesen Vermittlungsstellen waren 62% aller Fernsprechteilnehmer angeschlossen.

  • Rumänien 1. Januar: Rumänien hat 81.205 Hauptanschlüsse.

  • Portugal 10. Dezember: Eröffnung einer weiteren Funkverbindung von Lissabon nach Funchal (Madeira)

  • Türkei 1. Januar: Es befinden sich 96 Vermittlungsstellen mit 25.000 Sprechstellen. Von diesen waren 22.000 an halb- oder vollautomatische Vermittlungsstellen angeschlossen.

  • Türkei: Einschaltung der Fernleitung Istanbul – Izmir.

  • Irland: Eröffnung einer Koaxial Leitung mit 16 Sprechkreisen.

  • Luxemburg: Bettembourg Umstellung auf  eine automatische Vermittlungsstelle.

  • Lichtenstein: es bestanden 474 Hauptanschlüsse.
    Einrichtung eines Fernkabels zwischen Vaduz und Buchs. Es enthält eine Abzweigung nach Schaan.

  • Ungarn: 17. Sept: Es wurde in Pápa die erste automatische Vermittlungsstelle vom Typ Rotary 7DU eröffnet
Weitere Information finden Sie unter:
  • Breitband Fernkabel   
  • Breitband Fernkabel