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    Homepage > Telefontechnik > Geschichte Telekommunikation bis 1999
    1918 *** Kurznachrichten ***  165 von 436eine Seite zurückeine Seite vor

    1918 *** Kurznachrichten ***
    Zugwagen mit Dachantenne
    • Telefon im Zug: drahtloses Fernsprechen in fahrenden Eisenbahnzügen wurde auf der Militärbahnstrecke Berlin-Zossen getestet. Bild rechts zeigt einen Zug mit Dachantennen.

      Die technische Leitung für die Aufgabe übernahm in Deutschland die Firma Dr. Erich F. Huth GmbH, Gesellschaft für Funkentelegrafie in Berlin. Die Anregung kam von der Militärbehörde. Die Versuche wurden durch die Unruhen in der Revolutionszeit im Januar 1919 unterbrochen. Die Versuche wurden im Jahr 1920/21 auf der kleinen Bahn der C.P. Goerz AG in Lichterfelde-Teltow wieder aufgenommen. Die Unterstützung für weitere Versuche kamen vom Reichspostministerium im Jahr 1922/23 und wurden dann auf der Bahnstrecke Berlin-Hamburg fortgesetzt.

      Im Jahre 1926 wurde der Funktelefondienst den Fahrgästen der 1. Klasse auf der Strecke Berlin-Hamburg angeboten. Die Antennen im Zug wurden am Dach de Zuges mit längst gespannten Drähten, die als Sende- und Empfangsantennen realisiert. Die Telegrafenleitungen entlang der Eisenbahnstrecken dienten als feststehende Antennen


    Zugtelefon
    • Vorrang Presse: den Telefongesprächen der Presse wurde der Vorrang vor Privatgesprächen ohne Sondergebühr eingeräumt.

    • Leistungszählverfahren: Es wurde in einem Versuch das Leistungszählverfahren eingeführt. Die Sollleistung des Vermittlungspersonals sollte in der Hauptverkehrzeit nicht über 10 % ansteigen.

    • Berlin 26. Januar:  Als Tochtergesellschaft von Telefunken wurde die Drahtlose Übersee-Verkehrs AG (Transradio Nauen) mit Sende- und Empfangsanlagen in Nauen und Geltow gegründet. Dabei war Nauen  vorgesehen, als  Hauptsender für den deutschen Weltfunkverkehr zu dienen.

    • 5. Februar: In Nauen wird die bislang leistungsfähigste Anlage für drahtlose Telegrafie in Betrieb genommen.

    • Schwingquarz: Erste systematische und wissenschaftlich dokumentierte Versuche mit elektromechanischen Resonanzschwingungen führte Alexander M. Nicholson 1918 mit natürlich gewachsenen Seignettesalzkristallen durch. Bereits ein Jahr später ersetzte Walter Guyton Cady den Seignettesalzkristall durch den effektiveren und auch heute noch gebräuchlichen Quarzkristall.

    • TF-Technik: Die 300 km lange Strecke von Berlin nach Hanover wurde mit 3 zusätzlichen TF-Sprechkreisen eröffnet. Kurz danach folgte die 600 km Strecke von Berlin nach Frankfurt am Main.


    • USA 3. Juli: Die US Regierung beschloss die Verstaatlichung aller Telegrafie- und Telefongesellschaften, um in diesem kriegsrelevanten Bereich Streikaktionen zu verhindern.

    • Schweiz: Förderung des Gemeinschaftsanschlusses in der Schweiz.
      Durch Materialknappheit veranlasste die Telefonverwaltung für besonders für dünn besiedelte Gebiete den Gemeinschaftsanschluss einzuführen. Bei diesem Anschluss waren zwei oder mehr Teilnehmer über eine einzige Hauptleitung an die Telefonzentrale angeschlossen. Die Nachfrage hielt sich sehr in Grenzen, das Fernsprechgeheimnis war nicht garantiert. Erst als durch eine neue und bessere Technik das Fernsprechgeheimnis garantiert wurde, hatte die Anzahl der Gemeinschaftsanschlüsse zugenommen.

    • Frankreich: Studien über die Verlegung eines Fernkabels von Paris – Straßburg. Es wird eine Pupinleitung mit Verstärkern empfohlen

    • Schweden: Das größte private Netz der Stockholm Telephone Company wurde vom Staat aufgekauft. Der Fernsprechdienst wurde in größerem Umfang ab diesem Zeitraum praktisch nur noch vom Staat durchgeführt. Das letzte von den restlichen 15 kleinen Netzen wurde im Jahr 1964 vom Staat gekauft. Die Anzahl der Sprechstellen in den privaten kleinen Netzen war unbedeutend.

    • Tschechoslowakei: Prag wurde zur Hauptstadt des neuen Staates. Die Stadt wird dadurch zur Zentrale und machte viele Reformen erforderlich. Die Fernsprechanlagen mussten den neuen Erfordernissen angepasst und erweitert werden.

    • Finnland: Die staatliche Telegrafenverwaltung begann seine Tätigkeit im Fernmeldewesen.

    • Finnland: die staatliche Telegrafenverwaltung besaß jetzt 3 Fernleitungen
      - Helsinki – Rajajoki
      - Helsinki – Viipuri
      - Viipuri – Rajajoki

    • USA 3. Juli:  Die US-amerikanische Regierung beschloss die Verstaatlichung aller Telegrafie- und Telefongesellschaften, um in diesem kriegsrelevanten Bereich Streikaktionen zu unterbinden.


    Zeitraum  1918

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