Eröffnung Fernmeldezentrum Wien/Arsenal
Zeitraum  1978 9. August
Land:  A
Fernmeldezentrum Wien/Arsenal

Fernmeldegebäude Wien-Arsenal:

Am 8. September 1978 wurde das FM-Gebäude Wien-Arsenal nach 5-jähriger Bauzeit dem Betrieb übergeben.

Bildquelle: Verein Nachrichtentechnik einst und jetzt



Technische Daten:

Verwendung Fernmeldeturm
Richtfunk
UKW-Rundfunksender (1998)
Fernsehsender (2006)
Bauzeit 1974 - 1975
Gesamthöhe 155 m
Schafthöhe 136,5 m
Stahlturmhöhe 18,5 m
Plattformen 100m, 106 m, 114 m, 124 m, 131 m
Baustoffe Stahl und Beton

Funkturm Wien Arsenal Aufnahme: 2008

Das Bild zeigt eine Aufnahme von Masten des Funkturms in Wien-Arsenal aus dem Jahr 2008.

Bildquelle: Dampfradio

Mit dem Aushub des Fundaments und der Betonierung wurde im Februar 1974 begonnen. Der runde und über die ganze Länge gleichförmige Schaft wurde in Gleitbauweise hergestellt. Die vier Antennenplattformen aus Beton und die dazwischenliegende Stahlkonstruktion des Betriebsgeschosses wurden jeweils am Boden betoniert oder montiert und anschließend mit 12 hydraulischen Hebern an den passenden Platz gehoben.

Der Schaft hat einen Außendurchmesser von 8,4 m. Die Wandstärke nimmt an der Innenseite nach oben hin stufenförmig ab.

  • 0-32 m : 70 cm
  • 32-69,5 m: 50 cm
  • 69,5-136,5 m: 35 cm

Der Stahlbetonschaft wird durch eine 1,50 bis 1,85 m dicke Betonplatte abgeschlossen, welche den 18,4 m hohen Stahlmast trägt. Die Plattformen befinden sich bei 100, 106, 124 und 131 Metern, das Betriebsgeschoß bei 114 Meter. Bis zum Betriebsgeschoß führen 607 Stufen, zur obersten Plattform sind es knapp 900. Der eingebaute Lift braucht bis zum Betriebsgeschoß 70 Sekunden. Dort befinden sich die technischen Einrichtungen für die Antennen und der Arbeitsplatz des Richtfunkdienstes.

Der Turm ist ein Knotenpunkt des österreichischen Richtfunknetzes. Er ist Endpunkt der drei Hauptstrecken. (West: Wien-Linz-Salzburg-Innsbruck-Bregenz, Süd: Wien-Graz-Klagenfurt, ab 1981 Mitte: Wien-Hochkar-Roßbrand-Innsbruck-Bregenz)

Bis 2001 liefen alle Radio- Fernsehprogramme des ORF analog vom ORF-Zentrum Küniglberg zu den einzelnen Sendern über den Richtfunkturm Arsenal.

Heute werden fast nur noch digitale Datenpakete transportiert. Auf den vier Antennenplattformen befinden sich Ende 2008 75 Richtfunkspiegel, welche jeweils zu einer in Sichtweite befindlichen Gegenstelle senden. Neben den drei Hauptstrecken gehen die Hauptsenderichtungen zum Küniglberg und zum Sender Kahlenberg. Die Hauptrelationen werden mit mehreren Kanälen gleichzeitig bedient und insgesamt sind Ende 2008 über 120 Funkkanäle aktiv.

Weitere Information finden Sie unter:
  • Erstes vollelektronisches Vermittlungsamt (EDS) in Wien/Arsenal   
  • Erstes Glasfaserkabel Österreichs Wien/Arsenal - Meidling (2x4 Fasern)   
  • Digitalen Versuchsanlagen gehen in Wien-Arsenal in Betrieb