Erster Betriebsversuch Fernwählsystem 51 in St. Veit/Glan
Zeitraum  1953
Land:  A
Erster Betriebsversuch Ferwählsystems 51 in St. Veit/Glan. Details Anzeigen

Der Registerverzoner war die technische Voraussetzung für die Inbetriebnahme des automatisierten Selbstwählfernverkehrs in Österreich.

Er bestand aus:

  • einem Motorwähler
  • 3 kleinen Einstellwählern (Wählerrelais)
  • einem Impulswiederholer
  • Steuerungsrelais
  • 3 Kontrollzählern
  • farbigen Kontrolllampen.

Wobei der Impulswiederholer für die damalige Zeit ein kleines elektromechanisches, technisch hoch entwickeltes Bauteil war. Seine Funktion bestand darin, gleichzeitig Wahlimpulse zu  speichern und aus zusenden.

Dem Registerverzoner oblag die Lösung der nachfolgen angeführten Aufgaben:

Die vom Telefonteilnehmer gewählten Ziffern (Impulsreihen) aufzunehmen, zu speichern, auszuwerten, und wenn erforderlich umzurechnen und  zur Steuerung der Wähleinrichtungen in den nachfolgenden Wählämtern  an die Leitung abzugeben. Weiteres führte der Registerverzoner selbsttätig auch die für die Vergebührung der Ferngespräche erforderliche Verzonung durch.

Im Fernverkehr werden für die Gespräche verschieden große Entfernungen überbrückt. Es war daher notwendig, die Entfernungen bei der Gebühr zu berücksichtigen. Zu diesem Zweck wurden die Gebiete in verschiedenen Zonen eingeteilt. Die Zonen entsprachen den  verschiedenen Gebühren für die zwischen den Teilnehmern geführten Gespräche.

Die Vergebührung der Ferngespräche bestand in verschieden schnell anfallenden Impulsen innerhalb einer Minute, welche dem  anrufenden Teilnehmer zugeordneten Impulszähler übermittelt wurden.

Der Registerverzoner blieb während des ganzen Gespräches der Fernleitung fest zugeordnet.

Bildquelle: Verein Nachrichtentechnik einst und jetzt

Weitere Information finden Sie unter:
  • Video Registerverzoner 51   
  • Entwicklung österreichischen Fernwählsystem (FWS 51)