PCMxA - Übertragungssysteme
Abkürzung:  PCMxA
PCM2TA2 Frontansicht

PCMxA ist ein Oberbegriff für von der Deutschen Telekom eingesetzte Übertragungssysteme für das Zugangsnetz.

Die Systeme dienen der Mehrfachausnutzung von Kupferanschlussleitungen für analoge Telefonanschlüsse und bestehen immer aus einem vermittlungsseitigen Gerät (PCMxVA) sowie einem teilnehmerseitigen Gerät (PCMxTA).

Das "x" ist ein Platzhalter für die maximale Anzahl der Anschlüsse, die das System multiplexen und per Puls-Code-Modulation (PCM) übertragen kann.

Zusätzlich hierzu gibt es auch noch eine Ziffer, welche die Gerätegeneration identifiziert. Die bis etwa ins Jahr 2000 eingesetzten Geräte der zweiten Generation (zum Beispiel PCM2VA2) mussten, bei analogen Anschlüssen mit Leistungsmerkmal für Rufnummernanzeige (CLIP), gegen Geräte der dritten Generation (zum Beispiel PCM2VA3) ausgetauscht werden, da die zweite Generation kein CLIP unterstützte.

PCM-Multiplexer kommen im Wesentlichen zum Einsatz, wenn im Zugangsnetz (zum Beispiel zwischen KVz und APL) nicht mehr genügend freie Doppeladern vorhanden sind, um einen Telefonanschluss zu realisieren.



PCM2

  • Multiplexer für zwei analoge Telefonanschlüsse über eine Doppelader
  • 2 × 64-kbit/s-Nutzkanäle + 16-kbit/s-Steuerkanal
  • Codierung: 2B1Q oder 4B3T
  • Zur Übertragung wird eine abgewandelte Form der ISDN-Übertragungstechnik verwendet.


PCM4

  • Multiplexer für vier analoge Telefonanschlüsse über eine Doppelader
  • 4 × 32-kbit/s-Nutzkanäle + 16-kbit/s-Steuerkanal
  • Codierung: 2B1Q oder 4B3T
  • Zur Übertragung wird eine abgewandelte Form der ISDN-Übertragungstechnik verwendet


PCM11

  • Multiplexer für 11 analoge Telefonanschlüsse über eine Doppelader
  • 11 × 64-kbit/s-Sprachkanäle + 80-kbit/s-Steuer- und -Synchronisationskanal
  • Codierung: 2B1Q
  • Als Übertragungstechnik kommt High Data Rate Digital Subscriber Line (HDSL) zum Einsatz.


Eigenschaften

  • Die teilnehmerseitigen Geräte werden in der Regel von der Vermittlungsstelle mit einer Spannung von 110-160 Volt DC bzw. 320 Volt DC (PCM11) ferngespeist.
  • An den Teilnehmerschnittstellen liegt statt der üblichen 60 Volt nur eine Spannung von etwa 40 Volt an.
  • Analoge Modems erreichen bei Anschlüssen, die über einen PCM-Multiplexer geschaltet sind nur eine Datenübertragungsrate von etwa 33,6 kbit/s.
  • Bei Anschlüssen, die über einen PCM-Multiplexer geschaltet sind, ist die Bereitstellung eines DSL-Anschlusses nicht möglich, da der Anschluss über keine dedizierte durchgehende Kupferdoppelader verfügt.



PCM5D

Der PCM5D ist ein von der Deutschen Telekom eingesetztes Übertragungssystem für das Zugangsnetz. Das System dient der Mehrfachausnutzung von Kupferanschlussleitungen für digitale ISDN-Anschlüsse und besteht immer aus einem vermittlungsseitigen Gerät (PCM5VD) sowie einem teilnehmerseitigen Gerät (PCM5TD).

Der PCM5D kann maximal fünf Anschlüsse über eine Doppelader multiplexen und per Puls-Code-Modulation (PCM) übertragen. Zur Übertragung wird eine HDSL-Leitung mit einer Datenrate von 784 kbit/s und einer 2B1Q-Codierung eingesetzt.

Neben "normalen" ISDN-Anschlüssen mit UK0-Schnittstelle kann der PCM5D auch ISDN-Anschlüsse nach 1TR6 sowie Up0-Schnittstelle und S0-Bus multiplexen.

PCM-Multiplexer kommen im Wesentlichen zum Einsatz, wenn im Zugangsnetz (zum Beispiel zwischen KVz und APL) nicht mehr genügend freie Doppeladern vorhanden sind, um einen Telefonanschluss zu realisieren.

Eigenschaften

  • Das teilnehmerseitige Gerät wird vom vermittlungsstellenseitigen PCM5VD-Einschub mit 320 Volt DC ferngespeist.
  • Bei Anschlüssen, die über einen PCM-Multiplexer geschaltet sind, ist die Bereitstellung eines DSL-Anschlusses nicht möglich, da der Anschluss über keine dedizierte durchgehende Kupferdoppelader verfügt.


aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie - Stand: 27.3.2013 
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Digitalisierung im Netz der Deutschen Telekom:

Jahr Verfahren
1968 PCM 30 für Ortsverbindungsleitungen
1974 PCM 120 und PCM 480 - TF-Kabel oder Spezialkabel
1977 LWL Lichtwellenleiter mit PCM-Übertragungen für den Nahverkehr
1978 Regionale LWL Systeme
PCM 120 und PCM 480 für die Frnebene
1981 Regionales Digitales Netz
1982 Digitale Fernvermittlung
1984 Digitale Ortsvermittlung
1989 Eröffnung von ISDN (Hannover Messe)