Reihenanlage
Abkürzung:  R-Anl
SA Reihenapparat Siemens 1926

Die Reihenschaltung mit einer Reihenanlage

Die Hauptanschlußleitung wird nacheinander durch sämtliche Nebenstellen (Reihensprechstellen) geführt und endet bei der Hauptstelle auf einem Wecker.

Die Hauptstelle ist nicht eine Hauptstelle, wie sie bei der Zentralschaltung besteht, sondern eine Reihensprechstelle wie die übrigen; es fällt ihr aber die Aufgabe zu, die vom Amt eingehenden Anrufe zu beantworten. Die Fernsprechgehäuse der Reihenstellen sind für gewöhnlich nicht in die Leitung eingeschaltet, doch kann sich jede Stelle ohne die Mitwirkung der Hauptstelle durch einen einfachen Umschaltapparat – den Amtschalter – mit dem Fernsprechamte verbinden.

Eine Vermittlung der Hauptstelle hat nur dann einzutreten, wenn auch die übrigen Reihenstellen einen vom Vermittlungsamte kommenden Anruf beantworten sollen. Zur Benachrichtigung der betreffenden Reihenstelle durch Wecksignal oder mündliche Mitteilung dienen die zum Verkehr der Reihensprechstellen untereinander gezogenen Sprechleitungen, an die sich die Stellen durch einfache Schaltvorrichtungen – Linienwähler – anschließen.

In Reihenanlagen (R-Anl) können also sämtliche Stellen jederzeit miteinander und mit dem Vermittlungsamte verkehren, ohne daß eine Bedienungsperson in der Hauptstelle anwesend sein muß, wie das bei den Zentralanlagen Bedingung ist. Es ist dies ein großer Vorzug der Reihenschaltung, die infolgedessen bei kleineren und mittleren Anlagen neuerdings die Zentralschaltung fast verdrängt hat. Für große Anlagen mit vielen Amtsleitungen und Sprechstellen wird die Reihenschaltung zu verwickelt und teuer für solche ist die Zentralschaltung vorteilhafter.

Das Bild zeigt einen Siemens Reihenapparat aus dem Jahr 1926 mit angebautem Nummernschalter.

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  • SIEMENS Reihenapparat 2 Amtsleitungen 5 Nebenstellen   
  • Reihenstellenapparat W33   
  • Reihenstelle von Siemens   
  • Reihenschaltung - Reihenanlage