Hauptkabel
Abkürzung:  HK
Hauptkabel

Das Hauptkabel (HK) im Telefonnetz der Deutschen Telekom (DTAG) dient, ausgehend von der Vermittlungsstelle , der großflächigen Versorgung festnetzgebundener Telekommunikationsanschlüsse (Telefonanschlüsse) in einer räumlich begrenzten Fläche als Anbindung an den DTAG-Netzknoten ( OVSt = OrtsVermittlungsStelle).

Es ist Teil der Teilnehmeranschlussleitung und verbindet primär Hauptverteiler mit den entsprechenden Kabelverzweigern von denen wiederum die Verzweigungskabel zu den einzelnen Haushalten verlegt sind.

Aufbau:

Das HK besteht aus einer großen Anzahl verseilter Kupferdoppeladern in einem durch mehrere Hüllen geschützten Blei- oder Plastik(PE)-Mantel mit rundem Querschnitt. Es wird auch über längere Distanzen (über 3 km) abhängig vom Querschnitt verlegt. Der Durchmesser der gängigen Kabel ist kleiner als 10 cm, sie lassen sich dadurch auch in manchmal vorhandene Röhren leicht einziehen. 

Das Bild rechts oben zeigt ein Fernsprecherdkabel
Linkes Kabel: mit 1.200 Doppeladern
Rechtes Kabel: mit 2.000 Doppelader

Der Text und das Bild ist unter der Lizenz CC-by-sa-3.0 verfügbar.

Kabelaufteilung mit Muffen im Kabelaufteilungsraum in einer Vermittlungsstelle

Funktion:

Die Verbindung zwischen Kabelverzweiger (KVz) und Hauptverteiler (HVt) erfolgt über eine oder mehrere Kabelmuffen im Kabeleinführungsraum (meist Keller) in der OVSt auf das Hauptkabel (in Ausführung eines Erdkabels).

Es bildet praktisch die Stammzuführung auf die jeweiligen Kabelverzweiger (KVz), welche von diesem eine bestimmte Menge an Versorgungs-Doppeladern abzweigen. Diese KVz versorgen dann über das sogenannte Verzweigungskabel die in der umliegenden Region Straßenzüge oder Wohneinheiten befindlichen Gebäude und Grundstücke direkt bis in/an die jeweiligen Bauwerke.

Die Aufgabe des Hauptkabels ist die Zuführung einer bestimmten Leitungskapazität (Cu-Doppeladern) zu einer oder mehrerer in logischer Linie befindlichen Region/en wie Wohnsiedlungen oder Gewerbegrundstücken oder Firmengeländen.

Form und Aufbau:

Bildlich lässt sich dies wie eine Baumstruktur beschreiben, wobei der Stamm das Hauptkabel bildet und die auslaufenden Äste/Zweige die Verzweigerkabel darstellen.

Auch von der Form her ist die Kapazität am Anfang des Stammes maximal und wird mit zunehmender Länge im Auslauf immer geringer, da ja logisch ein Teil der Zuführung an jeder bis dahin liegenden Verzweigerstelle entnommen wird und damit nicht mehr weiter zur Verfügung steht, die Kapazität über die Kabellänge also um den Betrag der Entnahme abnimmt und gemindert wird.

Die Länge des jeweiligen durchgehenden Hauptkabels ist dabei technisch durch physikalische Gegebenheiten begrenzt (Kupferaderquerschnitt in Bezug auf die Leitungslänge der Doppeladern).

Denn die am Ende jedes HK (Hauptkabels) betriebenen Anschlüsse müssen natürlich unter allen Umständen noch ihre zugewiesene Grundfunktion (Telefonverbindung) erfüllen, wobei damit keinesfalls die Nutzung eines bestimmten Leistungsmerkmals wie z. B. ADSL gewährleistet sein muss.

Das Bild zeigt den Kabelaufteilungsraum im in einer Vermittlungsstelle
Bildquelle: Bayern-Online.com Foto JH

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Weitere Information finden Sie unter:
  • Kabel einziehen