Fingerlochscheibe
Artikel-Nr  FLS
Fingerlochscheibe im Fernsprecher

Der eigentliche, bis heute verwendete Nummernschalter, der ohne den Einsatz einer lokalen Batterie auskommt und zudem die Leitungsadern für die Sprechverbindung zur Übertragung der gewählten Nummer nutzt, wurde von Siemens & Halske entwickelt und am 29. April 1913 als Patent angemeldet.

Aufbau und Funktionsweise:

Der Nummerschalter besitzt eine Fingerlochscheibe mit zehn Löchern, jede Ziffer von 1 bis 9 sowie die 0 ist je einem Loch zugeordnet. Eine Ziffer wird gewählt, indem der Benutzer den Zeigefinger in das entsprechende Loch der Fingerlochscheibe steckt und die Rückdrehfeder durch diese Rechtsdrehung bis zum Anschlag (Fingeranschlag) spannt (technische  Bez.: Aufziehen). Dann wird der Finger herausgezogen und die Rückdrehfeder dreht die Fingerlochscheibe in ihre Ursprungslage zurück (technische Bez.: Ablauf). Bei diesem Ablauf wird durch den Nummernschalter eine der gewählten Ziffer entsprechende Anzahl von Unterbrechungen der Telefonleitung erzeugt und so zur Vermittlungsstelle signalisiert.

Wählscheibe - Fingerlochscheibe

Der Nummernschalter besteht im Wesentlichen aus:

  • Fingerlochscheibe
  • Fingeranschlag
  • Zifferblatt (Zahlenkranz)
  • Rückdrehfeder
  • Fliehkraftregler
  • Stromstoßrad (auch Impulsscheibe genannt)
  • sowie drei Kontakten.

Weitere Information finden Sie unter:
  • FLS: Nummernschalter