Bundespost
Abkürzung:  BP, DBP
Bundespost -  fahrbare Fernmelde-Notvermittlung

Abkürzungen:

  • BP = Bundespost
  • DPB = Deutsche Bundespost

Die Deutsche Bundespost (DBP) war ein 1947 eingerichtetes nicht-rechtsfähiges Sondervermögen des Bundes (wie auch die Deutsche Bundesbahn).

Die Deutsche Bundespost war, nach der Deutschen Bundesbahn, der zweitgrößte Arbeitgeber in der Bundesrepublik. Im Jahr 1985 gehörten ihr 543.200 Mitarbeiter an. Die Deutsche Bundespost war Träger der zivilen Fernmeldehoheit.

Im Rahmen der ersten und zweiten Postreform wurde die Deutsche Bundespost 1994 aufgelöst. Aus ihr gingen die Aktiengesellschaften Deutsche Post, Deutsche Telekom und Deutsche Postbank hervor.


Die Bundespost wurde im 1947 als Nachfolger der Reichspost unter der Bezeichnung Deutsche Post gegründet. Mit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes war die Rechtsgrundlage für die Verwaltung als Sondervermögen des Bundes geschaffen worden, für die der Bund die alleinige Gesetzgebung Kompetenz hatte.

Im Jahr 1950 erfolgte eine Umbenennung in „Deutsche Bundespost“, auch um eine Abgrenzung von der „Deutschen Post“ (der DDR) zu schaffen. Bis 1989 war die Deutsche Bundespost eine Behörde, die nicht nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt wurde.

Ab 1989 wurden durch die erste Postreform verschiedene Änderungen im Behördenaufbau, im Aufgabenbereich und in der Wirtschaftsführung vorgenommen.

Aufgrund des Artikels 27 des Einigungsvertrages wurde die Deutsche Post (der DDR) in die Deutsche Bundespost eingegliedert. Im Beitrittsgebiet wurden anstelle von Oberpostdirektionen im Bereich Post verschiedene Direktionen Postdienst, bei der Postbank die Zentralstelle Postbank und die Niederlassungen Postbank und im Bereich Fernmeldedienst die Direktionen Telekom eingerichtet.


Für folgende Aufgaben war die Deutsche Bundespost zuständig:

  • Briefdienst 
  • Paketdienst 
  • Postzeitungsdienst 
  • Postrentendienst 
  • Postreisedienst 
  • Postscheckdienst (später Postgirodienst) 
  • Postsparkassendienst 
  • Fernmeldedienst 
  • Telegrafendienst (auch Telegrammdienst genannt) 
  • Datendienste 
  • Betrieb von Rundfunksendeanlagen mit Ausnahme der Sender des 1. Programmes 
  • Aufbau und Betrieb des Kabelfernsehnetzes 
  • Eigene Nachrichten- und Fernsehsatelliten, auch zur Programmzuführung zu den Kabelnetzen

Das Bild zeigt eine fahrbare Fernmelde-Notvermittlung der Deutschen Bundespost, Fernmeldedienst. Baujahr 1955 mit Klimaanlage.

Bildquelle: Creative Commons-Lizenz
Urheber: Norbert Schnitzler