Elektronischer Zeittaktgeber National
Abkürzung:  EZTGN
Blockschaltbild elektronischer Zeittaktgeber ETZGN

EZTGN = Elektronischer Zeittaktgeber Nationa

Der Umwerter liefert bei der Anfrage eine Aussage über die  Verzonung. Mit dieser Aussage wird der Zoneneinstellwähler im ZIG auf die richtige Taktleitung eingestellt. Die Zählimpulse werden dann vom ZIG rückwärts über die Übertragung zu dem Gebührenzähler des rufenden Teilnehmers übertragen.

Die dafür benötigten Taktimpulse werden aus einer gedoppelten Taktgeberanlage erstellt. Es werden damit maximal 1200 ZIG versorgt. Früher wurde dazu eine mechanische Zeittaktgebermaschine mit Nockenwellen verwendet. Die Umschaltung auf den richtigen Tarif erfolgte durch eine Tarifumschalteinrichtung mit einer Hauptuhr.

Durch den Einsatzes des FWS T69  und spätestens bei  der Einführung des Nahdienstes im Jahr 1980 wurden die mechanischen Zeittaktgeber  ab dem Jahr 1976 durch Elektronische Zeittaktgeber für den nationalen SWFD (EZTGN) ersetzt. Bei der Entwicklung konnten dabei wesentliche Teile des bereits in den Auslandsvermittlungsstellen eingesetzten EZTGA mit verwendet werden.

Das obige Bild zeigt den Blockschaltplan eines  EZTGN.  Es sind alle Funktionsgruppen redundant vorhanden und werden durch eine Überwachungseinrichtung selbständig überwacht. Es wurde dadurch eine hohe Sicherheit und Genauigkeit erreicht.

Das Taktgebermodul erzeugt aus einem Oszillator mit entsprechenden Untersetzern  15  Grundtakte (GT), die sich  im Bereich von 2 ms bis 32 ms bewegen. Über eine Taktrangierung konnte dadurch ein nutzbares Zeittaktspektrum von 0,2  bis 1200 Sekunden abgeleitet werden.
Die maximal 15 Zeittakte (ZT) wurden  über ein Taktverteilnetz nach einem Verteiler mit  Verstärker sternförmig an die ZIG Gestellrahmen geführt.

Wegen des bei der DBP angewandten zeitgerechten Zähleinsatzes der periodischen Zählung (15/16 Genauigkeit) sind die Zeittakte um den Faktor 16 schneller als die vom ZIG ausgesandten Zeittakte. Damit konnte jeder beliebige Zähltakt von 4,5 Sekunden  bis 20 min mit einer Genauigkeit von mindestens 1 Prozent erzeugt werden.

Das Uhrenmodul führt alle Funktionen der Tarifumschaltung aus. Es werden dazu 3 Quarzuhren mit einer hohen Genauigkeit miteinander verglichen, so dass
auch im Fehlerfall noch eine Mehrheitsentscheidung machbar ist.

Aus den Takten mit einer Länge von einer Minute werden über Zählerketten  Halbstundenschritte und Wochentage (Datum) gezählt. Es können innerhalb des Rasters von einer halben Stunde, täglich bis zu 6 Tarifstufen umgeschaltet werden können, allerdings nur für alle Takte gemeinsam.

Durch Drahtbrücken können alle festen und beweglichen Feiertage für 1 Jahr im Voraus  rangiert werden. Zur Einstellung, Kontrolle und Fehlersuche ist im Gestellrahmen des EZTGN ein Bedienfeld eingebaut. Es enthält die Schalter, Leuchtdioden und eine numerische Anzeige. Diese Einheit wurde im Wesentlichen mit handelsüblichen TTL-ICs aufgebaut.

Elektronischer Zeittaktgeber

Das Bild zeigt das Bedienteil eines elektronischen Zeittaktgebers aus der Fernwahltechnik

Bildquelle: Museum für Kommunikation Frankfurt  Foto: JH