Flackerschlusszeichen
Abkürzung:  FLSZ
Flackerschlusszeichen

Das Flackerschlusszeichen (FLSZ) wird vom Leitungswähler angelegt.

Sobald der gerufenen Teilnehmer seinen Hörer auflegt, wird vom Leitungswähler an die Ader-a das Flackerschlusszeichen angelegt. Dieses wird rückwärts gerichtet übertragen.

Bei einer Fernverbindung wertet der ZIG in der Knotenvermittlungsstelle dieses Zeichen aus. Die Fernverbindung wird ab dem ZIG ausgelöst und damit wurden die wertvollen Fernleitungen sofort wieder freigeben. Die Fernleitung wurden dadurch nicht länger als nötigt belegt.

Bei der Einführung des Nahdienstes wurde das FLSZ auch bei Ortsverbindungen im 1. Gruppenwähler ausgewertet. Die Verbindung wurde nach dem 8. FLSZ Impuls ab dem 1. GW ausgelöst. Dazu wurden alle 1. Gruppenwähler mit der Platine ZZS (Zählzusatz) nachgerüstet.  Diese Platine hatte in erster Linie die Aufgabe den 8. Minuten Takt im Ortsverkehr anzuschalten. Es wurden mit dieser Nachrüsten auch gleich mehrere andere Probleme behoben.

Diese eigenartige Form des Zeichens beruht auf den Erfordernissen aus der Zeit wo es noch Fernämter für die Vermittlung von Ferngesprächen gab. Beim Fernamt bestand die Forderung, dass man einen Teilnehmer der seinen Hörer aufgelegt hat, vom Fernamt aus nochmals Nachrufen kann.

Auch der Teilnehmer hatte die Möglichkeit das Fräulein vom Amt herbeizurufen. Das hieß damals Schrankherbeiruf. Durch die Wahl der Ziffern 0 konnte der gerufene Teilenehmer einen Schrankherbeiruf auslösen. Durch die Überlagerung von den 10 Wählimpulsen und dem Flackerschlusszeichen erfolgte mindestens ein rückwärtiger Impuls auf den Schrank, ohne das die Verbindung ausgelöst wurde.

Weitere Information finden Sie unter:
  • RSM Relaissatz - 5 sek. Rufüberwachung   
  • Elektronischer Zeittaktgeber für den Ortsdienst