Probeverbindungseinrichtung
Abkürzung:  PVE
Probeverbindungseinrichtung in einer OVSt

Mit einer Probeverbindungseinrichtung (Abkürzung: PVE) wird ein künstlicher Fernsprechverkehr in einer Vermittlungsstelle erzeugt.

Die PVE ermittelt eine Statistik über die Güte einer Vermittlungseinrichtung. Es werden die Anzahl der Störungen, Wählerhemmungen ermittelt. Diese Einrichtung kann auch zur Eingrenzung von seltenen Störungen eingesetzt werden. Die Verbindungen werden automatisch hergestellt. Die Anwahl erfolgt immer nacheinander über verschiedenen Schaltstufen und endet auf verschiedenen automatischen Prüfanschlüssen.

Durch diese Prüfungsart wird ein großer Teil der Schaltstufen automatisch erfasst. Bei jeder durchgeführten Probeverbindung werden Funktionsprüfungen automatisch durchgeführt. Die Bedingungen für die automatische Prüfung lassen sich ein weiten Grenzen einstellen.

Die Anlage ist nicht in jeder Vermittlungsstelle vorhanden. Sie ist transportabel in mehreren Koffern untergebracht und wird bei Bedarf an die Vermittlungsstelle gebracht.
Das Hauptgerät mit Bedienungselement besteht aus drei Koffern die übereinander auf ein fahrbares Gestell gesetzt werden. (Siehe Bild). Es gibt noch einen Anschaltkoffer und einen Prüfnummernkoffer. Die Einrichtungen werden mit den zu prüfenden Schaltstufen verbunden.

Das Hauptgerät führt die Prüfungen automatisch durch und wertet die Daten aus. Mit dem Anschaltkoffer werden die Verbindungen in einer großen Breite an verschiedenen Punkten an der Vermittlungsstelle angeschaltet.

Der Prüfnummernkoffer enthält 16 automatische Prüfanschlüsse. Diese werden vom Hauptgerät der Reihe nach angewählt und die einzelnen Prüfschritte werden dabei durchgeführt.

Die Nummernwahl erfolgt elektronisch, es können die Impulslänge, Abstand, Pause und Zwischenwahlzeit  verändert werden. Ein elektronischer Zeitmesser kontrolliert die Einstellungen. Im Bedienteil zeigt eine Anzeige die gerade angewählte Nummer zur Kontrolle an. Das Steckfeld besteht aus 8 Einschüben. Auf diesen Einschüben können 16 verschiedene Nummern mit einer maximalen Länge von 10 Stellen durch Stifte gesteckt werden.

Das Prüfprogramm prüft den Wählton, und den Besetztton auch von Gassenbesetzt. Es  wird der Scheinwiderstand während des Aufbaus der Verbindung überwacht. Weitere Prüfungen überwachen das Aufprüfen, Rufen, Teilnehmermeldung im LW, Gebührenzählervorgänge, Betriebsdämpfung und die Störspannung. Es stehen insgesamt 12 Prüfvorgänge zur Verfügung. Für jede davon ist eine Signallampe für die Störungsanzeige vorhanden.

Die Störungen werden auf einen Zähler aufsummiert. Zur Fehlersuche können weitere Prüfhilfen über vorhandenen Anschlüsse angeschaltet werden. Der Nummernschalter im Bedienteil dient zur Nachwahl, falls eine Verbindung zur Fehlersuche nur teilweise aufgebaut wird.  

Bildquelle: Werksfoto DeTeWe