Wählerrelais
Abkürzung:  WR
Wählrelais

Das Wählerrelais WR wird anstelle eines Drehwählers verwendet, wo wenig Energie zur Verfügung steht und auch nur wenige Ausgangskontakte benötigt werden.

Für größere Wählanlagen kommen sie deshalb wegen der geringen Schaltmöglichkeiten (niedrige Armzahl) und der kleinen Schrittgeschwindigkeit nicht direkt zum Einsatz.

Diese Wählerrelais zeichnen sich durch einen geringen Platzbedarf, niedrigen Stromverbrauch und durch günstige Herstellungskosten aus. Sie nehmen eine Zwischenstellung zwischen Drehwähler und Relais ein.

Die Hauptbauteile:

  • Kontaktbank
  • Einstellglied
  • Antrieb 

Die Kontaktbank kann in zwei Arten ausgeführt sein. Bei der einen Bauart befinden sich entweder 24 oder 36 Kontaktlamellen auf einer Hartpapierscheibe (Kontaktscheibe oder Kontaktkranz), die zu einem  vollen Kreis verteilt sind. Bei der anderen Ausführung übernehmen diese Aufgaben nur die  Kontaktfedersätze (Nockenkontakte), die durch sich bewegende Nockenscheiben gesteuert werden.

Das schwarz-weiße Bild zeigt ein Wählerrelais mit einer Nockenscheibe und einem Schaltarm mit  12 Ausgängen.

Es gibt von den Wählerrelais mehrer Ausführungen mit einem oder zwei Schaltarmen, sowie 1 oder 2 Nockenscheiben.

3 Wählrelais im Registerverzoner 51

Der Antrieb ist wie beim Drehwähler ein Stoßklinkenantrieb. Als Antriebsmagnet wird ein Rundrelais verwendet. Am Anker ist der Klinkenarm befestigt, so das bei jedem Ankeranzug die Stoßklinke das Klinkenrad um einen Zahl und damit das Einstellglied (Schaltarm) um eine Stelle weiterbewegt.

Am Anker kann noch Kontakt wie bei einem Relais angebracht werden. Das Wählrelais kann dadurch Verhältnismäßig viele Schaltaufgaben erledigen, kann aber einen mehrarmigen Drehwähler nicht ersetzten.

Bild zeigt 3 Wählrelais im Registerverzoner 51 aus Österreich
Bildquelle: Bayern-Online Foto: JH

Weitere Information finden Sie unter:
  • Wählerrelais Stossklinke   
  • Wählerrelais mit Nockenscheiben   
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