Fernmeldetechnisches Zentralamt
Abkürzung:  FTZ
Fernmeldetechnisches Zentralamt

Das Fernmeldetechnische Zentralamt (FTZ) war eine zentrale Behörde der Bundespostverwaltung.

 

Es wurde am 14. März 1949 gegründet und hatte seinen Sitz in Darmstadt. Teilaufgaben übernahm ab 1991 das Zentralamt zur Zulassungen im Fernmeldewesen (ZZF) in Saarbrücken, das am 10. März 1992 in Bundesamt für Zulassungen in der Telekommunikation (BZT) umbenannt wurde.

 

Das Amt war für die Zulassung aller Telekommunikationsgeräte in der Bundesrepublik zuständig. Fernmeldegeräte durften nur nach eingehender technischer Prüfung durch das Amt am Fernmeldenetz der Deutschen Bundespost betrieben werden; auch Funkgeräte wurden überprüft. Hierbei wurden sowohl die Funktion als auch Betriebssicherheit eingehend getestet. Nach bestandener Prüfung wurde das Gerät für den Betrieb zugelassen und die so genannte FTZ-Nummer vergeben. Die (relativ hohen) Kosten für die Prüfung hatten die Gerätehersteller zu tragen.

 

Oberstes Ziel war es, Netzstörungen durch nicht-konforme Geräte zu verhindern.

 

Vorläufer

Als Vorläufer des FTZ gelten das Telegrafentechnische Reichsamt (TRA), das Reichspostzentralamt (RPZ), die Forschungsanstalt der Deutschen Reichspost (RPF) und das Post- und Fernmeldetechnische Zentralamt (PFZ).

Das RPZ und die RPF stellten ihre Arbeiten bei Kriegsende 1945 ein. In ihrer Nachfolge wurde 1947 beim Zusammenschluss der britischen und amerikanischen Besatzungszonen, zur Bizone, das PFZ in Frankfurt am Main gegründet.

Seine Aufgaben wurden am 14. März 1949 mit der Gründungsverfügung der Hauptverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes auf das FTZ und das Posttechnische Zentralamt (PTZ) spartenweise aufgeteilt.

Beide Ämter hatten seitdem ihren Sitz im Darmstädter Stadtteil West im heutigen Europaviertel.