Wählzeichen
Abkürzung:  WZ
Wählzeichen Morse A bis 1979 in Deutschland

Das Wählzeichen wird sobald die Vermittlungsstelle für die Nummernwahl aufnahmebereit ist, als Wählton an die Sprechadern angelegt. In der Regel wird das Wählzeichen im 1. Gruppenwähler oder in der Stromstossübertragung angelegt.

In Deutschland war der Wählton lange Zeit ein kurzer Ton, gefolgt von einem längeren Ton. Diese Zeichenfolge ist von dem Buchstaben A (Punkt-Strich) aus dem Morsealphabet abgeleitet. Der Wählton wurde dann in Deutschland um 1980 auf einen Dauerton umgestellt.

Auch in Österreich gab es den Wählton mit der Tonfolge kurz-lang, nur etwas langsamer, als in Deutschland.

Der Wählton kommt aus der RSM (Ruf und Signalmaschine) von einem rotierenden Einankerumformer. Die Frequenz beträgt circa 450 Hz, später wurde dann auf 425 Hz umgestellt.

Die RSM hat einen mechanisch angetriebenen Walzenkontaktsatz. Mit einem dieser Kontakt wurde dann die Tonfolge (Morse A) erzeugt.

Mit der Einführung der digitalen Systeme OES-D  bzw. OES-E (EWS-D) wurde der Wählton in diesem Ämtern auf den 425 Hz Dauerton umgestellt, ab Mitte 1993 wurden in Österreich generell alle Ämter auf den Dauerton umgestellt..

Noch etwas zur Theorie mit dem Dauerton. Durch die Umstellung von Impulswahl auf Frequenzwahl (MFV Töne) sollte damit die Auswertung der MFV Töne leichter sein. Es liegt bis zu dem Zeitpunkt, bis  die erste Ziffer gewählt wird, ja noch der Wählton an. Die Erkennung bei einem Dauerton war dann etwas leichter.

Bildquelle: René Böke Wikipedia

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