Impulskennzeichen
Abkürzung:  IKZ

Die Impulskennzeichen (IKZ) sind ein Signalisierungsverfahren das im System 50 für die Fernwahl eingesetzt wurde.

Es wurden verwendet umd zwischen den Wahlstufen in den Vermittlungsstellen  die benötigten Schaltaufgaben zu übertragen. Zur Übertragung der Signalisierungsinformationen wurden Gleichstromimpulse verwendet.


Die folgende Tabelle zeigt nur die verwendeten Zeichen sowie deren zeitliche Länge bei der
Vermittlungsstelle durch die interne Signalisierung bzw. auf der Fernleitung.

Zeichen FernVst Fernleitung Bemerkung
  
 Bedeutung
 
Signalader
 
Länge in ms
Signalader: Out Band
Länge in ms
 
Vorwärtszeichen
Belegen + /c Dauer 40  
Wählen + /d
(+ /a)
     
Impuls / Pause   60 /40 40 /60  
Aulösen
 
+ /c abschalten
 
Dauer
 
400
1600
bei TFUe
bei WUe
Rückwärtszeichen
Abruf + /e 150 150  
Wahlende + /e 150 150  
Beginnzeichen + /e 150 150  
Schlusszeichen
Impuls / Pause
+ /e
  
 
150 /450
 
150 /450
 
Besetzt + /e 750 750  
Auslösequittung     750 bei TFUe, FGS, WS
Sperren
Impuls / Pause
- /c abschalten
 

Dauer
  

Dauer
150 / 450

bei WUE 
bei TFUe
Zählen
 
- /e
- /b
140
140
140
140
bei 4 DR - Ltg
bei 2 DR - Ltg
Besondere Zeichen
Fernkennzeichen + /b 40 + /b 40 jede 2DR - UE
Entdämpfung -/a Dauer    

Die einzelnen Zeichen haben folgende Bedeutungen:

  • Belegungszeichen:
    Es wird das nächste folgende Schaltglied belegt.
  • Wählzeichen:
    Es sendet die jeweils gerade gewählte Ziffer als Gleichstromimpulse.
  • Auslösezeichen:
    Es beendet die Belegung und gibt das folgende Schaltglied wieder frei.
  • Abrufzeichen:
    Dieses Zeichen wird nur zwischen Registern ausgetauscht und veranlasste die Ausspeicherung der restlichen Ziffern die im vorhergehenden Register gespeichert waren.
  • Wahlendezeichen:
    Diese Zeichen wurden nur in Netzen mit unterschiedlich langen Rufnummern erzeugt. Wenn die Rufnummer des angerufnen Teilnehmers im Ziel vollständig erkannt war, führt es zur möglichst schnellen Abschaltung der aufwendigen und teueren Register bei indirekt gesteuerten Systemen.
  • Beginnzeichen:
    Es wird bei der Abnahme des Handapparates beim gerufenen Teilnehmer erzeugt und leitet den Beginn der Gebührenpflicht für ein Gespräch in der verzonenden VSt ein. Das ist in der Regel in der KVSt.
  • Schlusszeichen:
    Es wird vom Leitungswähler des gerufenen Teilnehmers gesendet. Es wird als Flackerschlusszeichen zum ZIG in der KVSt gesendet. Wenn der rufende Teilnehmer nicht auflegt, dann wird die Verbindung in der Regel nach spätesten 90 Sekunden ausgelöst und verhindert dadurch eine Dauerzählung der Gebühren. Es bewirkt auch eine Blockadefreischaltung des gerufenen Teilnehmers und gibt die die wichtigen Fernleitungen wieder frei. Diese Zeichen wurde nur im Fernverkehr ausgewertet. Seit der Einführung des Nahdienstes wird dieses Schlusszeichen auch im Ortsverkehr ausgewertet.
  • Besetzzeichen:
    Dieses Zeichen wird beim Verbindungsaufbau von jedem Eingangsschaltglied Ausgeben, wenn die folgende Schaltstufe oder der folgende Wähler nicht erreicht werden konnte, weil alle erreichbaren Ausgänge belegt waren. In diesem fall hatte es die Bedeutung von einem Gassenbesetzt. Trift das Besetztzeichen nach dem Wahlendezeichen ein, so hatte es die Bedeutung eines besetzten Teilnehmers.
    Es wird in der verzonenden VSt (in der Regel KVSt) ausgewertet und führt zur automatischen Vorwärtsauslösung der nachfolgenden Schaltglieder. Die Schaltglieder und Fernleitung werden dadurch sofort wieder freigegeben. Die Besetztton wird dann am ZIG in der KVSt an die Teilnehmerleitung angelegt.
  • Auslösequittung:
    Es Zeichen wird nur zwischen den kommenden und gehenden Übertragungen eines Fernleitungsabschnittes als Quittung des Auslösezeichens ausgetauscht. Beim Fehler der Quittung wird die Auslösung wiederholt und soll beim verschlucken eines Auslösezeichen den Abschnitt auch wieder freigeben.
  • Sperrzeichen:
    Diese Zeichen wird von der kommenden Übertragung (Ue-k) ausgesandt) wenn das folgende Schaltglied nicht mehr belegungsfähig ist. Das können technische Störungen  oder eine betriebsbedingte manuelle Sperre sein. Es bewirkt auf der gehenden Übertragung (Ue-g), dass die Fernleitung nicht mehr belegt werden kann und vermeidet damit unnötigen Blindverkehr und Störungen im Netz.
  • Zählzeichen:
    Dieses Zeichen wird über Fernleitungen von der verzonenden VSt über den 1. Gruppenwähler zum Gebührenzähler des anrufenden Teilnehmers gegeben.
  • Fernkennzeichen:
    Dieses Zeichen wird beim Übergang von dem Fernnetz an der letzten Übertragung bei jedem ersten Impuls einer gewählten Ziffer an die b-Ader angelegt. Es bewirkt in Verbindung mit dem Leitungswähler (Wahlendezeichens als Dauerzeichen) die Erzeugung und die Aussendung des Wahlendezeichens. In den Nebenstellenanlagen mit Durchwahl kann es zur Unterscheidung von Orts- und Ferngesprächen  ausgewertet werden.
  • Entdämpfungskennzeichen:
    Dieses Zeichen wurde nur innerhalb einer Fernvermittlungsstelle mit einem Übergang von einer 2Draht -  auf eine 4Drath - Leitungen bzw. von einer 4Dr auf  eine 2Dr Übertragung zwischen den beiden beteiligten gehenden und kommenden Übertragungen (Ue) ausgetauscht. Abhängig von den Gegebenheiten des Übertragungsplans bewirkt das Entdämpfungszeichen in der 4Dr-Ue die Ausschaltung der Verlängerungsleitung (Vld) mit einem Wert von 3,5 dB (Nutzung der Verstärkungsreserve des 4Dr-Kreises). In einer  2Dr-Ue wird  bei Bedarf aus Stabilitätsgründen eine zusätzliche Verlängerungsleitung (Vld) (einstellbar von 0 bis 3 dB) eingeschaltet.

Weitere Information finden Sie unter:
  • Impulskennzeichen 50   
  • Schaltkennzeichen   
  • Regelkennzeichen   
  • Ansage geänderter Rufnummer