Statistik
Zeitraum  1903

Die Fernsprechverwaltungen waren bemüht, den Sprechbereich jedes Teilnehmers im eignen Lande durch Herstellung neuer Fernsprechverbindungsleitungen und durch Vertragschließung auch auf das Ausland auszudehnen.

In der Ausführungsübereinkunft zum internationalen Telegraphenvertrag war die Herstellung internationaler Fernsprechverbindungen nur im Allgemeinen vorgesehen und die Gesprächseinheit auf 3 Minuten festgesetzt.

In der Londoner Revision (1903) waren auch einige Betriebsvorschriften allgemein geregelt. Die Gesprächszeit sollte von dem Augenblick an gerechnet werden soll, wo die Verbindung zwischen dem Rufen den und dem Verlangten hergestellt worden ist, nachdem letzterer geantwortet hat, wobei die Anrufzeit, tagsüber 1 Minute, nachts 3 Minuten, nicht berechnet wurde.

Mit 5 mm starken Bronzedrähten konnte man Entfernungen bis zu 2.000 km telephonisch noch gut überbrücken.

Die Gesamtzahl aller Teilnehmeranschlüsse auf der ganzen Erde beträgt im Jahr 1902 circa 4 Millionen. Der Stand des Fernsprechwesens in den wichtigsten Ländern und dessen Entwickelung im Reichspostgebiet ist aus Tabelle I u. II ersichtlich.

Deutschlands internationaler Fernsprechverkehr erstreckte sich im Jahr 1903 auf Österreich-Ungarn, die Schweiz, Belgien, die Niederlande, Dänemark, Schweden, Frankreich und Luxemburg.


Von Berlin konnte mit über 1.730 deutschen und über 430 ausländischen Orten gesprochen werden. Über die in den verschiedenen Ländern und Orten zugelassenen Sprechbeziehungen, von denen einige in der Tabelle III ausgeführt sind, geben die für die einzelnen Städte und Bezirke herausgegebenen Teilnehmerverzeichnisse Auskunft.

Lizenz: gemeinfrei

Statistik Tabelle 1 bis 3 aus dem Jahr 1903

Tabellen des Fernsprechwesen
Quelle: http://www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

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  • Festnetzanschlüsse 2000/2005/2010