Hell-Schreiber
Zeitraum  1931
Land:  D
Hell Schreiber von Siemens

Jahr: 1931
Hersteller: Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske
Erfinder: Rudolf Hell

Ab dem Jahr 1929 arbeitete der Erfinder Rudolf Hell an der Entwicklung des Hell-Schreibers.

Es wurde dabei ein Zeichen in einem aus 7 7 Punkte bestehenden Rasters codiert.

Zur Anwendung kam das Faksimile-Prinzip, was zu einer erstmals störsicheren Schreibtelegrafie führte.

Hell Schreiber - Schemazeichnung

Der Empfänger war mit einer spiralförmigen Schneide nach dem Prinzip von Bernhard Meyer aus dem Jahr 1864 ausgestattet.


Im Empfänger wurde ein Papierstreifen im Rhythmus der eintreffenden Stromimpulse an die rotierende Schreibspirale gedrückt. Liefen dabei der Sender und Empfänger nicht synchron, so  wanderten die Schriftzeichen nach oben oder unten aus.

Im Idealfall stand die Schrift zweimal auf dem Papier. Wenn die Geräte nicht synchron liefern, dann stand die Schrift mehr oder weniger schräg auf dem Papier, konnte jedoch ohne Mühe gelesen werden.

Textmuster bei schlecher Synschronisation

In Zusammenarbeit mit der Firma Siemens wurde das Gerät laufend verbessert. Der Schreiber wandelte die auf einer Tastatur geschriebenen Buchstaben in eine Impulsfolge um. In dieser Form revolutionierte es die Nachrichtentechnik: Vor allem die Pressedienste und viele ausländische Dienste nutzten dieses neuartige Gerät.

Quelle: (cc) by-nc-sa, Lehrstuhl für Nachrichtentechnik, RWTH Aachen

Weitere Information finden Sie unter:
  • Hellschreiber - Fernschreiber   
  • Automatische Prüfeinrichtung 50