Cannstatt-Einnadeltelegraf
Zeitraum  1832

Erfinder: Paul Freiherr Schilling von Cannstatt
Jahr: 1832

Paul Schilling von Cannstatt
 lernte 1805 Soemmerring kennen und nahm ab dem Jahr 1810 an dessen Versuchen teil. Ihm waren die  Arbeiten von Carl Friedrich Gauß und Wilhelm Weber bekannt.

Im Herbst 1812 kam es zu der ersten elektrischen Fernzündung einer Pulvermine über ein quer durch den Fluss Neva verlegtes Kabel.

Er baute anschließend einen Nadel-Telegrafen, der aus einem Schweiggerschen Galvanometer (oder auch Multiplikator genannt) bestand. Über eine Aufhängevorrichtung befestigte er eine astatische Nadel (die Nadeln richten sich nicht nach dem Erdmagnetfeld aus) mit Hilfe eines Fadens.

Über der Nadel war eine Zeichenscheibe angebracht. Damit wurden die Buchstaben, Ziffern und andere Symbole, wie das Plus- und Minus-Zeichen oder schwarz und weiß, angezeigt. Es konnte klar und deutlich gesehen werden, sobald ein Strom durch den Draht floss.

Denn die Nadeln richteten sich je nach der Richtung des Stromes entweder nach links oder nach rechts aus und so auch die Scheibe. Sie zeigte dann die schwarze oder die weiße Seite. Im Ruhezustand sah man nur die schmale Seite der Scheibe.

Die schwarz-weiße Scheibe wurde für einen Code benutzt:

  • A war schwarz, weiß
  • B schwarz, schwarz, schwarz
  • C schwarz, weiß, weiß, usw.

Das Bild zeigt ein Modell des Induktionstelegrafen.
Quelle: (cc) by-nc-sa, Lehrstuhl für Nachrichtentechnik, RWTH Aachen

Weitere Ereignisse im Jahr 1832:
Der amerikanische Kunstmaler und Ingenieur Samuel Finlay Breese Morse (17911872) stellte seine ersten Entwürfe eines Telegrafen fertig.
Weitere Information finden Sie unter:
  • P. L. Schilling v. Cannstatt   
  • Elektrochemischer Telegraf - Samuel Thomas von Soemmerring   
  • Erfindung des elektromagnetischen Telegrafen durch C. F. Gauß und W. Weber