1952 *** Kurznachrichten ***
Zeitraum  1952
Land:  D
  • Januar: Eröffnung des Hinweisdienstes mit der TOTO Ansage in Berlin.

  • 1. Februar: Der Fernsprechdienst mit den Azoren und Madeirra wird eröffnet.

  • 1. März: Der Fernsprechverkehr mit Helgoland wurde provisorisch über Funk von Cuxhaven abgewickelt.

  • 17. April: Die BRD trat dem Internationalen Fernmeldeverein UIT bei.

  • 29. April: Bundespostminister Hans Schuberth (CSU) spricht sich für bundeseinheitliche Notrufnummern aus. 112 für Feuerwehr und die 110 bei Überfällen seien einprägsame Nummern und auch im Dunkeln schnell und sicher wählbar.

  • 2. Juli:  Im Fernamt Düsseldorf wurde eine Sammelgesprächseinrichtung für 10 Leitungen in Betrieb gesetzt. Es konnten jetzt auch in Düsseldorf neben dem Amt Frankfurt am Main  Sammelferngespräche und Ferntagungsgespräche geführt werden.

  • 11. November: Das Koaxialkabel für die Übermittlung telefonischer Ferngespräche zwischen Salzburg und Innsbruck wurde in Betrieb genommen. Diese neue Übermittlungstechnik wurde darüber hinaus auch für die Sendung von Fernsehsignalen eingesetzt.

  • 15. Dezember: Das Bundespostministerium gab in Bonn bekannt, dass bundesweit die Notrufnummern 110 für Polizei und 112 für Feuerwehr eingeführt werden. In Fernsprechzellen sollen diese Nummern ohne Münzeinwurf wählbar sein.

     

  • 24. Dezember: Es wurde dann der zweite, diesmal 157 m hohe Übertragungsmast auf dem Höhbeck regulär in Betrieb genommen.
    – die Berliner konnten also ebenso wie alle anderen Westdeutschen den Start des Deutschen Fernsehens mit erleben. Inzwischen hatte sich auch die Technik weiter entwickelt
    – es wurde mit einer 300 Mhz Richtfunkverbindung übertragen. Gleichzeitig standen den Berlinern nun auch mehr Fernsprechkanäle zur Verfügung. Nun konnten bereits 135 Telefonate gleichzeitig geführt werden.

  • Fernkabel: Bau neuer Trägerfrequenz Kabel und Einrichtungen
    - Düsseldorf - Venlo
    - Karlsruhe - Basel
    - Trier - Luxemburg

    Es wurden dafür symmetrische Trägerfrequenz Fernkabel verwendet.
    Das Fernkabel Frankfurt a. Main - Köln - Düsseldorf wird in Betrieb gesetzt.

  • SWFD: Es wurde der Selbstwählferndienst über große Leitungslängen getestet. Der Versuch fand zwischen Frankfurt am Main und Düsseldorf statt. Es wurden dazu 4-Draht Verbindungen mit Tonwahl verwendet.  

  • Übergangstechnik: Es wurde die erste Übergangstechnik mit Zweidraht Durchschaltung der Sprechadern im Knotenamtsbereich eingeführt.

  • EMK: Siemens entwickelte den Edelmetall-Motor-Koordinatenwähler (EMK).

  • Fernmeldetürme: Es begann der Bau eines dichten Netzes an Fernmeldetürmen.

  • 75 Jahre: Für das Jubiläum 75 Jahre Fernsprecher in Deutschland werden Nachbauten des ersten Fernsprechers von Philipp Reis in der Öffentlichkeit vorgeführt.

  • Österreich: Der 1.000ste Siemens-Fernschreiber wurde von der ÖPT (Österr. Post- und Telegraphenverwaltung) in Betrieb genommen.
Fernmeldegebäude Frankfurt am Main
  • Frankfurt a. Main: Die Bauarbeiten für das größte Fernmeldegebäude in Deutschland schreiten voran. Es wurde das größte Gebäude der Stadt. Die größten Betriebsräume hatten eine Flächenausdehnung von 16 x 90 m. Die gesamten Arbeitsräume waren so bemessen, dass circa 3.000 Bedienstete gleichzeitig arbeiten konnten. Die Höhe der einzelnen Räume betrugen je nach dem Verwendungszweck, 3,50 bis 6,00 m.
    Das Bild zeigt das Gebäude in dem Jahr 2006.

  • Schwarz-weiß Fernseher: Versuchssendungen mit 625 Zeilen wurden in Deutschland durchgeführt. 
Bildquelle: PD Wikipedia TomAlt
Weitere Information finden Sie unter:
  • Sendetürme Höhbeck schlugen Funkbrücke nach Berlin Teil 2   
  • Sendetürme Höhbeck schlugen Funkbrücke nach Berlin Teil 1   
  • Eröffnung neues Zentralamt Frankfurt SWFD