1951 *** Kurznachrichten ***
Zeitraum  1951
Land:  D
Zentralamt Frankfurth a. M
  • 15. April: Es erfolgte die Grundsteinlegung für die neuen Fernmeldebauten in Frankfurt am Main.
    Im innerdeutschen Fernsprechverkehr wurden wieder Sammelferngespräche und Ferntagungsgespräche zugelassen.

    Bild rechts: Wählergestelle im Zentralamt Frankfurt/Main

  • Kabel: Einführung von Kabel mit Koaxialpaar und symetrischen Adern.

  • Pupinspulen: Einführung von Pupinspulen mit Ferritschalenkernen.

  • Trägerfrequenz: Fernkabel Karlsruhe - Stuttgart und Mannheim - Saarlandgrenze wird eröffnet. 
    Das Fernkabel Düsseldorf - Frankfurt a. Main wird eröffnet.
    Die Südstrecke Stuttgart - München wurde mit 2 Doppeladern eröffnet. Die restlichen 6 Doppeladern wurden für das 60 Kanal TF System vorbereitet.


  • Breitband: Die Breibandverbindung  zwischen Frankfurt a. Main und Hannover wurde auf 300 Kanäle ausgebaut.

  • Teilnehmer: In der BRD waren 1.500.000 Anrufeinheiten  (AE) in den Vermittlungsstellen und Fernsprechämtern installiert. Daran waren 2.250.000 Haupt und Nebenstellen angeschlossen.

  • Sprechstellendichte: pro 100 Einwohner:
    - BRD 5 Sprechstellen
    - Frankreich 6 Sprechstellen
    - Holland 7 Sprechstellen
    - England 10 Sprechstellen
    - Dänemark 16 Sprechstellen
    - Schweden 21 Sprechstellen
    - USA 37 Sprechstellen

  • West Berlin: Ausbau des Fernsprechnetzes:
    - 170.000 Anschlusseinheiten
    - 2.400 Anschlusseinheiten für Münzfernsprecher
    - 124.000 Hauptanschlüsse
    - 71.600 Nebenstellen
    - 2.100 öffentliche Sprechstellen

  • Ost Berlin: In Ostberlin war der Ausbau fast zum Stillstand gekommen. Es war keine leistungsfähige Industrie im sowjetischen Sektor vorhanden.
    Es waren 47.000 Anrufeinheiten mit 32.500 Hauptanschlüssen vorhanden.
    .

  • Diebstähle: Es wurde ein sprunghafter anstieg von Kabel und Fernsprechdraht vermeldet. Es wurden Belohnungen ausgesetzt.
Fernmeldeturm Feldberg Taunus
  • Feldberg Taunus: Der zerstöre Fernsehturm wurde saniert und aufgestockt. Hier wurde auch der Begriff Fernmeldeturm geprägt. Der Turm hat eine Höhe von 69 m. Es waren über 10 Sender installiert.

    Folgende Verbindungen wurden darüber abgewickelt:
    - 1 x Torfhaus wo dann die UKW Verbindung nach Berlin erfolgte
    - 1 x Bremen
    - 2 x Bonn
    - 1 x Düsseldorf
    - 1 x Nürnberg
    - 2 x München
    - 2 x Versuchsverbindungen nach Darmstadt und Mannheim

    Es wurde hier auch die Versuche für den öffentlichen bewegten Landfunkdienst durchgeführt. (Telefongespräche aus fahrenden KFZ)

  • Grünten Sender: Der Bayerische Rundfunk errichtet auf dem Gipfelgrad des Übelhorns einen Stahlgitterturm mit aufgesetzten Antennenmast. Der Turm hat eine Höhe von 94,5 m (Stand 2012)

  • Berlin Torfhaus: Die Empfangsstelle der Verbindung Berlin - Torfhaus - Braunschweig wurde in Berlin von Grünewald nach der Nikolassee verlegt. Gleichzeitig ging die neue Verbindung Berlin - Höhbeck - Hamburg in Betrieb. Über diese konnte 15 Gespräche gleichzeitig geführt werden.


  • Schweiz: Der Bau einer Fernleitung zwischen  Karlsruhe und Basel wurde vereinbart. 

  • Belgien: Es wurden Verhandlungen über eine symmetrische TF - Fernkabelanlage zwischen Aachen und Lüttich geführt.

  • Holland: Es wurde der Bau einer TF-Fernkabelanlage zwischen Düsseldorf und Venio vereinbart.
Weitere Information finden Sie unter:
  • Richtfunkanlage Berlin-Frohnau   
  • erster Versuch Richtfunkverbindung BRD / West-Berlin