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    Homepage > Telefontechnik > Geschichte Telekommunikation bis 1999
    1950 *** Kurznachrichten ***  268 von 436eine Seite zurückeine Seite vor

    1950 *** Kurznachrichten ***
    Tubenkabel- 4 Tuben  2,6 / 9,5 mm
    • Trägerfrequenzkabel: Die Verlegung des Trägerfrequenz Fernkabels Frankfurt a. Main - Mannheim - Karlsruhe  wird ausgeführt.

      Durch den Fortschritt der Technik zeigten die Untersuchungen, dass das Kabel mit den 60 Kanalsystemen betrieben werden kann. Es standen somit  1.440 Sprechkanäle zur Verfügung.

      Der Bau der TF-Fernkabelstrecke Karlsruhe - Stuttgart und Mannheim - Saarlandgrenze wurde in Auftrag gegeben.

      Das vorhandene 8 paarige TF-Fernkabel München - Stuttgart wurde auf zunächst 2 Doppeladern für die Beschaltung mit 60 Kanälen eingerichtet. Es wurde dazu das TF System V 60 verwendet.

      Auch die Verlegung eines TF-Fernkabels zwischen Frankfurt a. Main und Düsseldorf über Bonn und Köln wurde genehmigt.

    • Koaxialkabel: Einführung des Fernsprechweitverkehrs über Koaxialkabel (gleichzeitig 960 Gespräche auf einem Koaxialkabel möglich). Dabei waren Einsprüche der Besatzungsmächte an der Tagesordnung.

    • Berlin: Die Herausgabe des "Amtlichen Fernsprechbuchs 1950", des ersten Fernsprechbuches nach der Teilung von Berlin stößt auf große Schwierigkeiten. Die Ost-Magistratspost stelle keine Unterlagen über die Teilnehmer im sowjetischen Sektor zur Verfügung. Sämtliche Fernsprechnummern der Teilnehmer im sowjetischen Sektor mussten deshalb einzeln angerufen werden.

    • Fernamt - Ferndienst: Folgende Betriebsweisen werden verwendet:

      Speicherverkehr: Die Anmeldung und die Herstellung einer Verbindung wurde von verschiedenen Plätzen aus durchgeführt mit einer Wartezeit je nach Auslastung.

      Sofortverkehr: Die Anmeldung und Herstellung einer Verbindung wurde am      gleichen Platz vorgenommen. Die Verbindung wurde sofort im Anschluss nach der Anmeldung hergestellt.

      Schnellverkehr: Das war ein Sofortverkehr mit vereinfachtem Betriebsablauf und wurde nur in Ballungszentren durchgeführt. Die Orte im Schnellverkehr waren durch ein Maschennetz verbunden.
       
      Selbstwählferndienst (SWFD):  Der Teilnehmer stellte durch die Nummernwahl seine  gewünschte Verbindung selbst her.

    • Ortsnetze: In der BRD gab es 3.710 Ortsfernsprechnetze mit circa 1.460.000 Anschlusseinheiten. Davon waren für die Besatzung circa 48.000 und für die öffentlichen Sprechstellen 44.200 Einheiten vergeben.

    • Ausbau SWFD: Der vereinfachte SFWD wurde weiter ausgebaut. Diese Betriebsweise hatte sich in den Städten Wuppertal - Solingen, Wuppertal - Remscheid, Düsseldorf - Köln, Düsseldorf - Duisburg, Bonn - Köln und Opladen - Köln sehr gut bewährt. Neben einer enormen  Steigerung des Verkehrs bringt diese Verkehrsart eine geringere Belegungsdauer der Leitungen als bei einer Handvermittlung. Für den Teilnehmer entstanden durch diese Betriebsart geringere Kosten für die Ferngespräche.

    • Richtfunk: Das für den Fernverkehr eingerichtete  Dezimeternetz wird um 2 Linien Frankfurt a. Main - Stuttgart erweitert. Insgesamt sind im Jahr  1950  10 Linien mit rund 120 Kanälen in Betrieb, darunter 5 Linien nach dem Torfhaus (Harz) und dem Bocksberg. Von dort aus wurden die Gespräche mit Ultrakurzwellenlinien nach Berlin-West übertragen.

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    • 12.4.1950 Richtfunk Fernsehnetz
      Die Deutsche Bundespost fasst auf Empfehlung des Präsidenten des Fernmeldetechnischen Zentralamtes, Karl Herz, den Entschluss, das weitere neue deutsche Fernsehnetz auf Richtfunkbasis statt auf Kabelübertragung aufzubauen.

    • Bau des ersten freistehenden Funkmastens auf dem Höhbeck.
      75 m hoch über dem Hügel aufragend, ermöglichte er die gleichzeitige Nutzung von 15 Fernsprechkanälen auf der UKW-Frequenz und die Übertragung eines Rundfunkkanals.


    • Münzfernsprecher: Diese werden nach  und nach wieder auf den Einwurf von Hartgeld umgestellt, um die Benutzung der Wertmarken aus der Währungsreform entbehrlich zu machen. Der Öffentlichkeit standen dadurch wesentlich mehr Münzfernsprecher zur Verfügung.

    • Telex: Teilnehmerzahl 2.360 (BRD), 500 (DDR)

    • Februar:  Der Vorschuss für einen Hauptanschluss aus dem Jahr 1949 wurde im Februar auf 150 DM ermäßigt und im Oktober ganz fallengelassen.

    • 15. August: In Essen und Düsseldorf stellte die Bundespost einen Fernsprechsonderdienst vor, der erstmals in der Bundesrepublik Deutschland die Einrichtung von Autotelefonen ermöglichte.

    • 1. Quartal: Die Funksprechverbindung Berlin - Torfhaus - Braunschweig wurde auf 3 Linien erweitert. Es konnten jetzt 45 Gespräche gleichzeitig zwischen Berlin-West und  der BRD durchgeführt werden.

    • Fernsprechansagedienste für Wetter, Theater, Kochrezepte und andere wurden eröffnet.

    • Zweifrequenztonwahl: Die Fernwahl mit dieser Technik (2040/2400 Hz) wurde auf der Strecke zwischen Frankfurt und München erprobet. 



    Zeitraum  1950
    Land:  D
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Sendetürme Höhbeck schlugen Funkbrücke nach Berlin Teil 2 Weitere Informationen verfuegbar Sendetürme Höhbeck schlugen Funkbrücke nach Berlin Teil 2 Weitere Informationen : Sendetürme Höhbeck schlugen Funkbrücke nach Berlin Teil 1 Weitere Informationen verfuegbar Sendetürme Höhbeck schlugen Funkbrücke nach Berlin Teil 1
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