Sender Hoher Bogen
Zeitraum  1952
Land:  D
Sender Hoher Bogen Mast

Die Sendeanlage am Hohen Bogen wird vom Bayerischen Rundfunk betrieben.

Der steht auf dem 976 m hohen Burgstall in der Nähe von Furth im Wald. Auf dem gleichen Bergrücken war auf der anderen Seite noch ein Turm mit militärischen Einrichtungen installiert.

Die Anlage wurde im Jahr 1952 errichtet. Es stand damals eine Stahlfachwerkturm für die Abstrahlung von dem UKW Rundfunkprogramm bereit. Der damalige Mast hatte eine Höhe von circa. 30 Meter. 

Am 21.12.1961 startete auf dem Stahlfachwerkturm das Übertragung des ersten Deutschen Fernsehens. (1. Programm) auf dem UHF Kanal 55. Dazu wurden an dem Sendergebäude einige Umbauten vorgenommen. Die Zuführung des Programms erfolgte von einem der umliegenden Sender durch Ball Empfang vom Sender Dillberg.

Am 11.12.1963 erfolgte dann die Zuführung des 1. Programms durch eine Richtfunkstrecke der Deutschen Bundespost.


Im Jahr 1964 wurde daneben ein 86 Meter hoher Turm aus Stahlbeton erbaut. Der Antennenträger wurde aus kleinen 4-kant Stahlteilen Stück für Stück auf dem Turm zusammengebaut. Die einzelnen Stahlteile wurden mit einer Seilzugkonstruktion einzeln auf dem Turm hinauf befördert und ersten oben miteinander verschraubt.

Als alle Stahlteile des Antennenträgers montiert waren, stellte man fest, dass die Ausrichtung wegen der geforderten Abschattung Richtung Osten nicht passte. Die Antennenträger aus Stahl musste dazu  ein Stück gedreht werden. Als Alternativen stand der Abbau oder die Drehung durch einen großen Kran zur Diskussion. Für den Kran hätte die Strasse ausgebaut und verbreitet werden müssen.

Es wurde die Entscheidung gefällt,  die Stahlkonstruktion wieder Stück für Stück abzubauen und mit der richtigen Drehung neu aufzubauen.

Am 4.11.1965 wurde dann das zweite Programm von diesem neuen Turm abgestrahlt. Es wurde auf dem UHF Kanal 28 gesendet. Am 16.12.1969 kam auch das Studienprogramm (3. Programm ) des BR hinzu.

Von diesem Standort wurde alle drei Fernsehprogramme im UHF Bereich abgestrahlt, es genügte daher zum Empfang eine einzelne UHF Empfangsantenne.

Das Bild rechts oben zeigt den Sender im Mai 2011. Bildquelle: Bayern-Online.com Foto: JH

Sender Hoher Bogen aus der Luft

Dieser Antennenträger aus Eisen für die UHF Sendeantennen wurde im Jahr 1974 durch einen Sturm abgeknickt. Der träger fiel jedoch nicht herunter, er blieb durch die starken Kabel am Turm hängen und es entstand am darunterliegenden Gebäude nur minimaler Schaden.

Es konnte jedoch innerhalb ein paar Tage eine Behelfsantenne am oberen Teile des Betonmastes für den UHF Bereich installiert werden. Im Jahr 1977 wurde ein neuer Antennenträger aus Glasfibermaterial installiert. Im Nahbereich ging der Empfang durch den neuen Antennenträger schlechter als mit dem Provisorium. Es gab sehr viele Probleme durch Reflexionen im Nahbereich, die sich durch Schatten im Fernsehbild sehr störend bemerkbar machten.

Am 17. Oktober 2006 wurde der Antennenträger für die analoge TV-Ausstrahlung abgebaut.  Am darauffolgenden Tag wurde der Antennenträger durch eine neue Konstruktion für den DVB-T Empfang ersetzt. Die Montage erfolgte durch einen Hubschrauber.

Die Anlage dient zur Verbreitung von UKW- und TV-Programmen und als Standort von Richtfunkantennen.

Bildquelle: PD Wikipedia Daniel Paul


Basisdaten
Ort: Hoher Bogen bei Rimbach
Land: Bayern
Staat: Deutschland
Höhenlage: 957 m ü. NN
Verwendung: Fernmeldeturm, Rundfunksender
Zugänglichkeit: Sendeturm öffentlich nicht zugänglich
Besitzer: Bayerischer Rundfunk
Turmdaten
Bauzeit: 19641965
Bauherr: Bayerischer Rundfunk
Architekt: Hans Baumgarten
Baustoffe: Beton, Stahlbeton
Betriebszeit: seit 1965
Letzter Umbau (Turm): 1990
Gesamthöhe: 72 m
Daten der Sendeanlage
Baujahr (Antenne): Oktober 2006
Letzter Umbau: Dezember 2006
Wellenbereich: UKW-Sender
Rundfunk: UKW-Rundfunk
Sendetyp: Richtfunk

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