1945 *** Kurznachrichten ***
Zeitraum  1945
Landkarte Ungarn
  • Berlin: Das erste Fernsprechbuch nach dem Krieg wird mit 750 Eintragungen in Berlin herausgeben. Darin waren nur 2 % private Teilnehmer, der Rest waren städtische Betriebe, Krankenhäuser, Hebammen, Ärzte, Apotheker und Behörden.

  • Deutschland: Von den 1.675.000 Anrufeinheiten waren circa 1/3 zerstört. Von den 6956 Fernplätzen in den Fernämtern waren circa die Hälfte zerstört. Das Fernkabelnetz war auch in großen Teilen unbrauchbar. Fast alle wichtigen Lieferanten für die Fernsprechtechnik befanden sich in Berlin oder in der sowjetischen Besatzungszone.

  • Demontagen: Berlin ist durch die russischen Demontagen von Vermittlungstechnik schwer getroffen. Es wurden circa  2/3 der Vermittlungsstellen demontiert und abtransportiert. Für den Ortsfernsprechverkehr konnten im Mai daher nur 3 Vermittlungsstellen für den Wähldienst  mit 16.600 Einheiten in Betrieb gesetzt werden. Die Fernsprechanschlüsse dürften nur mit Genehmigung der Sektorenkommandanten hergestellt werden. Ihre Höchstzahl war 2 % der Berliner Bevölkerung begrenzt.

  • Deutschland Telex: Am Jahresanfang waren bereits mehr  3.000 Teilnehmer angeschlossen.

  • Düsseldorf:
    - 1. August - Wiederaufnahme des gesamten Fernsprech- und Telegraphenverkehrs für den zivilen Sektor.
    - 1. Oktober-  Wiedereinschaltung des gesamten Ortsnetzes

  • Ungarn: durch den zweiten Weltkrieg wurde das ungarische Telefonnetz zu fast 75% zerstört.

  • Spanien Mai: die Aktien von ITT werden verstaatlicht.

  • Polen: nach dem 2. Weltkrieg erhielt die Karte von Polen eine neue Gestalt. Das Fernsprechwesen wird komplett verstaatlicht.

  • Griechenland: Nach dem zweiten Weltkrieg ist das griechische Netz durch Richtfunkverbindungen, Koaxialkabel auf dem Land- und Seeweg stark ausgebaut worden.

  • Jugoslawien: Nach dem zweiten Weltkrieg wurden vermehrt Koaxial Kabelstreckung und Richtfunkverbindungen aufgebaut.

  • Lichtenstein: Die Zahl der Hauptanschlüsse war auf 762 angestiegen. Das Netz wurde auf Zentralbatteriebetrieb umgestellt.
Mittelwellensender Bisamberg Sprengung 1945
  • Österreich 13. April: Die abziehende SS-Truppen sprengten die Sendeanlage Bisamberg. Das Sendergebäude und die Antennenanlage wurden dabei völlig zerstört.

    Nur die Dieselgeneratoren konnten durch Eingreifen von Angestellten des Senders, welche im letzten Moment die Zündschnüre durchtrennten, gerettet werden. Noch heute sind am Boden der Dieselhalle die Brandspuren der Zündschnüre zu sehen.

    Bild- und Textquelle: HC + RS Home Labor Page

Weitere Information finden Sie unter:
  • Bisamberg Generator   
  • Bombenangriff Wählamt Wien Wählergestelle massiv beschädigt   
  • Wien: massiver Bombenangriffe im Frühjahr 1945   
  • Wien: Abbau von 60.000 Telefonanschlüsse am Tag danach   
  • Wien: Abbau Ortsämter durch russische Besatzungsmacht