1946 *** Kurznachrichten ***
Zeitraum  1946
Wien Stephans Dom
  • Durchgangsland: Auf der Konferenz des CCIF wird festgelegt, das Deutschland wieder als Durchgangsland für den internationalen Fernsprechdienst anzuerkennen. Um die Voraussetzungen hierfür zu schaffen, ist die Planung eines neuen deutschen Weitverkehrsnetzes mit Stromkreisen hoher Güte nach Empfehlungen des CCIF notwendig. Die Planungen führte die BZRPO (Reichspostoberdirektion der britischen Zone) durch.

  • Wiederaufbau: In mühevoller Kleinarbeit gelang es den Fernsprechdienst nach und nach wieder aufzubauen. Durch die Demontagen von vielen Breitbandkabeln war der Fernverkehr  stark eingeschränkt. In der Zahl der Teilnehmersprechstellen war infolge der vielen  Zerstörungen von den technischen Einrichtungen durch den Krieg,  der Vorkriegsstand noch  bei weitem nicht erreicht. Die Kapazität der vorhandenen Vermittlungsstellen war fast in allen Ortsnetzen erschöpft. Es konnten zahlreiche Anträge auf eine Neueinrichtung von Anschlüssen nicht durchgeführt werden.

  • Berlin: Es wurde im Februar der Telegraphen- und Fernsprechweitverkehr nach allen Besatzungszonen in Deutschland mit einem völlig unzureichenden und stark beschädigten Leitungsnetz wiederaufgenommen. Jede Fernleitung musste von der Alliierten Kommandantur genehmigt werden, wobei die Russen, durch deren Besatzungsgebiet viele der Leitungen verliefen, den Ausschlag gaben.

  • Gebühren: Nach der Kapitulation wurde bei der Wiederaufnahme des Fernsprechdienstes in den verschiedenen Besatzungszonen  unterschiedlich verfahren.
    Mit dem Kontrollratsgesetz Nr. 20 vom 20. März 1946 wurden die Gebühren  im Fernsprechverkehr um 50 v. H. erhöht

  • 16. Mai: Die bisher unter Aufsicht der Nachrichtenkontrollabteilung der US-amerikanischen Militärregierung in Deutschland stehenden Telefon- und Telegrafenleitungen wurden der deutschen Postverwaltung übergeben.

  • 15. November: Die Militärregierungen der Britischen und der US-amerikanischen Besatzungszone hebten die letzten Einschränkungen im Post-, Telegrafen- und Telefonverkehr auf.


     
  • Österreich 2. Februar: Abbau Ortsämter durch russische Besatzungsmacht 

  • Österreich 9. Mai: Wien Abbau von 60.000 Telefonanschlüsse am Tag danach

    Es war fast kein Material für den Wiederaufbau vorhanden, es musste sehr viel durch Improvisation gelöste werden. Die Arbeitsbedingungen waren sehr hart, auf dem Land musste oft vieles zu Fuß erledigt werden. 

  • Österreich: In Wien sind 85.979 Anschlüsse wieder in Betrieb und 172.376 in ganz Österreich.

    Lieferung von Telegrafie Einrichtungen im Wert von 100.000 Schweizer Franken an die Schweizer Post- und Telegrafen-Verwaltung. Bezahlt wurde durch Lieferung von 3 Präzisionswerkzeugmaschinen an Siemens & Halske.


  • Spanien Oktober: Die Beziehungen vom CTNE und dem Staat werden durch ein Abkommen geregelt.

  • England: Das erste Koaxialseekabel wurde von Lowestoft (Grafschaft Norfolk) nach der Insel Borkum mit Unterwasser-Röhrenverstärkern