Einführung Endamt 56
Zeitraum  1956
Land:  D
Endamt 56 - Gestellreihe

Einführung des Endamt 56. Es wurde mit der gleichen Technik wie das System 55 aufgebaut. Das Gestellt wurde in der Bauhöhe für kleine Räume angepasst. Es konnten maximal 90 Teilnehmer angeschlossen werden.

Das rechte Bild zeigt das Endamt 56

Kurzbeschreibung Endamt 56:

Als kleinste Einheit mit EMD Wählern wurde das Endamt 56 eingesetzt.
Es war der Nachfolger des Kleinen Endamtes 50. Im Endausbau konnten 90 Teilnehmer angeschaltet werden.

Beim Vollausbau wurden folgenden Einheiten verbaut:

  • 90 Teilnehmerschaltungen (TS)
  • 7 Anrufsucher (AS)
  • 7 Gruppen-Leitungswähler (GLW)
  • 5 Übertragungen gehend (Ue-g)
  • 5 Übertragungen kommen (Ue-k)

Sowohl der AS als auch der GLW waren als 112teilige, 4armige EMD-Wähler ausgeführt. Die Relaisschaltungen von AS und GLW waren  zu einer Baueinheit zusammengefasst.

Endamt 56 Blockschaltbild

Das Verteilen der Anrufe auf die freien AS/GLW übernimmt eine Relais Kettenschaltung. Dem GLW fallen alle die Aufgaben zu, die beim Kleinen Endamt 50 vom einem Mischwähler (MW) und vom dem OLW erfüllt wurden.

Der aus dem Ortsnetz abgehende Fernverkehr wird über maximal 5 Verbindungsleitungen in der 10. Dekade herausgeführt.

Neben der Ansteuerung des übergeordneten Amtes über die Verkehrsausscheidungsziffer 0 waren auch noch Querverbindungen zu benachbarten Ortsämtern vorgesehen.

Die Querleitungen wurden auf die GLW Schritte der Dekade 9 gelegt. Es können eine oder mehrere Querrichtungen mit einer oder mehreren Leitungen je Richtung geschaltet werden, wobei die erste Querrichtung wahlweise mit einer Ziffer (9) oder mit zwei Ziffern angesteurt werden.
Beim Einsatz von Querleitungen konnten nur max. 80 Teilnehmer angeschlossen werden.

Der ankommende Fernverkehr der Verkehr aus Querverbindungen wurde direkt über FLW (OFLW) in das Ortsnetz geführt.

Weitere Information finden Sie unter:
  • kleine VSt 56