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    Homepage > Telefontechnik > Geschichte Telekommunikation bis 1999
    1927 *** Kurznachrichten ***  191 von 435eine Seite zurückeine Seite vor

    1927 *** Kurznachrichten ***
    System 27 Vorwähler Rahmen
    • Einführung System 27:  es wurden neue und kleinere Drehwähler beim Vorwähler eingesetzt.
      Der Hebdrehwähler wurde ebenfalls verkleinert und es konnten jetzt 20 Hebdrehwähler in einem Gestell übereinander angeordnet werden.
      Bild Rechts zeigt den Vorwähler Rahmen aus dem System 27

    • 3. Seekabel Holland (Niederlande) England: Zwischen Niederlande (Holland) und England wird das dritte Seekabel ausgelegt. Der Fernsprechverkehr zwischen Deutschland und England wird auf 12 Leitungen zugelassen. Es wurden wieder Gespräche am Tag zugelassen. 

      Von den 12 Leitung Enden in Deutschland:
      4 Leitungen in Berlin
      4 Leitungen in Hamburg
      1 Leitung in Bremen
      1 Leitung in Düsseldorf
      1 Leitung in Frankfurt am Main
      1 Leitung in Köln

    • 4. Januar: Eröffnung des Fernkabels zwischen Berlin und Wien
    • 3. Februar: Erstes Versuchsgespräch über Funk zwischen Frankfurt am Main und New York. Die Fernsprechbeamtin in London teilt ihrer Kollegin in Frankfurt mit, das sie gerade eine Verbindung mit New York habe und ob Sie das Gespräch annehmen möchte. Das Gespräch wird vom diensthabenden Beamten angenommen und eine gute Verständigung ist möglich.
    • 10. Februar: Zwischen Deutschland und den USA wurde der drahtlose Telefonverkehr eingerichtet.
    • 4. März: Zwischen Deutschland und USA (Emden - New York) wird ein Fernsprechkabel in Bettrieb gesetzt.  Es handelt sich um das erste  Deutsch-Amerikanische Kabel nach dem 1. Weltkrieg. In dessen Ergebniss Deutschland alle vorhandenen Überseekabel abtreten musste.
    • 1. Mai: Eine neue Fassung über den Fernsprechrechnungsdienst wird auferlegt. Durch die Nachteile des reinen Gebührentarifs ohne Grundgebühr wurde durch eine Änderung des Gesetzes wieder eingeführt.
      In der Anfangszeit war eine Mindestzahl von Ortsgesprächen vorgeschrieben.
      Die Minutengenaue Abrechnung ab der 3. Gesprächminute im Fernverkehr wurde in allen Entfernungsstufen eingeführt.
      Es wurde eine Gebührenermäßigung für die verkehrsschwachen Zeiten zwischen 19:00 und 8:00 Uhr eingeführt.

    • 10. August: Aufnahme des Fernsprechverkehrs von Deutschland nach Spanien und Portugal.
    • 20. November: Erste Bildfunk-Probesendungen wurden durch den Sender Königs Wusterhausen ausgestrahlt. Diese gelten später als Geburtsstunde des Fernsehens in Deutschland.
    • Gebührenanzeiger: Siemens bringt den Gebührenanzeiger mit Zahlentrommel für die Teilnehmer-Sprechstellen
    • Trägerfrequenz: Durch die Trägerfrequenz werden viele Fernsprechleitungen besser ausgenutzt, weil dadurch auf der gleichen Leitung zur gleichen Zeit mehrere Gespräche übertragen werden können.
    • Mehrfachtelegraphie: Entwicklung der Tonfrequenz-Mehrfachtelegraphie durch Siemens & Halske. 
    • Mehrfachnutzung: Zur gleichen Zeit werden in den vorhandenen oberirdischen Fernleitungen, 44600 km zur gleichzeitigen Benutzung von Ferngesprächen und Telegrafen verwendet.
      Von den 186.700 km werden 3.986 für Doppelsprechen eingerichtet.
      Durch diese verschiedenen Verfahren werden circa 30 % der oberirdischen Fernleitungen wirtschaftlich durch Mehrfachnutzung ausgenutzt.
    • Der Übersee Sprechfunkdienst zwischen Deutschland und Argentinien wird eingerichtet.
    • Die Fernsprechrechnung wird ab jetzt monatlich ausgestellt. Die Gründgebühren werden im Voraus berechnet, die Verbindungsgebühren nachträglich bei der nächsten Rechnung.

    • 28 % der deutschen Teilnehmer sind an Selbstanschluss Ämter angeschlossen.

    • 50 Jahre Fernsprecher in Deutschland von 1877 bis 1927

    • Neues Verfahren: Fernsprecher aus Press-Stoff werden eingeführt.

    • VDE: Vor der Versammlung des Verbandes Deutscher Elektrotechniker führt Staatssekretär Dr. Feyerabend, Berlin, aus Anlass des 50 jährigen Jubiläums des Fernsprechers in Deutschland die Nachbildungen des Fernsprechers von Philipp Reis der Öffentlichkeit vor. Zur gleichen Zeit erscheint die Schrift mit dem Titel: 50 Jahre Fernsprecher in Deutschland 1877 - 1927.

    • Gebühren: Die Fernsprechgebühren wurden in der Zeit von 19 Uhr bis 8 Uhr um ein Drittel gesenkt.
      Alle Fernsprechgebühren wurden monatlich in Rechnung gestellt. Die laufenden Grundgebühren wurden im Voraus, und die einmaligen Gebühren nachträglich für den abgelaufenen Monat berechnet.

    • Verstärkertechnik: Der Einheitsverstärker wurde eingeführt.

    • Funksprechdienst: Nach einer 4jährigen Versuchszeit wurde der Funksprechdienst zwischen London – New York eröffnet. Fast zur gleichen Zeit wird der Funksprechverkehr zwischen Deutschland - Buenos Aires in Argentinien eröffnet. Die Entfernung betrug 11.890 km. Es wurde mit einer Leistung von 20 kW gearbeitet.

    • Bildtelegraph: Der erste planmäßige Bildtelegraphendienst wurde am 1. Dezember 1927 zwischen Berlin und Wien eröffnet.

    • Fertigstellung der Fernkabelstrecken:
      -
      Paris – Rouen – Le Havre 
      - Paris – Boulogne – London. 
      Die Strecke Paris – Lille – Roubaix – Tourcoing (Brüssel) ist in der Bauphase.

    • Österreich 16. August: Fernkabel nach Budapest wird eröffnet.
      Ab dem Jahr 1927 erhalten alle österr. Teilnehmer Telefonapparate mit Wählscheiben und können so ihre Gesprächspartner innerhalb eines Ortsnetzes direkt und ohne Vermittlungshilfe erreichen.

    • Ungarn 16. August: das erste Fernkabel geht von Budapest nach Wien in Betrieb.

    • Italien September: Beginn der Verlegung des Fernkabels zwischen Chiasso – Lugano.

    • Frankreich: Über das Fernkabel Paris-Straßburg wurden die ersten Verbindungen nach Deutschland hergestellt. Nach einer Verlängerung des Kabels konnte darüber auch die Schweiz erreicht werden.

    • Frankreich: Fertigstellung der Fernkabelstrecken Paris – Rouen – Le Havre
      und der Strecke Paris – Boulogne – London. 
      Die Strecke Paris – Lille – Roubaix – Tourcoing (-Brüssel) ist in der Bauphase.

    • Frankreich: gesamtes Fernkabelnetz in Frankreich hat eine Länge von mehr als 1.500 km.

    • Schweden: In Stockholm ist bereits die zweite automatische Vermittlungsstelle in Betrieb, in Göteborg wird die erste automatische Vermittlungsstelle eröffnet.

    • Niederlande: Der Staat übernimmt noch die Ortsnetze Eindhoven und Woerden.  Unter neuen Bedingungen wurden die Konzession aus der Anfangszeit  für Amsterdam, Rotterdam und Den Haag verlängert.

    • Niederlande: Zwischen Niederlande (Holland) und England wird das dritte Seekabel ausgelegt.

    • Belgien 16. Februar: Anschluss der Kabelstrecke Brüssel – Aachen an das deutsche Fernsprechnetz.

    • Tschechoslowakei 24. November: Eröffnung des Fernkabel Dresden – Prag.

    • Polen: Übernahme der Vermittlungsstelle Bielitz durch den Staat. Es wurden in den Folgejahren weitere Vermittlungsstellen durch den Staat übernommen.

    • Griechenland: Die Regierung stellt einen Plan auf, wonach private Gesellschaften den Aufbau und den Betrieb von Fernsprechanlagen übernehmen sollen.

    • Jugoslawien: Eröffnung des Wählamts in Neusatz.

    • Jugoslawien 1. Dezember: Der Sprechdienst mit Deutschland wird über die Vermittlung in Wien eröffnet.

    • Türkei: die schwedische Gesellschaft L. M. Ericsson erhält eine Konzession mit einer Laufzeit von 40 Jahren zum Errichten und Betreiben von Fernsprechanlagen zwischen den wichtigsten  türkischen Städten.

    • Island: Es bestehen bereits 17 Fernsprechnetze.

    • Monaco: Das gesamte Netz wird auf Zentralbatteriebetrieb umgestellt und erhält zehne neue Vermittlungsplätze mit jeweils 100 Anschlüssen.

    • Lichtenstein: das erste private Netz von 1886 ging im öffentlichen Netz auf.

    • Sowjetunion: Bau der Fernleitung Moskau – Tiflis
      Die großen Entfernungen in diesem Land wurden dann später meistens mit Funkverbindungen hergestellt. 
      Die Leitung nach Warschau wird eröffnet.
      Das fehlende Teilstück Smolensk – Stolpce wurde fertig gestellt.

    • England - Schweden: Eine Fernleitung für den Sprechverkehr zwischen Großbritannien und Schweden wurde über das deutsche Fernkabelnetz geschaltet.




    Handfernsprecher Siemens aus dem Jahr 1927

    Bericht aus dem Polytechnischen Journal 1927, Band 342 (S. 139–142)

    Ein neuer Handfernsprecher. Einer der Glanzpunkte der Leipziger Technischen Frühjahrsmesse war ein neuer Handfernsprecher – ein Mikrotelefon sagt der Deutsche – von Siemens und Halske, ein Glanzpunkt deshalb, weil er auf seinem Gebiete mehr als den üblichen kleinen Fortschritt bringt.

    Zwei Neuerungen sind es, die als wesentliche Schritte vorwärts anzusehen sind, nämlich die Herstellung des ganzen Handfernsprechers aus einem einzigen Stück, das aus einem außerordentlich widerstandsfähigen Isolierpressstoff gefertigt ist, und die Herstellung des Fernhörers als Kapsel, die einfach in den Handfernsprecher eingelegt wird und dadurch ihre leitenden Verbindungen bekommt. Beim Mikrophon machte man das – abgesehen von der Kinderzeit des Fernsprechers – immer schon so, aber die Herstellung des Fernhörers als Kapsel ist ein ganz  neuer, großen Erfolg versprechender Gedanke, und zwar aus zahlreichen Gründen. So ist eine solche Fernhörerkapsel ein Gegenstand, der sich wie kaum ein anderer zur Reihen- und Massenherstellung eignet: Sie wird also billig und kann für alle überhaupt in Betracht kommenden Zwecke vollkommen einheitlich hergestellt werden.


    Nur die Wicklungen auf dem Magneten müssen verschiedene Windungszahlen haben, je nachdem, ob es sich um ein Gerät für Ortsbatterie – wobei der Apparat selbst mit einer Batterie versehen ist –, oder um eines zum Anschluss an Ämter mit Zentralbatterie – wobei der Apparat keine Batterie hat, sondern vom Amt aus mit Strom gespeist wird –, oder ob es sich um Funkhörer handelt, die ja bekanntlich etwa je 2000 Ohm Widerstand haben müssen.

    Aber diese Spulen werden ebenfalls serienmäßig hergestellt und auf die Magnete einfach aufgeschoben, so dass diese kleine Abweichung die Einheitlichkeit der Herstellung in keiner Weise stören kann.

    Als einen der wichtigsten Vorteile der Fernhörerkapsel sehe ich an, dass ihr Magnet nicht einstellbar ist; das klingt sonderbar, denn man hielt bisher die Einstellbarkeit für einen Vorzug. Die raue Wirklichkeit sieht aber anders aus; fast alle einstellbaren Fernhörer sprechen nicht so gut, wie man es nach der Sorgfalt ihrer Herstellung erwarten sollte, weil eben die Einstellvorrichtung von Nichtsachkundigen verstellt, oder, wenn man sich ganz deutlich ausdrücken will, weil daran gespielt wird. Man muss froh sein, wenn dabei das Schallblech nicht so verbogen wird, dass es dauernden Schaden leidet und nie mehr gut arbeiten kann. Die Fernhörerkapsel kann aber so hergestellt werden, dass sie mit Sicherheit die beste Wirkung ergibt.

    Ein weiterer Vorteil ist natürlich die bequeme Auswechselbarkeit, namentlich in Verbindung mit der Billigkeit: Taugt ein Fernhörer nichts mehr, so wirft man die kleine Kapsel einfach weg und setzt eine neue ein – das ist das Werk von Sekunden; dieses Verfahren erspart Zeit, Geld und Ärger, und man hat dann eben nicht einen notdürftig instandgesetzten Fernhörer, sondern einen vollkommen neuen mit allen seinen guten Eigenschaften.

    Der ganze Handfernsprecher mit seiner gefälligen Form, an dem sich keine Vernickelung von Metallteilen abgreifen kann – was immer schlecht aussieht, wenn es geschehen ist –, weil keine Metallteile außen vorhanden sind, ist leicht sauber zu halten, da er keine scharfen Kanten und Rinnen hat, in denen sich Schmutz festsetzen könnte. Er ist erheblich leichter als die bisherigen Handfernsprecher und kann trotzdem einen Puff vertragen.

    An Zusammenbauarbeit wird dadurch erheblich gespart, dass die Leitungen gleich mit in den Handgriff eingepresst werden. Auch dieser Umstand hat eine Verbilligung zur Folge. Früher baute man Fernsprechapparate mit Zierleisten, die wahre Wunderwerke der Möbeltischlerkunst waren, auch Rokokofernsprecher gab es – heute lässt man sie durch ihre gedrungene, einfache, zweckentsprechende Form wirken. Gerade in Verbindung mit solchen Apparaten wirkt der neue Handfernsprecher besonders schön, und wenn man sich erst daran gewöhnt hat, so mag man die alten Ausführungsformen gar nicht mehr sehen.



    Zeitraum  1927
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen verfuegbar Das Wählsystem 27 wird eingeführt Weitere Informationen verfuegbar System 27 Kleines SA-Amt
    Weitere Informationen verfuegbar Leitungswähler 27 Gestellrahmen Weitere Informationen verfuegbar Leitungswähler 27
    Weitere Informationen verfuegbar II./IV. Gruppenwähler 27 Gestellrahmen Weitere Informationen verfuegbar II./IV. Gruppenwähler 27
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    Weitere Informationen verfuegbar I. Gruppenwähler 27 Gestellrahmen Weitere Informationen verfuegbar I. Gruppenwähler 27

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