halbautomatische Teilnehmerwahl durch Vermittlungskräfte in Dresden
Zeitraum  1914 - 29. Januar
Land:  D
Das neue Posthaus in Dresden

29. Januar 1914:  rechtes Bild Hofpostamt Dresden


In Dresden begann der Betrieb mit einer automatischen Vermittlungsstelle für 11.000 Hauptanschlüsse im Hofpostamt.

Es waren zwei Wählersäle für jeweils 20.000 Teilnehmer geplant. Ausgebaut wurde das automatische Amt auf 17.000 Teilnehmer.

Die Firma Siemens Halske begann mit dem Aufbau der halbselbsttätigen Ortsvermittlungsstelle am 24. März 1913. Zum damaligen Zeitpunkt war es das größte automatische Amt mit dieser Technik.

Bereits am Ende des Jahres 1914 war es mit 15.220 Hauptanschlüssen und 12.708 Nebenanschlüssen beschaltet.

Es waren für dieses Projekt umfangreiche Baumaßnahmen erforderlich. Dazu wurden Seitenflügel des ehemalige Hofpostamtes aufgestockt.

In der Anfangszeit wurden die Verbindungen halbautomatisch hergestellt. Der Teilnehmer gab der Vermittlungsperson die gewünschte Teilnehmernummer durch. Diese wurde in einen Zahlengeber eingetippt und wurde von diesem automatisch gewählt.

Dieser Zwischenschritt war erforderlich, weil die große Anzahl der benötigten Fernsprecher mit Nummernschalter (Wählscheibe) nicht sofort ausgetauscht und bereitgestellt werden konnten.

Weitere Information finden Sie unter:
  • halbautomatische Teilnehmerwahl durch Vermittlungskräfte in Wien   
  • Halbautomatischer Arbeitsplatz   
  • Ersatz der halbautomatischen Teilanschlüsse   
  • Beginn der halbautomatischen Fernwahl