Wien: Abbau Ortsämter durch russische Besatzungsmacht
Zeitraum  1946 2. Februar

Wie erinnerlich, waren auf Geheiß der russischen Besatzungsmacht einzelne Ortsämter des Wiener Ortsnetzes abgebaut worden, unter anderem auch das in Wien-Fünfhaus.

Da dieses Amt einen sehr großen Versorgungsbereich zu betreuen hatte (bis zur westlichen Stadtgrenze) und auch das Ortsamt Wien-Hietzing (ebenfalls im Westen Wiens gelegen) ebenfalls der Demontage anheim gefallen war), musste eine Lösung gefunden werden.

Aus verschiedensten Ämtern Wiens, die intakt geblieben waren, aber aufgrund der großen Zerstörungen der Industriebetriebe und Wohnhäuser nunmehr Überkapazitäten aufwiesen, wurden entsprechende Einrichtungen zusammengezogen und in Ämtern, die der Demontage anheimgefallen sind, als Ersatz aufgebaut.

Unter anderem geschah dies in Wien-Fünfhaus (bis im August 1952 das erste Vollamt nach dem System 48 aufgebaut worden war) - siehe die entsprechenden Anweisungen in der Beilage - und auch in Wien-Hietzing. Im Hietzinger Amt standen die Behelfseinrichtungen bis Mitte 1955 in Betrieb, bis auch dort das Wählsystem 48 seinen Einzug hielt.

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Quelle Text und Bild: Archiv Dulosy