Wien: massiver Bombenangriffe im Frühjahr 1945
Zeitraum  1945 31. März
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Infolge massiver Bombenangriffe im Frühjahr 1945 kam es unter anderem das Wiener Ortsamt Wien-Floridsdorf zu einem Totalverlust.

Das Amt musste daher stillgelegt werden, die wichtigsten Teilnehmer, u.a. die Schnellverkehrsverbindungen nach Langenzersdorf und Korneuburg wurden dann an die intakt gebliebene Vermittlungsstelle Wien-Treustraße umorientiert (der Hauptverteilerraum von Wien-Floridsdorf war intakt geblieben).

Man beachte das Datum des Schreibens!

Übrigens blieben die Ersatzschaltungen nicht lange in Betrieb. Die Deutsche Wehrmacht sprengte auf dem Rückzug Anfang April 1945 alle Eisenbahnbrücken über die Donau und auch die Florisdsdorfer Brücke (wo die betreffenden Telefonkabel drüber liefen), die vorgesehene Sprengung der Wiener Reichsbrücke wurde - aus bis heute nicht geklärten Umständen -erfreulicherweise verhindert, sie stürzte allerdings in den frühen Morgenstunden des 01. August 1976 von alleine ein.

 

Quelle Text und Bild: Archiv Dulosy

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Die Unterbrechung der Donaubrücken bewirkte dann eine massive Störung des beiderseits der Donau gelegenen innerstädtischen Telefonbetriebes.

Da schon vorher alle(!) Brücken über den Donaukanal gesprengt worden waren, kam es dann in weiterer Folge zu einer Aufteilung des Wiener Ortsnetzes in zwei Vermittlungsbereiche, die untereinander durch Anwendung einer eigenen Vorwahl erreichbar waren, es gab also daher von Mitte 1945 bis Ende 1946 zeitweilig acht- bzw. neunstellige Telefonnummern in Wien.

Weitere Information finden Sie unter:
  • Bombenangriff Wählamt Wien Wählergestelle massiv beschädigt   
  • Durch Kriegseinwirkung schwere Schäden vor allem auch am Leitungsnetz.