Erstes Telefongespräch von Deutschland nach USA über Funk
Zeitraum  1928
Land:  D/US
Heinrich Hertz

Am 10. Februar 1928 nahmen Deutschland und die USA den drahtlosen Fernsprechverkehr über Funk auf. Den neuen Dienst nutzten Banken, die sich über die Börsenkurse in New York informieren wollten.

Der Verkehr lief von Deutschland über Fernkabel nach London und von dort aus per Funk nach USA. Die direkte Funkverbindung Deutschland - USA wurde erst im Jahr 1939 nach Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und England eingeführt.

Es wurden pro Tag circa 45 Gespräche mit einer durchschnittlichen Länge von 6 Minuten geführt.

Eine lange Entwicklungsgeschichte war vor dieser ersten dauerhaften Sprechverbindung über die Kontinente hinweg voraus gegangen.

  • Der Erfinder Heinrich Hertz (rechtes Bild) hatte die elektromagnetischen Wellen nachgewiesen, die durch die Luft übertragen werden.
  • Der Italiener Guglielmo Marconi begann mit den seinen ersten Telegrafieversuchen.
  • Im Jahr 1897 konnte er eine Verbindung per Funk über den Kanal zwischen England und Frankreich hergestellt werden.
  • Im Jahr 1901 zwischen England und Neufundland

Die elektrischen Wellen hatten erstmals den Atlantik überquert. Die Entfernung von 2500 km war für damalige Verhältnisse eine enorme Leistung. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte Guglielmo Marconis drahtloser Telegraf aber nur Morsezeichen übertragen. Zu einer späteren Zeit gelang es anderen Erfindern die Sprache und Musik über Funk zu übertragen.

Das war die Geburtsstunde des Sprechfunkverkehrs. Es konnten Gespräche von Schiffen aus um die ganze Welt geführt werden. Bereits im Jahr 1885 war ein erstes drahtloses Telefongespräch geführt worden. Es wurde über Radiosender übertragen und nur auf kurzer Entfernung. 
Guglielmo Marconi

Die ernorme und große Reichweiten von Kurzwellen wurden von Funkamateuren entdeckt.

  • Ende 1923 gelangen den Funkamateuren bei Sendeleistungen von ein paar hundert Watt Kurzwellen-Telegrafieverbindungen von USA nach  Europa im 100 m-Band.
  • Im Jahr 1924 gelang die Verbindung von England nach  Neuseeland.
  • Mit 500 kW Längswellensendern konnten wegen der atmosphärischen Störungen solche Reichweitern auch nur gelegentlich und nur nachts erreicht werden.
  • Im  Jahr 1924 wurden auch die ersten kommerziellen Kurzwellen-Linien eingerichtet, z. B. nach Buenos Aires über eine Entfernung von 12 000 Kilometern.

Den Durchbruch der Kurzwellentechnik brachte die Verwendung von  höheren Frequenzen. Auch der Bau von wassergekühlten Senderöhren für 20 Kilowatt Senderleistung  und die Entwicklung von Richtantennen für Sender und Empfänger brachte große Verbesserungen und Reichweiten.

Im Jahr 1928 waren circa 300 Kurzwellen Weitverkehrsstationen in Betrieb, über die dann erstmals Fernsprechteilnehmer weltweit miteinander  telefonieren konnten.

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  • Guglielmo Marconi   
  • Heinrich R. Hertz