Richtfunkturm Ansfelden für vorerst 20.000 Fernsprechkanäle
Zeitraum  1978 22. September
Land:  A
Richtfunkturm Ansfelden

Richtfunkturm Ansfelden für vorerst 20.000 Fernsprechkanäle in Betrieb

  • Höhe 76 m plus 17 m Gittermast
  • Richtfunkverbindung Ansfelden - Linz/Fadingerstr.
  • u. ORF-Studio Linz - Lichtenberg mit transistorisierten 7,5 GHz-Geräten
  • Einschaltung Richtfunkkanal Sbg./Gaisberg - Wien für Kabelfernseh-Gesellschaft (KTV).
Richtfunkturm Ansfelden:

1978 wurde anstelle des Stützpunktes Fleckendorf auf einer Anhöhe nächst Ansfelden dieser Turm errichtet.
 
Über diese Richtfunkstation verlief sowohl die Ost-West-Verbindung Wien-Salzburg-Innsbruck für Telefon, Fernsehen und Rundfunk, die Abzweigung nach Linz und zum Fersehsender Lichtenberg als auch später die Programmzubringung für private Kabel-TV-Gesellschaften in OÖ.

Der Turm wurde am 22. September 1978 eröffnet und diente als Ersatz für die Richtfunkantennen beim Kurzwellensender Fleckendorf, der bis Mitte der 1990er Jahre noch betrieben wurde und dessen ehemaliger Richtfunkmast heute von Mobilfunkbetreibern genutzt wird.

Über die Station läuft die 1959 eröffnete nördliche Ost-West-Richtfunk-Verbindung Wien-Salzburg-Innsbruck-Bregenz für Telefon, Fernsehen und Rundfunk.

Der Betonschaft hat einen Durchmesser von etwa 6,5 m und eine Höhe von 76 m und wurde in Gleitschalungstechnik errichtet. Die Trägerplatte für die Kanzel mit 20 m Durchmesser wurde auf dem Boden betoniert und hydraulisch auf 50 m gehoben.

Auf dem Betonschaft sitzt ein Gittermast mit 17 m Höhe. Der Turm liegt auf einem Hochpunkt (363 m ü. A.) des östlichen Ausläufers des Ziehbergs. Die Spitze des Turmes, unter der sich drei Plattformen für Sendeanlagen befinden, liegt somit bei 456 m ü. A..

Derzeit betreibt der Eigentümer, die Telekom Austria, hier einen Richtfunkknoten sowie eine Mobilfunkanlage von ihrem Mobilfunknetz A1.

Weiters wird der Turm noch von einem Kabelnetzbetreiber sowie von Rettungsorganisationen genutzt.

Im Jahr 2006 konnten 28 digitale Richtfunksysteme mit einer Übertragungskapazität von 2,8 GB pro Sekunde, was 43.000 Fernsprechkanälen entspricht oder alternativ 100 - 600 Videokanälen, und 22 analoge Richtfunksysteme für 27.000 Fernsprechkanäle (alternativ 22 Videokanäle) genutzt werden.

Bildquelle: Dampfradio

Weitere Information finden Sie unter:
  • Kapazität des Richfunkturmes Ansfelden auf 27.000 Fernsprechkanäle erweitert   
  • Baubeginn Richtfunkturm Ansfelden