Einführung des 12 kHz-Gebührenzähler-System
Zeitraum  1977
Land:  A
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Einführung des 12 kHz-Gebührenzähler-System statt dem nicht erdfreiem 50 Hz-System in Österreich

Gebührenimpulsrechner:
Bild zeigt ein Gerät zur Anzeige der aufgelaufenen Gebühren beim Teilnehmer aus dem Jahr 1990/1991

Bildquelle: Verein Nachrichtentechnik einst und jetzt

Für Teilnehmer, deren Anschlüsse über Induktivwahlstrecken realisiert worden war (z.B. Anschlüsse in Kraftwerken und auf Bahnhöfen bzw. sonstige, fremdspannungsgefährdete Anschlüsse) war diese Zählung bereits spätestens 1967/1968 verfügbar.

Ab 1970/1971 wurde dann diese Zählart auch für Münzfernsprecher (MÜ70, MÜ71) realisiert, diese ersetzte zunächst bei den Münzfernsprechern die 50Hz-Zählung, die eine Erdleitung für die Zählung erforderte. Findige Leute hatten nämlich herausgefunden, dass, wenn man die Erdleitung des Münzers abgetrennt hatte, man kostenlos telefonieren konnte.

Um dies künftig zu verhindern, führte man dann umgehend die erdfreie Zählung mit 12kHz ein (die 12kHz-Zählung kam übrigens aus der Schweiz, Haus- und Hoflieferant dafür war in den Anfangszeiten die Schweizer Firma SODECO).

Im Jahr 1977 wurde dann im großen Still für die Teilnehmer die 12 kHz Zählung eingeführt.
Vor dem elektronischen Zähler gab es den Trommelzähler (Tischtarifzähler 66).

Abgesehen von der unterschiedlichen Warennummer und der entsprechenden Bodenbeschriftung kann man den 12 kHz-Zähler leicht unterscheiden: die Frontplatte des 12kHz (und übrigens auch des 14kHz-Zählers) ist silbern, die Frontplatte des 50Hz-Zählers ist schwarz.

Der besagte Tischtarifzähler mit Trommelzählern wurde dann durch den GIR 81, später durch den GIR 86 ersetzt; der GIR 90 erschien zunächst in einer chamoisfarbenen Ausführung, ab etwa 1995 auch in schlammgrau, passend zum Apparat 95.

Quelle: Text Dulosy

 

Weitere Information finden Sie unter:
  • Schaltplan individueller 12kHz Gebührenimpulssender