Entwicklung österreichischen Fernwählsystem (FWS 51)
Zeitraum  1951
Land:  A
Entwicklung eines österreichischen Fernwählsystems (FWS 51) Details Anzeigen

Bildquelle: Verein Nachrichtentechnik einst und jetzt

Der Registerverzoner (RV) war die technische Voraussetzung für die Inbetriebnahme des automatisierten Selbstwählfernverkehrs in Österreich:

Der Registerverzoner besteht aus:

  • einem Motorwählerlaufwerk (im Bild links),
  • 3 kleinen Einstellwählern („Wählerrelais“, rechts neben dem Motorwählerlaufwerk) ,
  • einem Impulswiederholer (in Bildmitte),
  • viele Steuerungsrelais,
  • 3 Kontrollzählern (links unten)
  • farbigen Zustandskontrolllampen.

Wobei der  Impulswiederholer ein kleines elektromechanisches Wunderwerk war. Für die damalige Zeit technisch ein hoch entwickeltes Bauteil. Seine besondere  Funktion bestand darin, gleichzeitig Wahlimpulse zu speichern und auszusenden, dadurch konnte er quasi eine unbegrenzte Ziffernanzahl speichern. Bei bei vielen Systemen des Auslandes war der Nummernspeicher auf 10 Stellen begrenzt.
Die Registerverzoner waren stets in  einem VbA, bzw. im VbA-Teil eines NGA oder HBA aufgebaut.


Dem Registerverzoner oblag die Lösung der nachfolgend angeführten Aufgaben:

  • Die vom Telefonteilnehmer gewählten Ziffern aufzunehmen und zu speichern
  • Ziffern auszuwerten, und wenn erforderlich umzurechnen
  • und zur Steuerung der Wähleinrichtungen an die nachfolgenden Stufen an die Leitung abzugeben.
  • selbstständige Verzonung für die Vergebührung der Ferngespräche
Im Fernverkehr werden die Gespräche über verschieden große Entfernungen geführt. Es war daher notwendig, diese Entfernungen bei der Gebühr zu berücksichtigen. Zu diesem Zweck wurden die Gebiete in verschiedenen Zonen eingeteilt, die unterschiedlich hoch vergebührt wurden. Je höher die Gebühr war, desto mehr Impulse pro Minute wurden an dem Zähler des anrufenden Teilnehmers übermittelt.
Ergänzend sei hier erwähnt dass die Vergebührung der Ortsgespräche unabhängig vom Registerverzoner ebenfalls mit Impulsen erfolgte, die in einem fix eingestellten Zeitintervall ebenfalls dem Teilnehmerzähler übermittelt wurden.
Weitere Information finden Sie unter:
  • Erster Betriebsversuch Fernwählsystem 51 in St. Veit/Glan