Einführung des 8 Minuten Zeittaktes bei Ortsgesprächen
Zeitraum  1980
Land:  D
Einführung des 8 Minuten Zeittaktes bei Ortsgesprächen

Im Jahr 1980 wurde bei Ortsverbindungen der 8 Minuten Zeittakt eingeführt. Vorher wurde ein Ortsgespräch, egal wie lange es gedauert hat, mit einer Einheit abgerechnet. Der sogenannte Ortsbereich wurde auf den Nahbereich ausgedehnt.

Die Dauerbelegung einer Telefonleitung für 23 Pfennig ist nicht kostengerecht, sagte der damalige Bundespostminister.

Er wusste aber auch, dass durch die Neugliederung der Kommunen in den siebziger Jahre weitere Ungerechtigkeiten aufgetreten sind. Die kleinen Gemeinden wurden zusammengelegt. Die zuständige Behörde in der Gemeinde war jetzt auf einmal ein paar Kilometer weiter und der Anruf dorthin war jetzt  ein teures Ferngespräch.

Die Grenzen für die Ortsgespräche wurden neu gezogen. Als  staatliche Behörde wurde dafür eine neuer Begriff geschaffen: ND-OZZ oder auch "Nahdienst-Ortszeitzählung". Im Nahdienst wurden nun die Orte zusammengefasst, die in einem Radius von 20 Kilometern lagen.

Benachteiligte Bereiche, wie zum Beispiel die "Zonenrandgebiete" an den Grenzen, wurde der Radius auf 30 Kilometern ausgedehnt und es gab noch zusätzlich 50 Gratis-Einheiten pro Kunde. In Berlin durfte man weiter für eine Einheit ohne den 8-Minuten-Takt telefonieren.

nachgerüstete ZZS Platinen an der Rückseite vom 1. GW

Dazu mussten die Schaltungen des 1. Gruppenwähler und der Übertragungen durch eine kleine Platine erweitert werden.

Die Platine hieß Zählzusatz (ZZS), siehe auch Schaltungsunterlagen 1. Gruppenwähler 50a

Das Bild zeigt die Rückseite der 1. Gruppenwähler Relaissätze aus dem System 55 mit den nachgerüsteten Platinen.

Weitere Information finden Sie unter:
  • ZZS und ZIV   
  • ZZS Nachrüstung System 50 und 55v   
  • ZZS Platine   
  • I. Gruppenwähler System 50a