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    Homepage > Telefontechnik > Geschichte Telekommunikation bis 1999
    Standard Telefon 611  337 von 435eine Seite zurückeine Seite vor

    Standard Telefon 611
    Standard  Telefon 611 beige der deutschen Bundespost

    Im Jahr 1963 wird alles Kieselgrau (Einheitsgrau) mit den neuen Telefonen aus der Serie  W611.  Kurze Zeit später gab es auch die farbigen Modelle.

    Die technische Änderung Neuerung gegenüber dem Vorgängermodell:
    die Lautstärke des Weckers (Klingel)  ist stufenlos regelbar.

    Der Fernsprechtischapparat FeTAp 61(1) löste den Fernsprecher W48 ab. Er war eine völlige Neukonstruktion. Kein Bauteil stammte aus früheren Apparaten. Es wurde zum ersten Mal auch eine Platine (gedruckte Schaltung) eingesetzt. 

    Es wurde nur noch eine Glockenschale verwendet. Der Klingelton war nicht mehr so schön wie im Vorgängermodell.


    Telefon 611 Schaltplan

    Stromlaufplan
    Fernsprecher W 611

    Anschlüsse:
    G  = Anschluss für Gebührenzähler
    W = Anschluss für Zusatzwecker
    La = Anschluss Ader-a
    Lb = Anschluss Ader-b

    Bauteile:
    F = Fernhörer (Lautsprecher)
    GGs = Gehörschutzgleichrichter zur Unterdrückung der Knack Geräusche
    GU = Gabelumschalter
    M = Mikrofon

    nsi = Nummernschalter Impulskontakt
    nsa = Nummernschalter Arbeitskontakt
    W = Wecker (Klingel)

    C1 = Kondensator für Wecker und Funkenstörung von nsi
    R1 = Schutzwiderstand

    R2 = Widerstand Leitungsnachbildung
    C2 = Kondensator Leitungsnachbildung


    Er war eine völlige Neukonstruktion – kompakter, handlicher und leichter. Kein Bauteil stammte von früheren Apparaten, Sprech- und Hörkapsel, Nummernschalter und Gummifüße sind jedoch austauschbar mit Vorgängermodellen. Sein optisches Vorbild war das Ende der 1950er-Jahre von der Firma SEL (Standard Elektrik Lorenz) konstruierte Modell „Assistent“, das rein für Nebenstellen entwickelt worden war, sich jedoch wegen der Bruchempfindlichkeit der ersten Kunststoffe nicht durchsetzen konnte.


    Maßgeblich an der Konstruktion des FeTAp 61 beteiligt waren die Firmen Siemens, SEL und Richard Bosse & Co. Alle Gehäuseteile und der Handapparat bestanden aus hochschlagfestem, thermoplastischem ABS-Kunststoff, nicht mehr aus dem zwar harten, aber spröden und bruchempfindlichen Bakelit wie sein Vorgänger. Die Fingerlochscheibe wurde aus transparentem Kunststoff gefertigt.

    Anfangs wurde die Lochscheibe des SEL Assistent mit kleiner Papiereinlage übernommen, doch schon in den 1960er Jahren wurde eine neue Fingerlochscheibe mit größerem Papierschild und verbesserter Bruchfestigkeit aus dem Kunststoff Styrol-Acrylnitril hergestellt. Die Nummernschalter (Typ NrS 61 - Weiterentwicklungen des NS 38) waren je nach Baujahr bzw. Hersteller unterschiedlich ausgeführt, sie unterschieden sich äußerlich beispielsweise am Ablaufgeräusch und der genauen Form des Fingeranschlages. Innerhalb des Gerätes waren sie mit Staubschutzkappen für die Mechanik ausgerüstet und zur Dämpfung der Wählgeräusche gummigelagert montiert.

    Alle elektrischen Bauteile wurden als „gedruckte Schaltung“ auf eine geätzte Pertinax-Platine gelötet. Der Wecker – er nannte sich „Einschalenwecker 61“ – hatte nur noch eine Glocke („Weckerschale“), seine Lautstärke war mit einem Drehknopf auf der Geräteunterseite einstellbar. Auch hier gab es verschiedene Ausführungen. Der Einschalenwecker hörte sich konstruktionsbedingt nicht mehr so harmonisch an wie seine zweischaligen Vorgänger, eher schrill (Diese höheren Frequenzen wurden von älteren Menschen als unangenehm empfunden.[1]) Die Schaltung der FeTAp 61 unterscheidet sich vom W48 nur geringfügig. Die Rückhördämpfung wurde verbessert.

    Typen der ersten Baureihe (bis ca. 1968) hatten die Bezeichnung FeTAp 611–1, danach folgte die in kleineren Details modifizierte Reihe FeTAp 611–2 (Bei anderen Ausstattungsmerkmalen lauteten die Bezeichnungen entsprechend 612-1 und 612-2 bzw. 611 GbAnz-3). Das Kabelfach erhielt beim 611-2 nun eine Lasche zur Aufnahme eines Zweithörer-Ständers (in der Praxis wurde dieses Detail fast nie genutzt), außerdem wurden die Bodenplatte und die Pertinaxplatine geringfügig verändert (die 611-2-Platine passt nicht in den 611-1).

    Zunächst wurde der FeTAp 61 nur in „kieselgrau“ produziert (daher kommt der Spitzname Graue Maus). 1970 startete die Deutsche Bundespost eine Umfrage über farbige Telefone. Aus 13 unterschiedlichen Farben und Farbtönungen wurden vier Apparate ausgewählt.

    1972 führte man schließlich zusätzlich zu der kieselgrauen Version die Farben ockergelb, lachsrot, hellrotorange und farngrün ein (die Farbe lachsrot wurde jedoch bald aufgrund geringer Nachfrage wieder ersatzlos aus dem Angebot genommen). Die Anschlusskabel wurden bei diesen farbigen Modellen - vor allem auch aus wirtschaftlichen Gründen - in schwarz gehalten, nur der kieselgraue Apparat behielt im Originalzustand seine grauen Kabel (wenngleich es heute viele auf schwarze Kabel umgebaute graue Geräte gibt).

    In kleinen Stückzahlen wurden auch Sonderfarben hergestellt, z. B. dunkelrot (mit schwarzen Applikationen), schwarz und hellgelb. Diese wurden jedoch unabhängig von der Bundespost für Firmen und Institutionen in kleinsten Auflagen gefertigt, weshalb solche Exemplare heute extrem wertvoll sind. Gleiches gilt für das transparente 61-2-Modell, das eigens zu Ausstellungszwecken entworfen wurde. Bei den Apparaten von der Deutschen Bundespost waren die Schrauben zum Öffnen der Bodenplatte mit kleinen Kunststoffstopfen (den sog. Siegelscheiben) verplombt, um unzulässige Eingriffe von Seiten des Teilnehmers zu verhindern bzw. aufzudecken. Damals wurden die Endgeräte nicht wie heute vom Teilnehmer selbst gekauft, sondern waren vermietetes Eigentum der DBP.

    Der FeTAp 61 wurde von allen bekannten westdeutschen Telefonherstellern für die Deutsche Bundespost und auch für eigene private Telefonanlagen (als „Büroapparate“) in einer Gesamtzahl von über 20 Millionen Stück gefertigt. In der Bundesrepublik Deutschland ging mit ihm der Wandel des Telefons von einem Luxusobjekt zu einem selbstverständlichen Gebrauchsgegenstand einher - für viele Bundesbürger war er das erste „eigene“ Telefon zu Hause. Hatten im Jahr 1963 gerade 19 % der bundesdeutschen Haushalte einen Hauptanschluss, so waren es 1984, als die Produktion des FeTAp 61 eingestellt wurde, 88 %. Bereits 1970 verfügten 50 % aller bundesdeutschen Teilnehmer über das neue 61er-Modell. Von der DBP aufgearbeitete Apparate wurden noch bis 1988 bei den Teilnehmern angeschlossen.

    Unter den vielen Sonderbauformen des FeTAp 61 (insgesamt über 250) war auch eine Ausführung als Wandapparat mit der Typbezeichnung FeWAp 61 (1967 eingeführt, er löste den reinen Wandapparat W48 und den umbaubaren Tisch-/Wandapparat W49 „TiWa“ ab), außerdem mit dem FeTAp 611 GbAnz eine Ausführung mit eingebautem Gebührenanzeiger. Der Typ FeTAp 616D war das erste Modell mit einer Datentaste.
    Apparate dieses Typs werden mittlerweile immer seltener (insbesondere natürlich die in geringeren Stückzahlen gebaute Version in lachsrot). Viele Exemplare fanden ihr Ende im Schrottcontainer. Mittlerweile sind sie auf dem Weg zum Kultstatus – ein Abschnitt von über 20 Jahren westdeutscher Telefongeschichte. Sie erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und werden sogar wieder in Betrieb genommen.

    Quelle Wikipedia: Creative Commons-Lizenz


    Zeitraum  1963
    Land:  D
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Fernsprechtischapparat  FeTAp 612 Weitere Informationen verfuegbar Fernsprechtischapparat FeTAp 612 Weitere Informationen : Fernsprecher FeTAp 612 Weitere Informationen verfuegbar Fernsprecher FeTAp 612
    Weitere Informationen : Tischfernsprecher W48 Weitere Informationen verfuegbar Tischfernsprecher W48  

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