Beim dem Test wurde die Zeit für die Wahl einer sechsstelligen Ziffer mit elektrischen Hilfsmitteln gestoppt und gleichzeitig eine photographische Bewegungsstudie aufgenommen (die Versuchspersonen trugen dabei ein Miniaturglühlämpchen am wählenden Finger).
Ferner wurde die Anzahl der Falschwahlen sowohl auf den einzelnen Tastaturen als auch im Vergleich mit der Wählscheibe aufgezeichnet. Die zu wählenden Ziffern wurde für einen Teil der Testpersonen nach einem bestimmten Schema ausgetauscht, damit sich der Teilnehmer nicht an die Nummer gewöhnt.
Die Grafik zeigt dass mit der Tastatur wesentlich kürzere Wahlzeiten als mit der Nummernscheibe möglich sind (im Mittel 2,5 sec gegenüber 8 sec bei der Wählscheibe). Die Anzahl der Wahlfehler war mit 2,3 % bei der für viele Testpersonen ungewohnten Tastatur etwas höher als bei der Wählscheibe (1,6 % Fehler).
Die Tabelle zeigt das Ergebnis der Testreihe. Hiernach wurde subjektiv am höchsten bewertet die waagerechte Anordnung aus 2 Fünfergruppen. Die insgesamt günstigste Wahlzeit wurde erzielt mit einer Anordnung 3 * 3 + 1 (Zählweise von oben nach unten).
Dies ist auch die Tastatur, die heute ausschließlich bei den Fernsprechapparaten anzutreffen ist. Die Anordnung wurde auch vom CCITT empfohlen.
Es bleibt jedoch zu erwähnen, dass die schnellste Zifferneingabe auf einer Tastatur mit umgekehrter Ziffernfolge (Zahlen von unten nach oben wie bei einer Rechenmaschinentastatur), erzielt wurde.
Es handelte sich dabei um Personen, die auch beruflich mit Rechenmaschinen zu tun hatten.
Offenbar liegen die Tasten bei dieser Anordnung am besten im Griff-Feld des Teilnehmers. Diese Tastenanordnung führte aber auch bei den mit Rechenmaschinen nicht vertrauten Personen zu den meisten Fehleingaben.
Die Lichtspuraufnahmen zeigten eindeutig den Vorteil der Tastaturen gegenüber der Wählscheibe in Bezug auf kürzere Wege der Finger.
Damit ist die Frage „Wählscheibe oder Tastatur?" eindeutig zu Gunsten der Tastatur beantwortet.