 Mit der aufkommenden Zentralbatterietechnik ergab sich die Möglichkeit, Kleinstanlagen bei Teilnehmer einzurichten, die die entsprechende Stromversorgung aus dem übergeordneten Amt beziehen konnten, zumal dieser Strombezug ja verhältnismäßig klein war und nur bei Nutzung der Anlage für den internen Sprechverkehr anfiel.
Das Bild zeigt einen handbedienten Zwischenstellenumschalter aus dem Ortsnetz Wien (ersichtlich an der Wiener Wählscheibe). Diese Umschalter wurden ab etwa 1928 in den Einsatz gebracht und hielten sich bis in die Mitte der 1970-er Jahre.
Besagte Anlage bezog den für den internen Anruf und den internen Verkehr notwendigen Strom aus der Anschlussleitung. Die in Österreich gebräuchlichen Systeme gestatteten es, bis zu etwa 25...30 mA von der a-Ader (spannungsführende Ader) gegen Erde zu ziehen; dies vornehmlich, da normalerweise der Leitungszustand immer an der b-Ader auf Belegt (also Nutzung) bzw. Leerlauf abgegriffen wurde.
Im Wiener System nach G.H. Dietl gab es eine kleine Abweichung, da die Erdung der a-Ader vor abgehenden (also aktiven) Rufen erforderlich war. Hier kamen spezielle Teilnehmersätze zum Einsatz (solche für Amts-Fernladung, Batteriefernladung), die erst eine direkte Erdung der a-Ader als Amts-Anlassung deuteten, kleinere Ströme a/E jedoch ignorierten.
Interessant ist auch in diesem Zusammenhang, dass die Verwaltung damals pro angefangenen 10mA zu ziehenden Strom und pro Monat einen Zuschlag von ATS 1,20 für die Amts-Fernladung erhob.
Die handbedienten Zwischenstellenumschalter erforderten in jedem Falle eine Mitwirkung bei der Hauptstelle. Gut zu sehen ist der Drehschalter, der die Art des gewünschten Verkehres bewirkte:
- H-N ... Hauptstelle und Nebenstelle sprechen miteinander
- Z-N ... Die Zentrale (Amt) ist mit der Nebenstelle verbunden (auch in der Nachtschaltung bei Amtsruf zur Nebenstelle)
- Z-H ... Die Zentrale (Amt) ist mit der Hauptstelle verbunden (auch üblich als Tagschaltung bei Amtsruf zur Hauptstelle)
- R-F ... Rückfragezustand (Amt gehalten, Haupt und Nebenstelle sprechen miteinander)
Die Anordnung dieser einzelnen Drehschritte ist nicht zufällig, sondern praxiskonform. Das Schauzeichen wurde bei Belegung der Amtsleitung sichtbar.
Derartige handbediente Zwischenumschalter waren, wie bereits erwähnt, bis in die Mitte der 1970-er Jahre im Einsatz, sie wurden aber ab etwa 1949 nicht mehr neu gefertigt und - gemäß Direktionserlass der Verwaltung - ab 01.07.1970 nicht mehr aufgearbeitet und auch nicht mehr repariert.
Als Ersatz dienten dann die selbsttätigen Zwischenumschalter ZwW49, ZwW54, ZwW67 und die ZwT80 bzw. ZwK80.
Ab etwa 1985 würde dann eine lokal gespeiste Variante, der ZwE80 zum Einsatz gebracht, diese Variante kam dann vorwiegend an OES-D Digitalvermittlungsstellen zum Einsatz bzw. als Ersatz für die amtsgespeisten ZwW zur Anwendung, da das OES-D (zumindest offiziell) nicht für die Anschaltung amtsgespeister Einrichtungen geeignet war.
Quelle Bild und Text: Archiv Dulosy
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