Die Bundespost installiert in den 50er Jahren das Gleichstrom Wählprüfnetz. In diesem Zusammenhang wurde auch die zentralen Entstörungsstelle 59 eingerichtet.
Über dieses Wählprüfnetz konnte jeder Teilnehmer in einem Ortsnetze zur Prüfung angewählt werden. Das Wählprüfnetz war für den normalen Fernsprechteilnehmer schaltungstechnisch nicht zu erreichen.
Das Wählprüfnetz hatte folgenden Aufbau:
In der Vermittlungsstelle war ein Prüf-GW und in jedem Teilnehmerhundert ein Prüf-LW installiert. Der Prüf-LW war im Vielfach so angeschaltet, das er vom Gruppenwähler als letzter LW belegt wurde. Er konnte von den Teilnehmern als ganz normaler LW benutz werden. Die Gleichstrommäßige Durchschaltung der beiden Teilnehmer Adern a und b konnte nur vom Prüftisch über das Wählprüfnetz veranlasst werden.
In der übergeordneten zentralen Entstörungsstelle gab es noch einen Vermittlungsstellen Prüf-GW (VSt-PrGW). Diesem GW war z.B. der Prüftisch 59 oder der automatische Prüfplatz vorgeschaltet. Mit dem VSt-PrGW wurde die gewünschte Vermittlungsstelle angewählt, an welcher der zu prüfende Teilnehmer war, über den Prüf-GW und den Prüf-LW konnte die Leitung des Teilnehmers gemessen werden. Das Bild rechts zeigt einen PrGW 55v5. Dieser wurde für kleine Ortsnetze entwickelt und konnte in EMD- und HDW Vermittlungsstellen verwendet werden.